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Rita Knobel-Ulrich, die NSDAP als Partei der Konzerne, Kerala und die entfremdete Arbeit

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Kennt jemand Rita Knobel-Ulrich? Ich schaue ja kein Fernsehen, deshalb kann ich sie nicht kennen, halte sie auch ansonsten für eine recht uninteressante Person.  Ich habe mich mal über sie informiert … wie es aussieht, gehört sie zu der „Kategorie Oberstudienrat“: Von nichts ´ne Ahnung,  zu allem eine Meinung! Und die darf sie regelmäßig veröffentlichen – so bei Anne Will im Jahre 2006.  Da ist sie schon mal wegen Ahnungslosigkeit prämiert worden … und es gab eine Welle von Beschwerdebriefen zu allen möglichen Sendern.  Die NRHZ kümmerte sich darum:

Anlaß war folgende Äußerung:

„Hartz IV alimentiert die Menschen ganz gut. Vater, Mutter und zwei Kinder bekommen 345 Euro pro Erwachsenen, 247 Euro pro Kind, plus Wohngeld, plus Heizung, plus Strom, plus Krankenversicherung. Das sind circa 2.000 Euro im Monat. Das muss man erst mal verdienen! Ein Mann, der vielleicht der einzige Verdiener ist, der im Kindergarten den höchsten Satz zahlt, weil man sagt ‚Du hast ja Arbeit‘, der jeden Tag sieht, dass seine Tankfüllung teurer wird, dem nicht angeboten wird, dass er ein Sozialticket für die U-Bahn bekommt, der muss mit diesen 2.000 Euro ganz schön haushalten.“

Diese Meinung hatten ja damals alle.  Ich wundere mich, das man den Hartz-IV-Abhängigen nicht noch die Kosten für die Infrastruktur aufs Budget gedrückt hat … immerhin gehen ihre Kinder in die Schule, ihre Schuhe beschmutzen Straßen und Gehwege, die auch erstmal geschaffen werden müssen, ihre Hintern sitzen Sitze in Schulbussen platt – das kostet alles.  Damals war Volksverhetzung gegen Behinderte, Frauen und Kinder (daraus setzt sich ja das Klientel hauptsächlich zusammen) ja modern.  Heute jedoch hat die Mehrheit der Bürger – trotz Volksverhetzung durch solche Granaten wie Rita Knobel-Ulrich und Konsorten, die Wahrheit gelernt:

Hartz-IV-Anspruchsberechtigte sollen von 347 Euro oder weniger Gas und Strom zahlen, Telefon und Versicherungen, darüber hinaus auch noch Rücklagen für Neuanschaffungen bilden, Bus- oder Bahntickets kaufen, Praxisgebühren und Medikamentenzuzahlungen leisten. Eltern behinderter Kinder sollen vom Regelsatzanteil der Kinder zusätzlich sogar noch Teile notwendiger Therapiekosten tragen. Nach diesen ganzen Abzügen reicht die Differenz nicht einmal mehr für die Lebensmittel nach Art der „Sarrazin-Diät“.

Das Bundesverfassungsgericht hat gesprochen und gegen die Knobel-Ulrich gabe es Beschwerden, u.a. beim deutschen Journalistenverband, denn: Journalisten haben auch Pflichten:

„Presse und Rundfunk haben im demokratischen Staat die Aufgabe, die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger so zu informieren, dass sie am Prozess der demokratischen Meinungs- und Willensbildung teilnehmen können …
Den aus dem Grundgesetz Presse und Rundfunk verbrieften Rechten muss die Pflicht der Journalistin und des Journalisten zu einer sachlichen und fairen Berichterstattung entsprechen…
Aufgabe und Verantwortung von Journalistinnen und Journalisten ist es insbesondere, die Rechte einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers auf Achtung und Schutz der Menschenwürde, auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und auf freie Unterrichtung aus allgemein zugänglichen Quellen zu wahren…
Ethische Grundprinzipien für die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten sind die Absage an Intoleranz, Rassismus, Totalitarismus und Fremdenfeindlichkeit.“

Die Verbreitung menschenfeindlicher Propaganda gehört nicht zu den Aufgaben demokratischer Journalisten.  Nun, man muß Frau Knobel-Ulrich zu gute halten, das sie damals das gemacht hat, was alle gemacht haben: aus Angst vor der neuen Hartzrepublik erstmal im Chor mit Kanzler und Konzern gegen die Arbeitslosen wettern. Heute sind alle schlauer geworden und man merkt: es ist im sozialen Rechtsstaat nicht so einfach, den neuen diesmal nichtjüdischen Volksschädling zu implementieren.  Das Volk lernt.

Rita Knobel-Ulrich lernt nicht – wie man bei   Tube sehen kann (übrigens ein klasse Video – mit lehrhaften Kommentaren), schwadronierte sie immer noch von ihrer Familie mit zwei Kindern,  jetzt bekommen die aber nur noch 1200 Euro.  Ich habe mir das mal angesehen. Lohnt sich. Also, nicht die Rita. Für diese billige Propagana und Agitation habe ich kein Verständnis, die empfinde ich als äußerst peinlich und entwürdigend für den gesamten Journalistenverband.  Aber ich sagte ja schon: man sollte sich was schämen in diesem Land.  „Ich kenne da einen Friseur“, „ich kenne da einen Taxifahrer“ …. was sind denn das für Methoden? Ich kenne da einen Bürger, der hält Frau Rita Knobel-Ulrich für ein Arschloch (Entschuldigt das drastische Wort, aber … es kommt ja nicht von mir, sondern von einem Bürger. Und ich glaube, ich finde leicht hunderttausend,  die der gleichen Meinung sind).  Und ich persönlich finde, diese FDP-Trompete sollte nicht mehr mit öffentlichen Aufträgen versorgt werden. Aber so läuft das Geschäft ja: man setzt den Heini in die Talkshow und wenn er seine Arbeit gut macht, dann … gibts auch ein Zuckerchen.

Und für die verläßlichen der asozialen Kampfdackel gibt es sogar nach zwanzig Jahren Volksverhetzung eine Festanstellung. NSDAP war genauso … nur offener, wie in dem Werk „Von Anilin bis Zwangsarbeit“ des Arbeitskreises IG-Farben der Bundesfachtagung der Chemiefachschaften heißt:

Genau einen Monat nach dem Treffen der Industriellen wurde am 20. März 1933 in Dachau das erste Konzentrationslager errichtet. Carl Bosch begrüßte solche Einrichtungen, da in den diversen Arbeitslagern die „verkommene Arbeitslosenjugend“ zu „fröhlichen Menschen, die auf ihre Arbeit stolz sind“ erzogen würde.[93]

Eine interessante Studie des Arbeitskreises, die letztlich dazu führte, das man Geschichte auch anders sehen kann: die NSDAP war nicht der Nutznießer, sondern das gezielte Produkt von Konzernen, die zum Zwecke der  Gewinnmaximierung (Share Holder Value) alle Hemmungen verloren hatten:

Vortrag über die Machenschaften des Zweiten Weltkriegs Beweisstücke des Nürnberger Prozesses gegen den Chemie/ Pharma /Öl-Konzern IG Farben (BAYER, BASF, Hoechst). Die „Meister der Geschichtsverdrehung wollen uns glauben lassen, dass die gesamte Tragödie des Zweiten Weltkrieges auf einen politischen Führer mit einer geistesgestörten Persönlichkeit zurückzuführen ist. Sie erzählen uns, dass dieser vermeintliche Wahnsinnige in der Lage gewesen sei, Millionen Deutsche dazu zu verführen, ihm wie einem Rattenfänger blind in den Abgrund zu folgen.

Die Aufzeichnungen des Nürnberger Pharma-Tribunals von 1947/48 dokumentieren, dass der Zweite Weltkrieg in dem Hauptquartier der IG Farben, geplant und vorbereitet wurde. Das berüchtigte Kartell, das von Bayer, BASF und Hoechst gebildet wurde, war zu dieser Zeit der weltgrößte Chemie-/Pharma-Multi. Um in diesem Bereich das weltweite Monopol zu festigen, finanzierte das Kartell den Aufstieg der NSDAP und ihre Vorbereitung auf die militärische Eroberung Europas und der Welt. Die Direktoren der IG Farben, darunter der Vorstandsvorsitzende Schmitz, hielten engen Kontakt zu ihren politischen Marionetten.

Quelle: Viedogold

Nun werden alle sagen: das kann doch nicht sein? Die werden doch nicht wieder nach der Macht in Deutschland greifen.

Die Frage beantwortet sich leicht selbst: wer ist dafür verantwortlich und wie kann es geschehen, das Frau Knobel-Ulrich vier Jahre lang Lügen erzählen darf und trotzdem auf Kosten der Beitragszahler weiter Filmchen dreht?  Sie arbeitet ja viel für´s  „Öffentlich-rechtliche“.

Konzerne haben die NSDAP mit großem Druck zu „ihrer“ Partei gemacht….und in ihren Aktivitäten während der Weimarer Republik zeigen sich erstaunliche Paralellen zur heutigen Situation:

So waren auch die Ziele der I.G. Lohnkürzungen, Streikverbot und Ausdehnung der Arbeitszeit. Jedoch wollte sie diese nicht wie breite Wirtschaftskreise per Gesetz verwirklichen lassen, sondern sie strebte, um die Arbeiterschaft nicht noch mehr zu radikalisieren, eine stufenweise Entwicklung an. Die Vorgehensweise wird charakterisiert durch das Schlagwort vom Werksgemeinschaftsgedanken. So hieß es in einem Artikel des Vereins zur Wahrung der Interessen der chemischen Industrie (s.u.), dass man keine Maßnahmen der Brachialgewalt (z. B. Polizeieinsätze gegen Streikende) vornehmen, sondern auf eine geistige Umstellung bei den Gewerkschaften hinarbeiten solle.

Quelle: Arbeitskreis

Diese geistige Umstellung erleben wir gerade auch. Rita macht da fleißig mit, aus den Opfern der Sozialpolitik und der Profitgier der „Heuschrecken“ wurden Täter gemacht: der böse Arbeitslose.  Die Wünsche der Konzerne wurden voll erfüllt….immerhin waren es ihre Leute, die Hartz IV entwickelt haben:

Die Agenda 2010 (auch Agenda zwanzig-zehn genannt) ist ein Konzept zur Reform des deutschen Sozialsystems und Arbeitsmarkts, das von 2003 bis 2005 von der aus SPD und Bündnis 90/Die Grünengebildeten Bundesregierung weitgehend umgesetzt wurde. Als Grundlage der Reform diente der „Wirtschaftspolitische Forderungskatalog für die ersten hundert Tage der Regierung“ der Bertelsmann Stiftung, seinerzeit u.a. im Wirtschaftsmagazin Capital publiziert, dessen Inhalte zu weiten Teilen übernommen wurden.[1][2]

Quelle: Wikipedia

Mal was anderes? Andere Kultur, andere Sitten?

Kerala ist traumhaft schön. Kanäle im Schatten von Kokospalmen, Märkte neben dem Wasser, Kinder, die am Ufer spielen. Geht man die Straßen von Trichur entlang, trifft man auf lachende Augen, wo die Leute zusammenstehen und ein Schwätzchen halten, während die Frauen ihre farbenprächtigen Saris zur Schau stellen. Es gibt zahlreiche Feste. Kehrt man dann nach Europa zurück, ist man schockiert darüber, wie freudlos und niedergeschlagen die Leute alle aussehen.

Es kommt aber noch besser:

Kerala ist einer der ärmsten Staaten Indiens. Trotzdem ist die Kindersterblichkeit dort geringer als in manchen europäischen Ländern, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 72 Jahren (höher als die der Afroamerikaner in den USA), 95 % der Einwohner Keralas, die älter als sieben Jahre sind, können lesen und schreiben. Der Anteil von Menschen, die einen akademischen Grad vorzuweisen haben, liegt höher als in den USA. 82 % der Familien besitzen ein eigenes Haus und können sich drei Mahlzeiten am Tag leisten.

Quelle: James Bruges, Das kleine Buch der Erde, Riemanverlag 2006, Seite 36/37

So einfach, preiswert und ökologisch nachhaltig kann glückliches Leben sein. Wir jedoch leben anders, wie heute „Spiegel online“ berichtet:

Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt, laut einer Umfrage fühlen sich 67 Prozent der Arbeitnehmer kaum noch an ihr Unternehmen gebunden.

Spiegel-Online meint, es wäre die Motivation durch den Chef, die das wieder in Ordnung bringt….und vergißt dabei gerne den Themenkomplex „entfremdete Arbeit“, der uns das Leben erst recht sinn- und zwecklos erscheinen läßt und Arbeit an sich nicht zur Möglichkeit kreativen Gestaltens sondern zur Strafe gemacht hat.

Kein Wunder, das wir unglücklich werden und Gestalten wie Rita Knobel-Ulrich brauchen, die uns Taxifahrern und Friseuren einredet, wie gut es uns doch eigentlich geht.  Ein Blick nach Kerala reicht um zu zeigen: uns geht es nicht gut. Inzwischen geht es armen Indern besser als uns und Menschen wie Rita Knobel-Ulrich wollen, das es so bleibt, wie einem offenen Brief aus dem Jahre 2005 zu entnehmen ist:

es ist interessant, dass gerade in Zeiten anstehender Wahlen „Dokus“ über die Bildschirme der bundesdeutschen Haushalte flimmern, die in ihrer Berichterstattung propagandistisch, einseitig und undifferenziert ausgerichtet sind.

Während der gesamten Zeit war Ihre Reportage durchzogen vom per Television transportierten Feindbild des faulen und asozialen Arbeits-losen. Gezeigt wurde in Pauschalmanier der Langzeitarbeitslose, der auf Kosten der (arbeitenden) Allgemeinheit lebt und lediglich keine Lust zum Arbeiten hat. Gezeigt wurde der Langzeitarbeitslose, der vom Staat „ge-füttert“ wird, selbigen betrügt und in der
„sozialen Hängematte“ ein be-quemes Leben führt, weil er zu den Regelleistungen noch viele Extra- Zuwendungen ein-streicht. Zudem wurde der Zuschauer darüber aufgeklärt, dass man mit Hartz IV fast reich werden, zumindest richtig gut leben kann, wenn man es nur geschickt anstellt. Spätestens jetzt glaubt jeder zu wissen, dass es den Betroffenen noch viel zu gut geht und Schritte wie die mit in der Doku einhergehenden Botschaft zur Einführung von Minimalstversorgung- wie z.B. mit Lebensmittelgutscheinen und die Verabschiedung vom Sozialstaat durch die längst fällige Beerdigung jeglicher Sozialromantik unbedingt zu bejahen sind.

Autorin jener Doku? Rita Knobel-Ulrich.  Die kann man auch öffentlich mieten. Wäre ja vielleicht mal was für eine engagierte Erwerbsloseninitiative:

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Tja, noch Fragen, wie in dieser Republik mitlerweile  Politik gemacht wird? Ist alles schon mal dagewesen. 1925-1933 … einfach mal nachschauen, wie die IG-Farben Politik gemacht hat, bevor man an die NSDAP überhaupt gedacht hat.  Wäre nicht unwichtig,  sich das mal zu vergegenwärtigen, denn noch … haben wir die Wahl zwischen Auschwitz und Kerala.




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