Alltagsterror

Ein paar Wahrheiten über die Bürgerarbeit.

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Der Bürgerarbeit geht ein sechsmonatiges Intensivtraining voraus in der eigens für den Abhängigen ein spezieller Coach zur Seite steht, man nennt es Aktivierungsphase, in dem die Hartz IV abhängigen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden sollen.

Dieser Coach der den Harz IV- abhängigen ständig auf Schritt und Tritt begleitet, also eine Kontrollfunktion ausübt, hat die Aufgabe sie ständig zur Rechenschaft zu zwingen ob sie auch alles ausreichende tun um sich in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Sollte dieser Coach der Meinung sein dass ihre Anstrengungen nur ungenügend oder gar mangelhaft sind droht die allseits bekannte Sanktionspeitsche.

Wenn diese sechs Monate erfolglos verrichtet wurden, also wenn sie nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden konnten, folgt die Bürgerarbeit, und die sieht folgendes vor:

Dauer der Bürgerarbeit drei Jahren, nach diesen drei Jahren besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, sondern sie landen direkt wieder in Hartz IV.

Auch wenn sie in der Bürgerarbeit sind, haben sie dieselben Pflichten und Aufgaben zu erfüllen, denn sie müssen weiterhin Eingliederungsvereinbarungen unterschreiben, und müssen sich weiterhin bewerben auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie dies nicht tun drohen weiterhin Sanktionen. Es ändert sich durch die Bürgerarbeit absolut nichts, sie müssen weiterhin ihre Termine bei ihrem Jobcenter wahrnehmen.

Kündigen können Sie die Bürgerarbeit auch nicht, und wenn der Verdacht aufkommt das eine Pflichtverletzung vorliegt, zum Beispiel: Mangel an Leistungsbereitschaft ist dies eine Pflichtverletzung und führt zu Sanktionen/Lohnabzug.

Bei Kündigung oder Verweigerung der Bürgerarbeit, werden alle Leistungen seitens des Jobcenters eingestellt, sie bekommen nichts mehr.

Da sie ja offiziell inoffiziell nicht im Leistungsbezug des SGB II sind sondern vielmehr  als  Bürgerarbeiter gelten, steht ihnen auch die GEZ- Befreiung sowie die Belastungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr zu.

Bürgerarbeitern werden die Heizkosten auch nicht übernommen, auch der Heizkostenzuschuss ist für Bürgerarbeiter nicht einklagbar.

Man hat über die Bürgerarbeit es geschafft aus mündigen Bürgern, unmündige zu machen, sie stehen ab nun den Kommunen zur Verfügung, ob sie wollen oder nicht.

Das ist Sklaverei, warum schafft man nicht sozialversicherungspflichtige Jobs mit einem Tarifvertrag? und auf diese Jobs können sich explizit die Arbeitslosen bewerben. Somit hätten sie wieder ihre Bürgerrechte, und könnten über ihr Leben selbst entscheiden, und ohne Kontrollfunktion und Saktions-Paragraphen im Rücken, ein freies menschliches Leben.



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