Politik

Unruhen in Deutschland

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Liest man nicht gerne, nicht wahr: Unruhen in Deutschland. Trotzdem wird es sie wohl geben, so jedenfalls die gut fundierte Meinung der Autoren des Buches „Brennpunkt Deutschland“. Sie zitieren in ihrem Werk die Bundeszentrale für politische Bildung:

Das alte Parteiensystem paßt nicht mehr zur Gesellschaft. Die große Frage ist allein, wie lange es noch so weitergehen wird.

Ob diese Veränderungen friedlich verlaufen werden, ist fraglich. Denn die tragenden Strukturen des Staates drohen zu verfallen, weil keine der politischen Parteien eine Lösung hat.

Nun … das merkt man schon mit den Parteien, nicht wahr? Denen trauen immer weniger Menschen etwas zu … außer, das sie versuchen, immer tiefer in die Taschen der Bürger zu greifen, während sie gleichzeitig die Zukunft dieses Lands ruinieren, um ihre Parteifreunde in den Aufsichtsräten zu stützen.
So denkt man doch, oder? Wer fühlt sich denn noch sicher und aufgehoben und kann sich ruhig den Herausforderungen des eigenen Alltags stellen, wenn er sieht, wie die Parteien aus der Bonner Republik die neuen dunkle Berliner Republik schaffen und aus dieser einen Selbstbedienungsladen für Politik und Wirtschaft machen – auf Kosten der Zukunft unserer Kinder, die alles sind, was ein Land wirklich an Zukunft hat.

Bis 2050 brauchen wir mitlerweile 188 Millionen Zuwanderer, um den Rentenstandard dieses Landes aufrecht zu erhalten. Aber die müssten zudem auch noch sehr fruchtbar sein, sonst haut das nicht hin.
Wo sind die Konzepte, dieses Land kinderfreundlicher zu machen? Das bedeutete einen radikalen Umbruch in politischen Grundsatzkonzepte … den man bei keiner Partei finden kann.

So ist es gut zu sehen, das die Parteien selber … sich überlebt haben. Was an ihrer Stelle kommen wird, weiß momentan noch keiner und das verunsichert die Menschen nur noch mehr.

Auch ich weiß nicht, was nach den Parteien kommen wird. Mir wäre es lieber, sie würden bleiben und ich könnte mich um meine eigenen Dinge kümmern. Aber sie werden nicht bleiben. Stattdessen werden wir mit Unruhen rechnen müssen, ob es uns paßt oder nicht.

Die Autoren sind der Meinung, das es sich nicht um Unruhen der herkömmlichen Art handeln wird. Sie gehen davon aus, das es zuerst gezielt Versorgungseinrichtungen des Staates angegriffen werden … wie schon geschehen. Es brannten schon Finanzämter und ein Fahrzeugpark der Bundeswehr. Die Medien meiden dieses Thema … wie sie oft gern die Wirklichkeit zugunsten der heilen Werbewelt verbiegen, die die Politiker so gerne hätten. Hacker sollen eine große Rolle bei den ersten Angriffen spielen, die zum Ziel haben, die Wirtschaft zu destabilisieren. Nun, vielleicht haben wir es mitlerweile schon mit geschickt manipulierten Börsenkursen zu tun, manche Banken in den USA benutzten entsprechende Programme ja auch schon mal selbst.

Es ist nicht mehr die Frage „ob“ es eine Veränderung geben wird, sondern nur, ob sie friedlich oder gewaltsam verläuft. Rechts- und Linksextremisten stellen sich schon mal auf für eine gewaltsame Lösung.

Die Rechtsextremisten haben eine großangelegte Internetoffensive gestartet, wo sie als der gute, hilfreiche Kumpel von nebenan auftreten, der sich große Sorgen über die Zukunft Deutschlands macht.
Sie könnten Seiten wie die meine betreiben … und warten nur auf den Moment, wo das Volk anfängt, laut nach Lösungen zu schreien. Dann werden die Konzepte einheitlich bundesweit ins Netz gestell und veröffentlicht … und schon hat man eine Chance, eine große Menge von Menschen hinter sich zu haben, die mal wieder gar nicht genau wissen, wo sie eigentlich hinmarschieren. Das alles … hatten wir schon mal.

Ist auch keine Lösung.

Die Linksextremisten haben ihre Gewaltdebatte neulich beendet … und sich für den Einsatz von Gewalt entschieden.

Ebenfalls … keine Lösung.

Der Menschenschutzbund ist auch keine Lösung. Er ist entstanden aus der beiläufigen Frage, warum es eigentlich einen Tierschutzbund aber keinen Menschenschutzbung gibt. Anlaß war eine Behandlung von Komparsen in einem Film, die man Tieren nicht hätte angedeihen lassen können, ohne das Tierschützer auf den Plan gekommen wären. Der Mensch, so scheint es, ist mitlerweile nur noch Dreck, mit dem man anstellen kann, was man möchte – erst recht, wenn er arbeitslos ist. Hier feiern sadistische Phantasien gerade Hochkonjunktur.

Aber der Menschenschutzbund ist ein erster Schritt. Ein logischer und konsequenter Schritt von Menschen, die verstanden haben, das das bequeme Leben der Vergangenheit vorbei ist. Leider. Es war schön. Es war … ein kleines goldenes Zeitalter. Wir werden unseren Enkeln davon erzählen können und sie werden uns ungläubig anschauen. Aber es waren Menschen, die dieses goldene Zeitalter geschaffen hatten.

Arme, Reiche, schlaue und dumme, gute und schlechte, linke und rechte, dicke und dünne, Vegetarier und Aasfresser (ich kann Menschen nicht ernsthaft als „Fleischfresser“ bezeichnen … wirklich nicht. Jedenfalls nicht, bevor sich nicht als Rudel die lebende Kuh verspeisen. Und das möchte ich gern sehen, bevor ich den Titel „Fleischfresser“ verleihe), Bürger und Bürgerschrecke, Soldaten und Pazifisten, Beamte und Angestellte, Arbeiter und Manager haben an diesem goldenen Zeitalter mitgewirkt, jeder auf seine Weise. Es gab eine gewisse Ethik … geboren aus der Erinnerung der Schrecken des Dritten Reiches, das man niemals wieder haben wollte.

Inzwischen ist man auf dem Weg zu einem Vierten Reich, das wohl noch scheußlicher wird. Und es wird Zeit, aufzustehen und etwas zu tun.

Wir sind nicht gewohnt, etwas zu tun. Die vollversorgten Bürger der Republik fallen aus einem Goldenen Zeitalter ohne Zwischenstufen in ein Zeitalter der Barbarei, vor dem auch schon Bundestagsabgeordnete warnen…wenn auch vergeblich.

5000 seriöse Studien gibt es mitlerweile über die Gefahren der Massenarbeitslosigkeit für unsere Demokratie … kennt irgendjemand wenigstens eine? Wahrscheinlich nicht, denn die Medien meiden dieses Thema. Die Massenarbeitslosigkeit wurde per Kanzlererlaß als Problem von faulen Menschen deklariert. Diese faulen Menschen wurden über Nacht geschaffen, per Gesetz. Der massenhafte Abbau von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen durch die Industrie (gefördert durch die Agenda 2010) wird kaum erwähnt. Fünf Millionen dieser für unser Sozialsystem so wichtigen Arbeitsplätze wurden in den letzen Jahren endgültig und ersatzlos vernichtet … und die Vernichtung im Interesse der kurzfristigen Renditemaximierung schreitet täglich weiter fort – mit wachsender Geschwindigkeit.

Auch der Menschenschutzbund hat keine Lösung für diese Probleme. Aber er ist ein erster Schritt auf einem Weg, den alle gehen müssen. Und er wird kein Häufchen Schafe sein, die ihren Sinn darin sehen, sich in Zeiten der Gefahr eng aneinander zu schmiegen, weil das so schön kuschelig ist, sondern ein Verbund von sehr heterogenen Menschen, die wissen, das andere Organisationsformen notwendig sein werden, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können, als jene, die wir gewohnt sind.

Und außer uns gibt es noch viel mehr, die dies so sehen und sich in anderen Formen organisieren.

Man kann nicht sagen, was ein Menschenschutzbund erreichen kann, aber man kann sagen, das ein Fokus auf den Schutz des Menschen als solchen in diesen Zeiten notwendig werden wird.

Und all jenen, die sagen: „man kann ja sowieso nichts tun“ kann man sagen: doch. Kann man. Hier und jetzt.
Man kann sich zusammenschließen, seine Ressourcen vereinen und sich aufstellen für eine ungewisse Zukunft – mit dem Ziel, soviele Leichen und Verstümmelte wir möglich zu vermeiden und soviel goldenes Zeitalter wie möglich zu bewahren … oder neu aufzubauen.

Das, so schätze ich, wird die Richtung werden, in die dieser Bund gehen könnte. Aber in die Zukunft schauen kann ich natürlich auch nicht. Aber ich sehe, was da ist: ein virtuelles Dorf.

Und das scheint mehr Zukunft zu haben als die Parteien … wenn ich der Bundeszentrale für politische Bildung trauen darf.

Wäre meine persönliche Meinung dazu, aber die ist auch geprägt von jenem visionären Satz eines roten Mannes: nur Stämme werden überleben.

Hoffen wir es nicht.



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