3.April 2012. Eifel. Mögen Sie eigentlich Autos? Ja, wirklich? Haben Sie sich das auch wirklich genau überlegt? Denken Sie nochmal genau nach – ich möchte Ihnen etwas Hilfe dazu geben: Das mausgrauen Jetzt=Zeit benimmt benimmt viel entschiedener mittelalterlich sich als jedes andere Mittelalter zuvor. In fünfhundert Jahren gesamteuropäischen Mittelalters wurden 200 000 Hexen ermordet. Hingegen [...]
Sonntag, 11.3.2012. Eifel. Sonntag ist ja ein guter Tag für die Besinnlichkeit, Zeit, sich abseits der umtriebigen Hektik des Alltages auf Dinge zu besinnen, die wirklich wichtig sind – zum Beispiel die grundsätzlichen philosophischen Fragen: Wo komme ich her, wo gehe ich hin und was zum Teufel soll ich eigentlich hier? Diese Fragen kann man [...]
Montag, 6.2.2012. Eifel. Die Welt wartet auf eine Entscheidung – wieder einmal wurde ein Ultimatum gestellt: wenn Griechenland nicht bis heute Mittag der drastischen Verarmung seiner Bevölkerung zustimmt, wird das Land zwangsverarmt. Gehaltskürzungen und Reduzierung des Mindestlohns wird gefordert – bei einem Land, das ein Durchschnittseinkommen von 23900 Euro hat (Deutschland: 42400) und einen Mindestlohn von 3,80 Euro – siehe Zeit. Forderungen wie im Krieg: die Herrscher des Nachbarlandes wollen Tributzahlungen, sonst …. zeigen sie, das sie auch anders können. Wir wissen, das die Einsparungen zu einer weiteren Rezession führen werden, die wiederum die Wirtschaftsleistung des Landes schwächt, was wiederum die Neuverschuldung nach oben treibt – will man nicht noch mehr Menschen auf den Straßen erfrieren lassen. Trotzdem machen wir das. Wir? Ja, wir alle. “Wir sind Deutschland”, schon vergessen? “Wir” sind auch mittelbar beteiligt an der Folterung des ehemaligen Botschafters Libyens in Paris: immerhin haben wir die Folterer an die Macht gebracht. Für Gaddafi waren wir nicht verantwortlich – für die Zerschlagung des sozialsten afrikanischen Staates schon. Doch das ist noch nicht alles.
20.11.2011. Eifel. Schaut man in hinaus in die Welt der Medien, glaubt man seinen Augen nicht mehr. Die Welt listet ein Minimum von 182 rechtsradikalen Morden seit 1990 auf – und alle tun so, als sei dies vom Himmel gefallen. Vom Verfassungsschutz weiß man nur, das er dem Treiben tatenlos zusieht – oder schon längst von rechtsradikalen Elementen unterwandert ist wie die Bundeswehr. Und was taten die Medien in den letzten 21 Jahren? Wo war das wache Auge der Intelligenz dieses Landes, in dem Arbeitslose, köperlich und geistig Behinderte, Ausländer, Obdachlose, Linke, Juden, Polizisten und Rechtsanwälte wieder systematisch ermordet werden? Wo war das Wächteramt der Gesellschaft, als durch Hartz IV staatlich verordnete Armut erneut “unwertes Leben” schuf, weil der Minister Wolfgang Clement in diesem Zusammenhang von “Parasiten” schwadronierte und ein Thilo Sarrazin zum Superstar wurde, weil er wirtschaftliche Gewalt gegen Beamte, Arbeitslose und Ausländer befürwortete?
Mittwoch, 16.11.2011. Eifel. Nach zwei Artikeln, die mal ein paar Perspektiven auf mögliche zukünftige Alternativen zum unnötigen, künstlich herbeigeführten Untergang der westlichen Zivilisation aufzeigten – wobei ich noch nicht letztendlich entscheiden kann, ob dieser Untergang aus boshafter Absicht oder einfach nur aus bildungsferner Blödheit herbeigeführt wird – ist es an der Zeit, den Wunsch eines Lesers zu erfüllen, konkrete, politisch umsetz- und finanzierbare Forderungen in den Raum zu stellen, die Deutschland und seine Bürger aus der Misere herausführen sollen. Misere? Nun – man braucht keinen Hauptschulabschluß für die Erkenntnis, das das Deutschland ein negatives Rating bekommen wird: dafür reicht die erfolgreich absolvierte Grundschule. Der Wirtschaftskrieg gegen die EU erreicht aktuell die gesunden Kernländer Österreich, Belgien, Niederlande und mit Frankreich sogar die zweitgrößte Volkswirtschaft der EU, damit ist das Ziel der Offensive auch für Politiker ohne erfolgreich abgeschlossene Grundschule zu erkennen: die völlige Vernichtung der europäischen Volkswirtschaften steht zum dritten Male auf dem Speiseplan, anders als 1914-1918 oder 1939-1945 wird diesmal wohl auf Waffengewalt im üblichen Umfang verzichtet: man will die eigenen Immobilien nicht beschädigen und die Helfershelfer in den Nationalstaaten nicht in Bedrängnis bringen.
Dienstag 15.11.2011. Eifel. Wieder einmal liegt ein Thema auf dem Tisch, das die Herzen der Menschen berührt – jedenfalls die mancher Menschen. Der Ruf nach Revolution wird laut, der Ruf nach Veränderung. Das sich etwas tun muss, merken europaweit viele Menschen – und nicht nur hier. Man denkt, man kann handeln wie früher: wenn einem die aktuelle Politik nicht passt, so geht man auf die Straße, um das der Regierung mitzuteilen. Das war jahrzehntelang gute demokratische Tradition. Wie anders soll die Regierung auch merken, das sie gerade am Volk vorbeiregiert? Manchmal kann man halt keine vier Jahre warten, um Kurskorrekturen anzumahnen. Das ging ja auch lange gut – bis sich das Klima änderte. “Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter” – so vernichtete der Dauerkanzler Helmut Kohl den Rest an Demokratie, den Helmut Schmidt noch übrig gelassen hatte. Jetzt stehen wieder Menschen auf der Straße, frieren für die Rettung der letzten demokratischen Funken im Land, während die boniverwöhnten Täter in dicken Ledersesseln höhnisch lächelnd auf sie herabblicken. Die Täter wissen etwas, was die Demonstranten nicht wissen: sie sind absolut sicher. Ihnen kann keiner was, sie sind doppelt und dreifach abgesichert, über ihre vielfältigen Netzwerke, Vereine, Wanderkameradschaften, Opern- und Pressebälle, Kunstaustellungen und Förderclubs sind sie so miteinander vernetzt, das sie die vollständige Kontrolle über alle gesellschaftlichen Entwicklungen haben. Fällt einer von ihnen mal ´raus, wird auffällig durch kriminelle Machenschaften, stellt das überhaupt kein Problem da: irgendwo gibt es auch für ihn eine Ort, wo er seine Pferdezucht in Ruhe weiter betreiben kann. Diese strategische Analyse der Situation wird nur von wenigen nachvollzogen, viele hängen noch dem romantischen Bild einer edlen, guten und gerechten Demokratie hinterher, ohne zu wissen, das diese Demokratie seit der Widervereinigung ganz offen an bösartigem Asozialkrebs erkrankt ist, der sich beständig weiter ausbreitet und die Gesellschaft von innen heraus zerfrisst.
Sonntag, 13.11.2011. Eifel. Langsam wird es kalt in Deutschland. Empfindlich kalt. Und dunkel. Das liegt in allererster Linie an der Überheblichkeit der Politik, die meint, sie wüsste alles und kriegt auch alles geregelt. So war die Politik in Gestalt eines ehemalig grünen deutschen Innenministers (und des gesammten deutschen Polizeiapparates) in der Lage, eine fremdenfeindlichen oder terroristischen Hintergrund bei fremdenfeindlichen und terroristischen Attentaten auszuschließen – so wird die Erde wieder zur Scheibe, Wahrheit wird beliebig. Das ist vielleicht die schrecklichste Erkenntnis jener neuen Enthüllungen, die das Land schockieren: unsere Politiker sind dumm (oder bösartig), die Polizei ist unfähig (es sei denn, beim konzentrierten Virenangriff auf die Computer unbescholtener Bürger), die Wirtschaft ist schlichtweg bösartig geworden – was sogar Fussballer merken, siehe Handelsblatt:
11.11.2011. Eifel. Wie jeden Tag könnte man über das Gleiche schreiben: die progressive Vernichtung des deutschen Mittelstandes. Wer nur mal kurz von Kokain runterkommt und eine Woche die Finger von Alkohol und Nikotin nimmt, merkt: das braut sich was ganz Dickes zusammen, die Krise 2008 war nur ein Vorbeben – und der nächste Knall wird die Weltwirtschaftskrise von 1929 weit übertreffen. Schauen wir doch mal hin, was sich allein heute schon wieder zusammenbraut:
Wir wohnen in einem schönen Land, ein einem tollen Land – in einem Land mit für die Welt beispielgebender Kultur und Zivilisation. Ja – jetzt mal nicht meckern, das ist doch so. Hier läuft alles, wie es laufen soll. Da wir Bürger den ganzen Tag mit Erwerbsarbeit, Kindererziehung, Häusle bauen, Vereinsaktivitäten undDorfverschönerung oder Straßenfesten beschäftigt [...]
Es wäre mal Zeit für eine Dankesrede. Für den Dank an die Leser des Nachrichtenspiegels. Seit einem Jahr betreiben wir jetzt dieses Format, um relativ unangreifbar unsere Meinung sagen zu können. Das geht hier. Hier ist das Risiko geringer, das sich enttarnte Altnazis oder beleidigte Politikwürstchen beim Betreiber beschweren können, um Meinungen zu unterdrücken. Es wäre Zeit, für eine große Dankesrede – allein schon von mir persönlich – für die vielen Anregungen und Informationen, die man hier als Autor erhält. Doch diese Zeit … ist nicht da, denn die Welt dreht sich weiter – in keine schöne Richtung. Es ist mehr das, was im Hintergrund der Nachrichten zu erkennen ist … oder die Art der Nachrichten selbst, die beunruhigen sollte. Zum Beispiel die Berichterstattung über den Kannibalen von Rothenburg – aktuell in der Welt. Ich setze hier keinen Link, noch möchte ich den Artikel zitieren – aus Gewissensgründen verbietet sich mir die Verbreitung einer solchen Nachricht.
Gestern erfuhr ich nebenbei, das die Website “OP 100″ vom Netz genommen wurde. Der Grund war rein technisch. “Nachrichtenspiegel-online” verursacht beim Server Kapazitätsprobleme, die durch die Verbindung zu “OP 100″ potentiert wurden. Die Ursache für die Potenzierung der Probleme durch die Verbindung zwischen beiden Seiten zu finden, wäre sehr zeitaufwendig gewesen. Bei zwei Seitenaufrufen pro Woche hat sich die Technik dann dazu entschieden, OP 100 zu löschen.
Wir kriegen ja jetzt auch Revolution in Deutschland. Erste Planungstreffen für eine europäische Revolution haben schon stattgefunden. Damit aber nicht genug. Ehedem führende Politiker der SPD haben jetzt mal ordentlich auf den Tisch gehauen, wie im Handelsblatt zu lesen war:
oder: Starten Sie abgeordnetenwatch.de für Ihre Stadt oder für Ihren Landkreis Wir sind überzeugt: Die Transparenz und Bürgernähe, die abgeordnetenwatch.de auf Europa-, Bundes- und Landesebene schafft, würde auch vielen Städten und Landkreisen gut tun. Daher wollen wir abgeordnetenwatch.de künftig auch für die kommunale Ebene anbieten. Insgesamt 413 kreisfreie Städte und Landkreise gibt es in Deutschland. [...]
Philosophen sind ja zuständig für Grundsatzfragen. Sie dürfen die dümmsten Fragen der Welt stellen und müssen diese auch selbst beantworten, weil sich in der Regel kein Normalmensch für dumme Fragen interessiert. Wozu auch. Nur selten mal lehnt man sich zurück und fragt: gibt es dazu Antworten in der Philosophie?
Bei Staatsgründungen wird gerne mal auf Philosophen Rücksicht genommen, dort, wo es um Recht und Gerechtigkeit geht, um Ethik und Moral werden sie gerne mal in eine Talkshow geladen. Ansonsten stören sie nur, weil sie sich dem modernen “Meinungswissen” schon vor Jahrtausenden verschlossen haben. Das moderne “ich glaube dieses aber jenes nicht” fand schon in der Philosophie der Antike keine Begeisterung und man wähnte es überwunden. Dann kam das Privatfernsehen und belehrte einen eines Besseren: Meinung verdrängte wieder Wissen.
Nun kann man natürlich die Frage nach dem Staat rückwärts stellen: wozu brauchen wir ihn eigentlich noch?
Es sind ja Zeiten wie in einem Spielfilm über die Apokalypse: unerklärliches Fisch- und Vogelsterben an allen Ecken, gigantische Sonneneruptionen, ein Megabeben verdrängt das Nächste – womöglich haben wir auch mal wieder eine Kernschmelze wie in Tschernobyl oder Harrisburg, jedenfalls ist gerade mal ein Atomkraftwerk explodiert. In dem ganzen Tumult bringt Angela Merkel noch schnell das Wichtigste unter Dach und Fach: der neue Bankenrettungsschirm ist unter Dach und Fach, nochmal 150 Milliarden mehr für die gefährdeten Länder … bzw. für deren Gläubigerbanken.
Heute hatte ich mal etwas Muße, ein wenig Zeit, mir zu jenen Dingen Gedanken zu machen, die schon lange auf meinem Schreibtisch liegen. Eine lag besonders hoch oben, weil schon lange und oft Mitbürger hier anklingelten und sich darüber mokierten, das ich ja auch nur Worte machen würde und das das alles nutzlos ist.
Etwas schlaksig und flapsig verweise ich bei solchen Gelegenheiten immer gerne auf die heilsame Wirkung blockierter Autobahnen, in der Hoffnung, mit diesem Thema in Zukunft in Ruhe gelassen zu werden … bin aber dann doch über mich selbst verärgert, das ich nicht den Mumm habe, mich der Herausforderung wirklich zu stellen – was zum Teil daran liegt, das ich ein sehr ausgefülltes Leben lebe, zum anderen aber auch daran, das ich nicht so genau weiß, was die “soziale Bewegung” in Deutschland eigentlich will. Eine andere Republik will – so vermute ich mal – eigentlich keiner. Läuft ja alles super – außer für die Ausrangierten. Schon seit einiger Zeit habe ich die bitterböse Vermutung, das die auch nichts anderes wollen als die Lumpenelite: einfach mehr Geld … sagen wir mal: einhundert Euro pro Person im Monat mehr.
Vor zwei Jahren habe ich angefangen, Gedanken im Internet zu veröffentlichen. Zuvor hatte ich den politischen Bereich des Lebens zum Wohle meines Seelenheils ausgeblendet. Mir war nach einem ruhigen, beschaulichen Leben, das der Liebe zur Weisheit gewidmet war – und nicht er Erlangung von Ruhm, Ehre oder Macht, die jeder für sich und alle zusammen erst recht der menschlichen Seele nicht gut tun … nach meiner Erfahrung.
Manchmal geht es um die Ärmsten der Armen. Jene, die eigentlich voll im Leben stehen, aber mit Gewalt draußen gehalten werden: die Arbeitslosen. Kaum zu glauben: die Schaffenskraft von Millionen von Menschen liegt nutzlos auf dem Amt herum, während es in der Gesellschaft an allen Ecken und Enden an Arbeitskräften fehlt. Damit meine ich nicht die eine Million offenen 400-Euro-Jobs, sondern die Arbeit, die geleistet werden müßte, damit unsere Kinder die Last schultern können, die wir ihnen aufbürden.