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	<title>Der Nachrichtenspiegel</title>
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	<description>Das Nachdenkmagazin</description>
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		<title>Joachim Gauck und andere Gaukeleien: Deutschlands Seilschaften plündern das Land</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 11:37:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eifelphilosoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Atlantikbrücke]]></category>
		<category><![CDATA[deutsche Nationalstiftung]]></category>
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		<description><![CDATA[Mittwoch, 22.2.2012. Eifel. Wir kriegen einen neuen Präsidenten. Das ist so entschieden worden. Nachdem ein unbekannter Bankbeamter aus bis heute nicht klar ersichtlichen Gründen das Handtuch geschmissen hat, gab es einen bekannten Bankenkritiker, der leider zu wenig Geld für den Job hatte und deshalb gehen musste: "Freunde" hatten dem armen Mann zuviel zugesteckt, andere "Freunde" hatten das dann einfach mal veröffentlicht, während der Rest der "Freunde" ihn politisch fallen gelassen hatte. Jetzt gibt es einen ausgemachten Bankenfan: Joachim Gauck. Der soll ein guter Mann sein, sagt man. So eine Art Johannes Rau aus dem Osten. Manche meinen, er sein kein guter Mann - meistens kommen die aus dem Osten: er soll, laut <a href="http://www.taz.de/!54779/">TAZ</a>, die Gauckbehörde nicht gerade konstruktiv geleitet haben. Die Grünen mögen den Gauck auf einmal auch nicht mehr, siehe <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13878478/Die-Gruenen-streiten-ploetzlich-ueber-Joachim-Gauck.html">Welt</a>:

<strong>Grummeln nach der Einigung: Grüne, Linke und Zuwanderer ziehen die Eignung Joachim Gaucks für das Amt des Bundespräsidenten in Zweifel. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele verlangte von Gauck am Dienstag Erklärungen zu Äußerungen über Hartz IV, die Occupy-Bewegung und den ehemaligen Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin.</strong>

Der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,816601,00.html">Spiegel</a> springt sofort in die Bresche und schützt den Präsidenten: alles falsch zitiert, so heißt es dort auf einmal. Ein Blick in die Bloggerwelt zeigt: hier hat ein Qualitätsmedium ausnahmsweise mal recht - die Zitate zu Occupy, Sarrazin und Hartz IV sind übel aus dem Zusammenhang gerissen. So ein Umgang ist nicht fair. Dabei erscheinen die Zitate wieder in einem anderen Licht, wenn man einen weiteren  Zusammenhang sieht - ein Gauklertrick jagt halt den nächsten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittwoch, 22.2.2012. Eifel. Wir kriegen einen neuen Präsidenten. Das ist so entschieden worden. Nachdem ein unbekannter Bankbeamter aus bis heute nicht klar ersichtlichen Gründen das Handtuch geschmissen hat, gab es einen bekannten Bankenkritiker, der leider zu wenig Geld für den Job hatte und deshalb gehen musste: &#8220;Freunde&#8221; hatten dem armen Mann zuviel zugesteckt, andere &#8220;Freunde&#8221; hatten das dann einfach mal veröffentlicht, während der Rest der &#8220;Freunde&#8221; ihn politisch fallen gelassen hatte. Jetzt gibt es einen ausgemachten Bankenfan: Joachim Gauck. Der soll ein guter Mann sein, sagt man. So eine Art Johannes Rau aus dem Osten. Manche meinen, er sein kein guter Mann &#8211; meistens kommen die aus dem Osten: er soll, laut <a target="_blank" href="http://www.taz.de/!54779/" >TAZ</a>, die Gauckbehörde nicht gerade konstruktiv geleitet haben. Die Grünen mögen den Gauck auf einmal auch nicht mehr, siehe <a target="_blank" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13878478/Die-Gruenen-streiten-ploetzlich-ueber-Joachim-Gauck.html" >Welt</a>:</p>
<p><strong>Grummeln nach der Einigung: Grüne, Linke und Zuwanderer ziehen die Eignung Joachim Gaucks für das Amt des Bundespräsidenten in Zweifel. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele verlangte von Gauck am Dienstag Erklärungen zu Äußerungen über Hartz IV, die Occupy-Bewegung und den ehemaligen Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin.</strong></p>
<p>Der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,816601,00.html" >Spiegel</a> springt sofort in die Bresche und schützt den Präsidenten: alles falsch zitiert, so heißt es dort auf einmal. Ein Blick in die Bloggerwelt zeigt: hier hat ein Qualitätsmedium ausnahmsweise mal recht &#8211; die Zitate zu Occupy, Sarrazin und Hartz IV sind übel aus dem Zusammenhang gerissen. So ein Umgang ist nicht fair. Dabei erscheinen die Zitate wieder in einem anderen Licht, wenn man einen weiteren  Zusammenhang sieht &#8211; ein Gauklertrick jagt halt den nächsten.</p>
<p>So ist der Herr Gauck Mitglied in zwei sehr erlauchten Gremien: zum einen der Atlantikbrücke, zum anderen der &#8220;deutschen Nationalstiftung&#8221;. Die Atlantikbrücke dürfte bekannter sein &#8211; zur Erinnerung hier etwas von den sehr empfehlenswerten <a target="_blank" href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=5806#h02" >Nachdenkseiten</a>:</p>
<p><strong>Alle Personen sind zu den Bilderberg-Treffen dabei als Privatpersonen eingeladen. Dagegen spricht nach meiner Kenntnis, dass deutsche Politiker auf Kosten des Steuerzahlers an den Treffen teilnehmen. Dagegen sprechen auch politische Schwenks, die unmittelbar nach Bilderbergtreffen politisch verwirklicht wurden. </strong><br />
<strong>Als Beispiel, auch wegen gewisser Ähnlichkeiten:</strong></p>
<p><strong> 1982 waren Kohl und Lambsdorff auf dem Bilderbergtreffen und nachfolgend wurde mit dem so genannten Lambsdorff-Papier als Auslöser die sozial-liberale Koalition beendet und von einer schwarz-gelben Koalition mit Kohl als Kanzler abgelöst.2005 waren Schröder und Merkel auf dem Bilderberg-Treffen (Schröder war offiziell nicht eingeladen und stand auch nicht auf der Teilnehmerliste). Unmittelbar nach dem Treffen verkündet Schröder, dass er über ein Misstrauensvotum gegen sich den Bundestag auflösen und Neuwahlen einleiten will. In der Folge wurde Merkel Bundeskanzlerin.</strong></p>
<p><strong> Die Bilderberg-Treffen sind nur eine von vielen Aktivitäten, die von Leuten ausgeführt werden, die hierfür nicht gewählt wurden. Dazu gehören die zahlreichen als Think Tanks oder Denkfabriken bezeichneten Organisationen, die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang zu den Bilderbergern stehen, wie z. B. das Aspen Institut, die Atlantikbrücke und die Trilaterale Kommission, der Council on Foreign Relations, der Club of Rome und etliche weitere Institutionen und Stiftungen, die mit immensem politischen Einfluss ausgestattet sind. Ein direkter Zusammenhang besteht zu der ebenfalls von Rockefeller gegründeten Trilateralen Kommission, die auch wieder als harmloses Instrument politischen Austausches in der Öffentlichkeit ausgewiesen wird, während lt. Verschwörungstheorien ihr Einfluss größer als der westlicher Regierungen ist, einer Ansicht, der ich mich anschließe.</strong></p>
<p>Bei den Teilnehmern der Trilateralen Kommission finden wir auch den Herrn Köhler wieder, zusammen mit Ackermann, Biedenkopf, Schröder, Leisler-Kiep, Helmut Schmidt, Bill Clinton und George H.W.Bush.</p>
<p>Das ist jetzt mal wichtig, um die Zusammenhänge zu sehen. Der in der Parteispendenaffäre <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walther_Leisler_Kiep" >sehr auffällig gewordene Walter Leisler-Kiep</a> ist  Ehrenvorsitzender der Atlantikbrücke, die er 16 Jahre lang geleitet hatte, Schmidt und Biedenkopf haben die deutsche Nationalstiftung gegründet. Schön, wie in Deutschland alles so zusammenhängt, oder?</p>
<p>Kommt noch besser: schauen wir uns die Atlantikbrücke einmal genauer an &#8211; zum Beispiel im Rahmen der <a target="_blank" href="http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/Bertelsmann-kritische_Informationen_und_Materialien#Atlantik-Br.C3.BCcke" >Bertelsmannkritik</a>:</p>
<p><strong>&#8220;Dass von den Aktivitäten der Atlantik-Brücke wenig in der Öffentlichkeit bekannt wird, ist Absicht. Es ist kein Verein, der nach außen wirken will. Vielmehr wird in aller Stille agiert, was dem Verein zuweilen das Image eines Geheimbundes verleiht &#8211; und den Ruf eines elitären Clubs. Um eine Mitgliedschaft in der Atlantik-Brücke bewirbt man sich nicht, man wird dazu aufgefordert. So mag die Zahl von 360 Mitgliedern gering erscheinen, ihr Einfluss aber gilt als bedeutend. Die Atlantik-Brücke wird unterstützt von allen großen deutschen Unternehmen. Die Namensliste des Vorstands und Kuratoriums liest sich wie ein Who s who der Politik und Wirtschaft. Und auf der anderen Seite des Atlantiks engagieren sich nicht weniger einflussreiche Gesprächspartner.</strong></p>
<p>Man wird zur Mitgliedschaft aufgefordert &#8211; sieh mal einer an. Jeden will man da nicht drin haben &#8211; aber den Herrn Gauck. Worum es der Atlantik-Brücke geht? Um Lobbyarbeit für die reichsten Familien der USA:</p>
<p><strong>&#8220;Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben&#8221;, sagt der Vorstands-Chef der Atlantik-Brücke, Arend Oetker. Um Probleme effizient zu lösen, ist es eben hilfreicher, wenn sich die Entscheidungsträger persönlich kennen. Ein Missverständnis kann schnell mit einem Telefonanruf ausgeräumt werden &#8211; größere transatlantische Probleme, wie die US-Zölle auf Stahl, sorgen zwar auch innerhalb der Atlantik-Brücke für Stirnrunzeln. Die Freundschaft aber können sie nicht trüben.&#8221;</strong></p>
<p>Diese Freundschaften bestehen eben auch dann, wenn es einen aktiven Wirtschaftskrieg der US-Finanzelite gegen Europa gibt.<a target="_blank" href="http://www.lobbypedia.de/index.php/Atlantik-Br%C3%BCcke" > Lobbypedia</a> bringt dies auf den Punkt:</p>
<p><strong>Eingetragener Verein. Die deutsch-amerikanische Organisation ist ein logenähnlicher Interessenverband, dem führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien angehören, die über das gemeinsame Netzwerk gesellschaftspolitischen Einfluss nehmen und Kontakte pflegen. </strong></p>
<p>Über das gesamte Netzwerk wird gesellschaftspolitischer Einfluss genommen &#8230; und der Umbau der sozialen Bundesrepublik Deutschland zu einer US-Filiale durchgeführt?</p>
<p>Das amtierende Chef der Atlantikbrücke, <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz" >Friedrich Merz</a> (bekannt geworden durch seine Superhonorare für den Verkauf der WestLB oder seine viele Nebentätigkeiten, über die er lieber nicht reden wollte), arbeitet deshalb auch passenderweise für eine <a target="_blank" href="http://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2011/08/mayer-brown-startet-in-dusseldorf-aus-fur-buros-in-koln-und-berlin" >US-Kanzlei</a>, die ihren Schwerpunkt dieses Jahr nach Düsseldorf verlegt hat. Was sie tun? Sie helfen Unternehmen, die Gesellschaft klein zu machen, siehe <a target="_blank" href="http://rsw.beck.de/CMS/?toc=JUS_Kanzleiprofile.002" >Beck.de</a>:</p>
<p><strong>Wir beraten Unternehmen vor allem im Gesellschaftsrecht, Bank- und Finanzrecht, Immobilienrecht, Steuerrecht, Kartellrecht sowie im Arbeits-, Prozess- und Wettbewerbsrecht.</strong></p>
<p>Wo die erfolgreich sind, verliert die Gemeinschaft, der deutsche Staat und der Bürger.</p>
<p>Es gibt auch eine schön-brisante Verschwörungstheorie zur Atlantikbrücke, siehe <a target="_blank" href="http://www.heise.de/tp/artikel/8/8114/1.html" >Telepolis</a>:</p>
<p><strong>Auf ihrer <a target="_blank" href="http://www.raf-phantom.de/" >Netzseite</a> verweisen die Autoren dann auf Parallelen zwischen der von der CIA gesteuerten italienischen Geheimloge P 2 und der &#8220;Atlantik-Brücke&#8221;: In ihr sei die gesamte wirtschaftliche, politische und publizistische Führungsschicht der Bundesrepublik versammelt. Und sie diene der USA als politisches Steuerungsinstrument in Deutschland, weil sie direkt an den amerikanischen Außenpolitik- und Geheimdienstapparat angebunden sei, und zwar über die beiden Einflussgruppen Council on Foreign Relations (CFR) und American Council on Germany. &#8211; Und allein das ist ja schon eine kleine Verschwörungstheorie wert &#8230;</strong></p>
<p><strong>Aber es kommt noch dicker: Denn auch die Kohl-Spendenaffäre wurde angeblich von der &#8220;Atlantik-Brücke&#8221; angezettelt und letztlich mit dem vorzeitigen Abgang der CDU-Führung gelöst. Fast alle Schlüsselfiguren des Parteispendenskandals sind nämlich tatsächlich in dem Verein organisiert, neben Walther Leisler Kiep auch der Waffenhändler Karlheinz Schreiber und Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein.</strong></p>
<p>Ungeheuerlich, oder? Gut, das die &#8220;Qualitätsmedien&#8221; die Verschwörer durch Verhängung eines Verschwörungstabus schützen &#8211; wir könnten ja nicht mehr ruhig schlafen &#8211; so wie jener Autor, der aus der Theorie einen Spielfilm gemacht hatte:</p>
<p><strong>Obwohl auch Gansel zuvor ein wenig an der Verschwörungstheorie mitgestrickt hat. Dem Kölner Express erzählte er: &#8220;Ich wurde während der Recherche massiv bedroht. Ich habe Sätze gehört wie Wenn Sie das verfilmen, können Sie Ihr Leben lang nie wieder ohne Angst ein Auto starten&#8217;&#8221;</strong></p>
<p>Ist jetzt der Moment gekommen, wo man fragen darf, warum die Atlantikbrücke sich gerade den Gauck ausgeguckt  hatte?</p>
<p>Im Balkanforum erfahren wir einiges über die inoffiziellen Geschäftsaktivitäten der <a target="_blank" href="http://balkanblog.org/2008/09/26/kaspar-verein-atlantik-brucke-ev/" >Atlantik-Brücke</a>:</p>
<p><strong>Neben den vorgenannten Zielen dient die Atlantikbrücke einflußreichen Kreisen aus Politik, den Medien und der Wirtschaft zum diskreten Aushandeln von nur noch als kriminell zu bezeichnenden Geschäftsaktivitäten – sowohl alle Beteiligten in der Affäre um den Waffenhändler Schreiber wie auch die Drahtzieher der skandalumwitterten Privatisierung der Leuna-Werke und der ostdeutschen Werften (Vulkan-Affäre) waren Mitglieder des verschwiegenen „old boy network“. Genannt seien nur die Namen Karl-Heinz Schreiber, Holger Pfahls und Dieter Holzer, bzw. Birgit Breuel als Treuhandchefin, Atlantikerin und Nachfolgerin der durch Mord aus dem Weg geräumten Carsten Rohwedder, nur weil dieser „nicht schnell genug“ privatisierte, um die ostdeutschen Werte in den Rachen der westalliierten Investmentgesellschaften zu schaufeln.</strong></p>
<p>Und das mitten in Deutschland? Oh &#8211; es kommt aber noch besser &#8230; wenn wir den Blick auf die deutsche Nationalstiftung wenden. Auch hier ist der Gauck Mitglied &#8211; Netzwerke und Seilschaften brauchen halt Personal, das sich für die Durchführung ihrer Ziele eignet. Während die Atlantik-Brücke hinter verschlossenen Türen arbeitet, legt die <a target="_blank" href="http://www.nationalstiftung.de/pdf/Thesen.pdf" >deutsche Nationalstiftung</a> ihre Interessen offen dar:</p>
<p><strong>Wir brauchen in Deutschland politische Schritte mit einer längeren Perspektive. Folgende wichtige Komponenten sind für die Gesundung Deutschlands nötig: </strong><br />
<strong> Umbau der Sozialversicherung; </strong><br />
<strong> Renovierung der öffentlichen Finanzwirtschaft; </strong><br />
<strong> längeres Anhalten der Realeinkommen; </strong><br />
<strong> Verzicht auf weitere DM-Aufwertungen; </strong><br />
<strong> eine umfassende Deregulierung auf allen Gebieten.</strong></p>
<p>&#8220;Umfassende Deregulierung auf allen Gebieten&#8221; &#8230; das werden die Banken gern hören. &#8220;Anhalten der Realeinkommen&#8221; &#8230; dabei ist man schon sehr erfolgreich. Die DM ist schon weg &#8211; da wird nichts mehr aufgewertet, die Sozialversicherung nimmt nur noch Beiträge ein, zahlt aber kaum noch was aus (was zu &#8220;Gewinnen&#8221; der Bundesanstalt für Arbeit führt, Gewinne, für die man verdiente Parteikämpfer mit Pöstchen versorgen kann).</p>
<p>Auch sonst haben die auffällige Schwerpunkte: neben den Jugendprojekten findet man unter &#8220;weiteren Projekten&#8221; nur ein einziges:  Zusammenarbeit mit der Führungsakademie der Bundeswehr. Das ist natürlich völlig unbedenklich. Immerhin leben wir im Zeitalter der &#8220;<a target="_blank" href="http://www.nationalstiftung.de/projekte.php?PHPSESSID=e8cc53d86ba95db7fa87e1130bfd366d" >zivil-militärischen Zusammenarbeit</a>&#8220;, die unser Leben <a target="_blank" href="http://www.bo-alternativ.de/friedensplenum/2010/04/15/%E2%80%9Ezivil-militarische-zusammenarbeit/" >ganz neu prägen wird</a>:</p>
<p><strong> Der Begriff ist ein klassischer Euphemismus, steht er doch für Militarisierung – für die Präsenz des Militärs in allen Bereichen gesellschaftlichen Lebens. </strong></p>
<p>Fügt man nun die Puzzlestückchen zusammen, so kann einem schnell mulmig werden: alle Anzeichen für einen potentiellen Staatsstreich sind vorhanden &#8211; zumindest sind Absicherungen zu erkennen, das bestehende Umverteilungssystem unter allen denkbaren Umständen schützen zu können.</p>
<p>Wozu man nun noch einen Gauck braucht?</p>
<p>Nun &#8211; die<a target="_blank" href="http://www.fr-online.de/politik/joachim-gauck-differenzen-mit-dem-linken-spektrum,1472596,4470846.html" > Frankfurter Rundschau</a> zitiert ihn hier &#8230; hoffentlich vollständig:</p>
<p><strong>Für ihn sei der Wert der Freiheit von allergrößter Bedeutung. Das sehe man im linken Spektrum zuweilen ganz anders, weil dort Werte wie Solidarität und staatliche Fürsorglichkeit vertreten würden.</strong></p>
<div>
<p><strong>Gauck sagte, Freiheit sei anstrengend und schwierig. Er kritisierte, für viele bestehe Glück darin, dass es ihnen morgen materiell besser gehe als heute. Diese Reduzierung des Lebensglücks auf Wohlfahrt und Wohlstand halte er für kindisch.</strong></p>
</div>
<p>Stimmt. Lebensglück lässt sich nicht auf Wohlfahrt und Wohlstand reduzieren &#8211; aber Armut, Hunger, Kälte und Ausgrenzung aus der menschlichen Gemeinschaft sind für viele nicht-asketisch geprägte Menschen auch nicht gerade glücksfördernd. Lasst uns aber mal weggehen von dem kindischen Gerede der Sozialromantiker &#8211; hin zu den wirklichen Machern der Gesellschaft. Auch hier hat Gauck eine Meinung:</p>
<p><strong>Zur schwierigen Haushaltssituation der Republik und der Staatsverschuldung sagte Gauck, es sei nicht zu erwarten, dass Politiker die Motoren dieser &#8220;dringend notwendigen öffentlichen Debatte sein werden&#8221;. Die Politik müsse lernen, deutlich über den nächsten Wahltermin hinaus zu denken. Es sei Aufgabe der Bürger und Intellektuellen, Schwung in diese Diskussion zu bringen. Die Politik stehe öffentlichen Konflikten ungeheuer furchtsam gegenüber.</strong></p>
<p>Ob er deshalb einfach mal so in die Atlantikbrücke eingeladen worden ist? Die bringen ja auch Schwung ins Land &#8211; Leiharbeit, massive Kürzungen im Sozialbereich, Auslandseinsätze der Bundeswehr als Hilfstruppen der USA, massive Staatsverschuldung zur Rettung der Profite der US-Konzerne oder zur luxuriösen Suventionierung maroder Wirtschaftszweige &#8230; wie langweilig wäre unser deutsches Leben, wenn wir diesen Schwung nicht hätten!</p>
<p>Man sieht &#8211; man braucht die &#8220;bösen&#8221; Zitate über Gauck nicht, um ihn unheimlich zu finden. Erstmal gibt es genug andere &#8211; und außerdem bewegt er sich in seltsamen Kreisen &#8230; in Kreisen, in denen man die Vorstellung einer Welt ohne Diktatur der Märkte  &#8221;kindisch&#8221;, &#8220;albern&#8221; und &#8220;romantisch&#8221; findet.</p>
<p>Mein Hauptkritikpunkt an Gauck wäre jedoch der gleiche wie der an Merkel: Menschen, die ihr Leben lang in einer Diktatur gelebt haben, fehlt jegliche Erfahrung und jegliches Maß dafür, wenn eine Demokratie durch die Feinde der offenen Gesellschaft überrollt wird, wenn Netzwerke und Interessengruppen die Freiheit missbrauchen, um sich durch Absprachen und Kartelle das Volksvermögen anzueignen. Bis die beiden Ossis merken, das der goldene Westen bald nur noch aus Messing ist, ist es zu spät.</p>
<p>Dabei würde es reichen, den <a href="http://www.nachrichtenspiegel.de/wp-admin/post-new.php" >&#8220;Spiegel&#8221;</a> zu lesen und zu verstehen, um zu merken, woher der Wind weht:</p>
<p><strong>Stoppt die 130-Milliarden-Überweisung!</strong></p>
<p><strong>Griechenland ist pleite. Das Land braucht nicht 50 oder 70, sondern 100 Prozent Schuldenerlass, soll es wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen. Doch das Hilfspaket, das die Euro-Finanzminister heute Nachmittag absegnen sollen, hilft nicht in erster Linie den Griechen, sondern ihren Gläubigern. </strong></p>
<p>Das ist mal eine Riesenbeute, oder? Alles andere als kindisch, albern und romantisch. Der größte Bankraub der Geschichte auf Kosten der europäischen Union. Da wird auch wieder viel &#8220;Bakschisch&#8221; fließen, viel hinter verschlossenen Türen verhandelt werden &#8211; die Strukturen sind ja da und äußerst erprobt. Und zur Sicherung der Beute <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,816644,00.html" >schafft die Bundeswehr jetzt noch mehr Drohnen an</a>, um die flächendeckende Beobachtung des Landes zu ermöglichen.</p>
<p>Nach <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leuna-Aff%C3%A4re" >Leuna</a> und <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bremer_Vulkan" >Vulkanwerft</a> (wie eigentlich der ganzen Verschleuderung der DDR) ein weiterer Coup jener Menschen, die in aller Munde sind &#8211; über die man aber nicht reden darf.</p>
<p>Und für die wird Gauck augenscheinlich der ideale Präsident zu sein. Der wird alles unterschreiben, was den Interessen von Atlantikbrücke und deutscher Nationalstiftung nützt &#8211; oder?</p>
<p>Vielleicht &#8230; irre ich mich da aber auch. Ich will es hoffen.</p>
<p>PS: und nicht vergessen &#8211; am <a href="http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/16/erster-nationaler-kaufnix-tag-4-juli-2012/" >4.Juli 2012 ist nationaler Kaufnix-Tag</a>. Wer Atlantikbrücke und deutscher Nationalstiftung mal etwas Handfestes  zum Nachdenken geben möchte, sollte den Tag nicht ungenutzt verstreichen lassen.</p>
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<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/627f1a6c5ad641eb8e2201fafcdd661e" width="1" height="1" alt=""></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Und dann war da noch Klaus Ernst und der Parteivorstand der Linken</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 09:31:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Regenbogenbieger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsterror]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Ernst]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar Lafontaine]]></category>
		<category><![CDATA[Unwählbar]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nachrichtenspiegel.de/?p=13297</guid>
		<description><![CDATA[Von Jochen Hoff &#160; Es ist kein Geheimnis, dass ich und viele Andere Oskar Lafontaine nicht mehr über den Weg trauen, seit er bei den Sozialdemokraten die Brocken hingeschmissen hat, anstatt für seine Position und die Menschen in diesem Land zu kämpfen. Einmal ein Verräter bedeutet für Leute wie mich, immer ein Verräter. Daran kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address>Von <a target="_blank" href="http://www.duckhome.de/tb/authors/1-Jochen-Hoff" >Jochen Hoff</a></address>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Es ist kein Geheimnis, dass ich und viele Andere Oskar Lafontaine nicht mehr über den Weg trauen, seit er bei den Sozialdemokraten die Brocken hingeschmissen hat, anstatt für seine Position und die Menschen in diesem Land zu kämpfen. Einmal ein Verräter bedeutet für Leute wie mich, immer ein Verräter. Daran kann Lafontaine nichts mehr ändern und will es vermutlich auch gar nicht, weil ihn meine Meinung nicht sonderlich interessieren dürfte. Allerdings muss ich Oskar Lafontaine immer mal wieder loben, weil er kluge Dinge sagt und damit Menschen zum Nachdenken anregt. Ein solcher Beitrag war auch sein Vorschlag Georg Schramm als Kandidaten der Linkspartei für die Wahl des Bundespräsidenten vorzuschlagen. Ein wunderbares Stück Realsatire, das ja vor allem einen tollen Hintergrund durch Schramm selber hat.</p>
<p>Das hätte man schön so stehen lassen können und die intelligenten Menschen in diesem Land, also eigentlich das klassische Wählerpotenzial der Linken hätten begriffen, fein gelächelt und sich gefreut, während der politische Gegner sich darüber mokiert hätte, das Schramm eine Verunglimpfung des ach so tollen Amtes des Bundespräsidenten bedeutet, was natürlich nicht stimmt weil Schramm dieses Land liebt und deshalb so stark leidet. Aber leider hat die Linke keinen intelligenten Parteivorsitzenden sondern Klaus Ernst, eine Gewerkschaftsfunktionär, dessen Innovationsfähigkeit sich auf das Erstellen neuer Antragsformulare beschränkt, die dazu dienen sollen weitere Antragsformulare anzufordern&#8230;</p></blockquote>
<p><a target="_blank" href="http://duckhome.de/tb/archives/9878-Und-dann-war-da-noch-Klaus-Ernst-und-der-Parteivorstand-der-Linken.html" >Hier klicken zum weiterlesen und um ein paar nette Videos zu schauen</a>.</p>
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		<title>Aschermittwoch</title>
		<link>http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/22/aschermittwoch/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 04:30:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Chomyn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nachrichtenspiegel.de/?p=13294</guid>
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		<title>ein Kinderspiel</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 05:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Chomyn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>

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		<title>Gauck- „Was schert mich mein Geschwätz von Gestern“- Herr Diekmann HANDELN SIE</title>
		<link>http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/20/gauck-%e2%80%9ewas-schert-mich-mein-geschwatz-von-gestern-herr-diekmann-handeln-sie/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 20:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rest]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch kein Tag ist Herr Gauck im Amt und schon hat der Lack den ersten Kratzer. Was wusste die Kanzlerin Merkel ? Merkel hat Gauck bereits vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten ihr volles Vertrauen ausgesprochen. Nach so einer Vertrauenserklärung dauerte die verbleibende Amtszeit betreffender Politiker nur noch zwei Wochen. Herr Diekmann HANDELN SIE !!!! &#160; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch kein Tag ist Herr Gauck im Amt und schon hat der Lack den ersten Kratzer.</p>
<p>Was wusste die Kanzlerin Merkel ? Merkel hat Gauck bereits vor seiner Wahl zum Bundespräsidenten ihr volles Vertrauen ausgesprochen.</p>
<p>Nach so einer Vertrauenserklärung dauerte die verbleibende Amtszeit betreffender Politiker nur noch zwei Wochen.</p>
<p>Herr Diekmann HANDELN SIE !!!!</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=T6_5MVcfSnk" ><img src="http://img.youtube.com/vi/T6_5MVcfSnk/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wir können uns den Mittelstand nicht mehr leisten &#8211; und den Rest des Volkes erst recht nicht: drei Jahre Eifelphilosoph</title>
		<link>http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/20/wir-konnen-uns-den-mittelstand-nicht-mehr-leisten-und-den-rest-des-volkes-erst-recht-nicht-drei-jahre-eifelphilosoph/</link>
		<comments>http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/20/wir-konnen-uns-den-mittelstand-nicht-mehr-leisten-und-den-rest-des-volkes-erst-recht-nicht-drei-jahre-eifelphilosoph/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 12:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eifelphilosoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gauck]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Korporatokratie]]></category>

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		<description><![CDATA[Montag, 20.2.2012. Eifel. Gestern habe ich ein Datum verpasst: meinen Bloggerjahrestag. Sozusagen mein Geburtstag in der virtuellen Welt. Ich bin nun kein Karnevalsnarr - und selbst, wenn ich einer wäre, hätte ich in unserem kleinen Tal keine Möglichkeit, mich unter den Augen der Öffentlichkeit völlig gehen zu lassen, mich in die Vorgärten der Nachbarn zu erbrechen oder an ihre Haustüren zu urinieren. Hier wohnt halt sonst keiner - und Füchse, Rehe, Wildschweine, Milane (meine liebsten Nachbarn) interessieren sich nicht für solche Narreteien. So kam es, das ich an einem Karnevalstag einen Blog anfing - einen persönlichen Eifelphilosophblog. An und für sich lässt mir mein Alltag für solch einen eitlen Unsinn keine Zeit, aber zu Karneval dachte ich: sei doch auch mal ein Narr. Drei Jahre ist das jetzt her - die Anzahl der Artikel geht in die Tausende - da steht mitlerweile schon ein dickes Buch im Internet. Fragt man sich jetzt, warum man das macht - in einem an sich schon übervollen Tag noch ein wenig Wörter unterzubringen - so ist die Antwort einfach: die Bude brennt, jemand sollte die Feuerwehr holen. Das ist mir aber erst aufgefallen, als ich mich gezwungen sah, mich wegen der Artikel sorgfältiger mit den Nachrichten auseinander zu setzen. Schauen wir uns doch heute mal die Brände im Detail an:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Montag, 20.2.2012. Eifel. Gestern habe ich ein Datum verpasst: meinen Bloggerjahrestag. Sozusagen mein Geburtstag in der virtuellen Welt. Ich bin nun kein Karnevalsnarr &#8211; und selbst, wenn ich einer wäre, hätte ich in unserem kleinen Tal keine Möglichkeit, mich unter den Augen der Öffentlichkeit völlig gehen zu lassen, mich in die Vorgärten der Nachbarn zu erbrechen oder an ihre Haustüren zu urinieren. Hier wohnt halt sonst keiner &#8211; und Füchse, Rehe, Wildschweine, Milane (meine liebsten Nachbarn) interessieren sich nicht für solche Narreteien. So kam es, das ich an einem Karnevalstag einen Blog anfing &#8211; einen persönlichen Eifelphilosophblog. An und für sich lässt mir mein Alltag für solch einen eitlen Unsinn keine Zeit, aber zu Karneval dachte ich: sei doch auch mal ein Narr. Drei Jahre ist das jetzt her &#8211; die Anzahl der Artikel geht in die Tausende &#8211; da steht mitlerweile schon ein dickes Buch im Internet. Fragt man sich jetzt, warum man das macht &#8211; in einem an sich schon übervollen Tag noch ein wenig Wörter unterzubringen &#8211; so ist die Antwort einfach: die Bude brennt, jemand sollte die Feuerwehr holen. Das ist mir aber erst aufgefallen, als ich mich gezwungen sah, mich wegen der Artikel sorgfältiger mit den Nachrichten auseinander zu setzen. Schauen wir uns doch heute mal die Brände im Detail an:</p>
<p>da merken wir zum Beispiel, das wir uns den Mittelstand nicht mehr leisten können. Wie anders soll ich die Tatsache beschreiben, das die Deutsche Mittelstandsbank IKB ihre Verluste vervielfacht hat, siehe <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/neunmonatszahlen-ikb-haeuft-fast-eine-halbe-milliarde-euro-verlust-an/6230106.html" >Handelsblatt</a>:</p>
<p><strong>Ausgerechnet am Rosenmontag, an dem im Rheinland Ausnahmezustand herrscht, hat die Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB ihre Neunmonatszahlen präsentiert. Ihr Verlust hat sich fast verdreifacht.</strong></p>
<p>Toll, wie die leben können, oder? Wenn ich als Familienvater meine Verluste vom Vorjahr verdreifache, dann bin ich schon seit sechs Monaten verhungert. Toll ist auch die Begründung für die Verluste: von &#8220;hohen Abschreibungen&#8221; ist da die Rede. Dahinter verbirgt sich &#8211; vermute ich jetzt mal &#8211; eine Vielzahl von Unternehmen, die wegen der Kreditklemme in den Konkurs gegangen sind. Darüber redet die Presse aber nicht mehr. Das kann man auch ganz öffentlich nachlesen &#8211; nur: an Stelle eines Sturmes der Entrüstung herrscht hier Schweigen. Die wichtigste Information der letzten vier Jahre findet man in einem <a target="_blank" href="http://www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/wozu-noch-journalismus-beitrag-zu-einer-serie" >Artikel von Jakob Augstein </a>- einem Artikel, den ich schon oft zitiert habe und noch öfter zitieren werde:</p>
<p><strong>Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht worden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.</strong></p>
<p><strong>Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: &#8220;Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats&#8221;löhne&#8221; das sind), das steht auch nicht in der Zeitung. Die Süddeutsche (vom 15. 1.) beispielsweise versteckt die Mitteilung, dass die Hypo Real Estate zum vierten Mal in vier Monaten Milliarden Bargeld und Bürgschaften braucht, unter der Überschrift &#8220;Wenn Steinbrück an die Tür klopft&#8221;.&#8221;</strong></p>
<p>Während der Journalist &#8211; die angeblich &#8220;vierte Macht&#8221; im Staate &#8211; sowieso schon den ganzen Tag aufpassen muss, das er nicht auf irgendwelche Minen tritt (Anzeigenkunden, Parteivertreter, Chefredakteure, Eigentümer, neidische Kollegen und &#8220;feindliche&#8221; Anwälte) und insofern nur noch eine gründlich vorgereinigte Berichterstattung den Kunden Bürger erreicht, haben wir inzwischen Verhältnisse, in denen die Kanzlerin des Deutschen Reiches ihre Direktiven direkt an die zuständigen Chefredakteure durchreicht &#8211; ohne das gleich tausend Zeitungen aufschreien, das die Demokratie damit ihr Ende gefunden hat &#8211; und dies der Todestag der deutschen Medien war, die in Folge nur noch Hofberichterstattung machen &#8211; etwas, wovon &#8220;Der Spiegel&#8221; schon seit zwanzig Jahren gut lebt.</p>
<p>Von diesen Leuten werden wir nicht erfahren, das &#8220;wir&#8221; uns &#8211; neben den Arbeitslosen und den Griechen &#8211; auch bald den Mittelstand nicht mehr leisten können. Es ist ja dieser Scheiss-Mittelstand, der seine verdammten Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Ja, da muss man mal auf die Fäkalsprache ausweichen, da muss man mal ganz deutlich werden: diesen Scheiss-Mittelstand, den wollen wir nicht mehr. Deutschland braucht Menschen, die von den Zinsen ihres Kapitals leben können. Die können sich den ganzen tollen Freizeitzirkus auch leisten, die haben Zeit, sich die tollen Talk-Shows anzuschauen, die können mit unwirtschaftlichen und ökologisch kriminellen SUV´s drei Parkplätze auf einmal belegen, die haben Zeit, allen möglichen Ramsch zu kaufen, den sich die Konzerne ausgedacht haben &#8230; der langweilige Mittelstand jedoch, diese erbärmlichen Kretins, die blöd glotzend auf Bootsmessen ihre stinkenden Billigfüsse auf die noblen Hölzer edelster Yachten abtreten, die auf Autoshows bierrülpsend ihre Sozialneidkommentare abgeben und ansonsten die schönsten Traumziele der Welt mit ihrer Anwesenheit belästigen: die brauchen wir nicht, die wollen wir nicht und die können wir uns auch nicht mehr leisten.</p>
<p>Was wir brauchen, sind Menschen, die sich den schönen Dingen unserer Kultur widmen, erfolgreiche, wohlriechende Menschen von edler Gestalt und makellosem Äusserem, die auch genug Geld haben, sich mit den Kunstprodukten der Medienwelt zu umgeben &#8211; siehe <a target="_blank" href="http://www.krone.at/Nachrichten/Party_als_lukrativer_Nebenjob_Stars_im_Einkaufswagerl-Gutes_Geschaeft-Story-311170" >Krone</a>:</p>
<p><strong>Das Geschäft mit Leasing-Promis boomt. Bezahlte Gäste sorgen für Glanz und Glamour bei Bällen, Partys undBoutiquen-Eröffnungen…</strong></p>
<p><strong>Der britische &#8220;Daily Star&#8221; veröffentlichte kürzlich eine Liste von angeblichen Tarifen und taxierte Brigitte Nielsen auf unglaubliche 190.000 Euro (ohne Rabatt). Paris Hilton wird mit 100.000 Euro pro Abend ausgepreist. Rund 30.000 kosten Borderline-Celebrities wie Kim Kardashian oder Katie Price.</strong></p>
<p>Was nun ein &#8220;Borderline-Celebritie&#8221; ist, weiß ich nicht, das bleibt das Geheimnis des Autors des Artikels, den ich nur zitierte, um zu zeigen, welche Menschen in Deutschland &#8220;In&#8221; sind, welche von der Presse hofiert werden: das sind die, die sich &#8220;Promis&#8221; leasen können. Was nun &#8220;Promis&#8221; eigentlich sind? Nun, das sind jene Menschen, deren Gesichter für viel Geld in die Medien gebracht werden, damit sie nachher für viel Geld verkauft werden können.</p>
<p>Während hier das Geld sinnvoll weitergereicht wird und die &#8220;Schönen&#8221; an die &#8220;Reichen&#8221; bindet, verschleudert der Mittelstand sein erbärmlich knappes Geld für etwas ebenfalls völlig erbärmliches: zum Zwecke der Fortpflanzung seiner eigenen Erbärmlichkeit, die selbst dadurch unsterblich wird: 120 000 Euro gibt er nach Angaben der <a target="_blank" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13875628/Windeln-Geige-Laptop-Was-Kinder-wirklich-kosten.html" >Welt</a> für seinen Nachwuchs aus: dafür hätte er sich fast einen Abend mit Paris Hilton und Katie Price ZUSAMMEN leisten können. Für die Pflege seiner Brut ist genug Geld da &#8211; aber nicht für die Begleichung der Forderungen der IKB-Bank, oder? Wie unverantwortlich ist das denn?</p>
<p>Dabei muss man mal ganz klar sehen, das der Mittelstand &#8211; die Ärzte, Handwerker, Unternehmer, Lehrer, Beamte, Verkäufer, Bauern, Wissenschaftler und was es da sonst noch an Gesochse gibt &#8211; allein nicht ausreicht, um ein Land überleben zu lassen. Schauen wir uns doch mal Griechenland an &#8211; nur als Beispiel. Hier hat der &#8220;Starökonom&#8221; (diesen Titel vergibt der &#8220;Spiegel&#8221; im Auftrag neoliberaler Verbände) <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,816291,00.html" >Hans-Werner-Sinn</a> ein wahres Wort gesprochen, als er die Folgen eines denkbaren Ausschlusses der Griechen aus der Eurozone skizziert hat:</p>
<p><strong>Die reichen Griechen, die zig, wenn nicht hunderte von Milliarden Euro in der Schweiz deponiert haben, fänden es angesichts der gesunkenen Immobilienpreise und Löhne wieder interessant, in ihrem eigenen Land in Arbeitsplätze zu investieren.</strong></p>
<p>Das sind halt die echten Menschen, die richtigen Menschen, Menschen, die selbstständig aus der Kraft ihrer eigenen Zinseinkünfte leben können und nicht von Transferleistungen von Krankenkassen, Kunden oder Arbeitgebern abhängig sind wie der ganze widerwärtige Mittelstand (samt reicher bundesdeutscher Ärzteschaft), der nichts anderes kann als vom Geld anderer zu leben und dann noch großartig von Demokratie faselt. Gut, das der Schäuble diesem Gerede jetzt ein Ende gesetzt hat &#8211; auch wenn das wieder keiner bemerkt. So findet sich im <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,816203,00.html" >Spiegel</a>:</p>
<p><strong>Schäuble sagte, es bedürfe nun einmal schmerzlicher Prozesse, um Griechenlands Probleme zu beseitigen. Das sei einer der Gründe, warum die Umsetzung &#8220;nicht immer so umfassend und schnell und überzeugend&#8221; klappe wie gewünscht. &#8220;So etwas nagt dann auch an der Glaubwürdigkeit.&#8221; Doch die sei das wichtigste Gut gegenüber den europäischen Partnern, den Märkten, potentiellen Investoren und dem eigenen Volk.</strong></p>
<p><strong>Zugleich wies der Finanzminister den Vorwurf der Einmischung in innere griechische Angelegenheiten zurück. Die Staaten der Euro-Zone und die Troika aus EU, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) brauchten &#8220;eine hinreichende Gewähr dafür, dass das Vereinbarte unabhängig vom Ausgang von Wahlen eingehalten wird&#8221;.</strong></p>
<p>Na &#8211; toll formuliert, oder? Dieser Mann ist sein Geld wert &#8230; bzw. sein Pöstchen, das er nach seinem Ausscheiden aus dem Amt erhalten wird. Schröder, Fischer und Clement haben das ja vorgemacht. Wir können uns den Mittelstand auch politisch nicht mehr leisten &#8211; wo kommen wir dann dahin, wenn diese Kretins auf einmal anfangen, jene Schulden nicht mehr zu bezahlen, die Banken und Politiker ihnen aufgedrückt haben?</p>
<p>Das würde nur die echten, guten, richtigen Menschen davon abhalten, in ihrem Land zu verbleiben &#8211; das ging ja gar nicht. Man sieht ja am Beispiel Griechenlands, was geschieht, wenn die gehen: das Land ist pleite!!!</p>
<p>Das kann uns in Deutschland genau so schnell gehen, wenn wir diesen mistigen Mittelstand weiter mit durchfüttern. Politische Reformen stehen auch hier an: Wahlrecht (aktiv und passiv) sollte nur noch jenen zustehen, die ihren Lebensunterhalt allein aus Zinseinkünften bestreiten können &#8211; die haben ja auch Zeit dafür und sind von anderen Geldgebern unabhängig. Sie sind die wahren freien Menschen unserer Gesellschaft &#8211; und auch nur ihnen sollte es gestattet sein, ihre Meinung offen und öffentlich zu äußern. Es wäre gut, hier Lizenzen zu vergeben, die ebenso Sinn machen wie hochpreisige Gebärlizenzen, die in den USA schon angedacht sind.</p>
<p>Wir können uns dieses ganze Mittelstandsgesochse einfach nicht mehr leisten, ihre erbärmlichen Ansprüche, ihr Geld mit primitiver Arbeit verdienen zu wollen &#8211; ein Anspruch, der zeigt, das man es hier wirklich und in der Tat mit einer besonders minderwertigen und mittellosen Kaste zu tun hat, ja, mit einer kulturgeschichtlich und historisch ganz anderen Art von Mensch, der sich einfach überlebt hat.</p>
<p>Wir können es uns auch politisch nicht mehr mit diesem Ballast abgeben, der meint, zu jeder Entscheidung der Regierung seinen unqualifizierten Senf hinzugeben zu müssen. Das ganze Land kann sich diesen Pöbel nicht mehr erlauben, der mit seinen billigen Autos die Bahnen des Führers verstopft, mit seinen Abgasen die Innenstädte vergast und mit seinen großen gelben Mülltonnen die Straßen hässlich macht.</p>
<p>Wir brauche einfach ein Gewähr dafür, <em>das das Vereinbarte unabhängig von Wahlen beibehalten wird</em> &#8211; hier und überall in der Welt: niemals wieder dürfen wir es zulassen, das die Arbeitsbienen den Zinskönigen das Leben schwer machen.</p>
<p>So jedenfalls &#8230; ist das Credo der neuen Aristokratie. Sie bildet sich vor unser aller Augen &#8230; aber die Presse verschweigt, wie mächtig sie sind. Sie sind in aller Munde, aber keiner redet wirklich über sie. Sie sitzen an allen Tischen, ihre Berater sind in allen Gremien, aber trotzdem liest man immer seltener kritische Kommentare zu dieser grandiosen Rückentwicklung in Zeiten des Feudalismus und der Leibeigenschaft.</p>
<p>Eigentlich ist es ein großer Flächenbrand, der durch das Land tobt, ein Flächenbrand, den man tagtäglich überall beobachten kann. Es wäre Zeit für Löschflugzeuge. Da die Medien den Brand jedoch als grandioses Feuerwerk verkaufen und auch noch Beifall klatschen, bleiben die notwendigen Gegenmaßnahmen aus &#8211; sonst kämen wir ja einfach auch auf die Idee, das Problem &#8220;Griechenland&#8221; den Kreditausfallversicherungen der Privatwirtschaft zu überlassen: wenn die so blöde sind, den Pleitegriechen Geld zu leihen, dann sollen die auch dafür zahlen.</p>
<p>Ich denke: so lange der Brand tobt, werde ich meinen kleinen Eimer Löschwasser Tag für Tag zur Verfügung stellen &#8211; mehr ist mir mit meinen begrenzten Mitteln nicht möglich.</p>
<p>Wenigstens eins möchte ich diesmal bewirken: das nachher niemand mehr sagen kann:</p>
<p>WIR HABEN VON ALL DEM NICHTS GEWUSST!</p>
<p>Darum möchte ich heute auch meinen persönlichen Jahrestagsartikel mit einem Zitat des neuen Präsidenten der Bankenrepublik Deutschland aus dem <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/freiheit-verantwortung-toleranz-marktwirtschaft-hat-maengel-aber-sie-ist-lernfaehig/6230080-3.html" >Handelsblatt </a>beenden:</p>
<p><strong>Der Traum von einer Welt, in der man sich der &#8220;Bindung&#8221; der Geldmärkte entledigen könne, sei eine “romantische Vorstellung”, sagte Gauck bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung &#8220;Die Zeit&#8221; im vergangenen Oktober. Die Protestbewegung &#8220;Occupy Wall Street&#8221; und ihre deutschen Pendants würden rasch verebben, sagte er voraus. Und er macht klar, dass er auch die Freiheit der Banken verteidigen will: “Ich habe in einem Land gelebt, in dem die Banken besetzt waren.”</strong></p>
<p>Einen Präsidenten, der die Freiheit der Banken verteidigt: so etwas haben wir wirklich dringend gebraucht.  Die Zinskönige brauchen auch Schutz vor dem Pöbel &#8211; so muss das sein.</p>
<p>Den Mittelstand jedoch &#8211; können wir uns nicht mehr leisten: deshalb kommt unser Führungspersonal bald geschlossen aus der DDR: die hatten nie eine Chance zu merken, das hier Demokratie gezielt abgebaut wird &#8211; für die stellen selbst die Reste noch einen Gewinn dar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/f4fd7431918a4e59942e6f68049c59cd" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>städtische Reinigung</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Feb 2012 03:27:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Chomyn</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<hr />
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		<title>Ein Second-Hand &#8211; Präsident für Deutschland</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 16:35:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Ullrich</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rest]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder wird sich noch daran erinnern, als 2010 ein neuer Bundespräsident gewählt werden musste. Die Mitglieder der Bundesversammlung hatten sich zu entscheiden zwischen Pest und Cholera, egal, wer die Wahl zum Bundespräsidenten gewinnen würde, Wulff oder Gauck. Entschieden hatte man sich für Wulff, der ist nun wieder weg, die Gründe sind bekannt. Der „Leichnam von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder wird sich noch daran erinnern, als 2010 ein neuer Bundespräsident gewählt werden musste. Die Mitglieder der Bundesversammlung hatten sich zu entscheiden zwischen Pest und Cholera, egal, wer die Wahl zum Bundespräsidenten gewinnen würde, Wulff oder Gauck.</p>
<p>Entschieden hatte man sich für Wulff, der ist nun wieder weg, die Gründe sind bekannt. Der „Leichnam von Wulff“ war noch nicht kalt, da ging das schachern schon wieder los. Ein Bundespräsident muss her, welcher &#8220;Parteiübergreifend Zustimmung&#8221; findet. Und so ist es wie immer, der nächste Bundespräsident wird ein Bundespräsident der Parteien und nicht des Volkes sein.</p>
<p>Egal, wer die Wahl zum Bundespräsidenten gewinnt, Bundespräsidenten sind nur Schachfiguren im politischen Chaos. CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne können sich darauf verlassen , jedes noch so dumme Gesetz wird auch der nächste Bundespräsident unterzeichnen.</p>
<p>Nun erfahren wir heute aus der BILD am SONNTAG, dass 54 Prozent der Deutschen, Gauck für den richtigen Bundespräsidenten halten, warum erinnert mich das bloß an Westerwelle, zu Guttenberg und Wulff? Die BILD, „Königsmacher und Königsmörder“. Mehr Verständnis für die Meinungsmacher der BILD kann man aufbringen, wenn man weiß, für was Gauck steht.</p>
<p>Zum Beispiel beim Thema Afghanistan: Er könne die Beteiligung nicht verurteilen, &#8220;solange Soldaten aus Solidarität eingesetzt werden&#8221;, sagte Gauck. Krieg führen aus Solidaritätsgründen ?</p>
<p>Oder seine Worte zu den Abgehängten der Gesellschaft. Zu denen wolle er &#8220;nicht gnädig sein.&#8221;</p>
<p>Gauck ist bekennender Verehrer von Ex-Kanzler Schröder und dessen Agenda 2010. Er wird bei keiner Gelegenheit müde, zu erwähnen, dass die Agenda 2010 mutig gewesen sei. Gauck diskreditiert die Menschen, welche für ihre Rechte auf die Straße gehen, er nennt dieses demokratische Recht, töricht und geschichts- vergessen.</p>
<p>Gauck hatte sich ebenfalls abfällig über die kapitalismuskritische Occupy-Bewegung geäußert und in einem früheren Interview dem Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin Mut attestiert, als der mit strittigen Äußerungen zur Zuwanderung im Feuer der Kritik stand.</p>
<p>Gauck fehlt jegliche kritische Distanz zum Kapitalismus, der gerade heute für tiefe Verwerfungen innerhalb unserer Gesellschaft steht. Gauck , wahrscheinlich der größte deutsche Antikommunist von Gottes Gnaden mit neoliberalem Einschlag, wäre ein idealer Bundespräsident, für CDU/CSU/SPD und Grüne, aber vor allem für die FDP, denn Gauck vertritt alles was die FDP in ihren Parteiprogramm zu stehen hat.</p>
<p>Das nun die SPD eben diesen Gauck wieder ins Spiel bringt, hat für mich rein Partei – Politische Gründe, da die FDP eben auch in der Parteiführung einstimmig sich für Gauck ausgesprochen haben soll. Die CDU/CSU lehnen ab. Sollte Gauck nun doch mit den Stimmen von SPD/Grünen/FDP zum Bundespräsidenten gewählt werden, wäre die Regierung am Ende. Somit wäre das Ziel von SPD/Grünen erreicht, Gauck ist nur „Mittel zum Zweck“, und so wie so kein geeigneter Bundespräsident für Deutschland.</p>
<p>PS:   Joachim Gauck feierte  in der Bertelsmann-Repräsentanz seinen 70. Gebutstag. Der Siedler-Verlag, der zur Bertelsmann Tochter Random House gehört, richtete gemeinsam mit der Bundeszentrale für Politische Bildung die &#8220;öffentliche Familienfeier&#8221; (Tagesspiegel) aus. Merkel hielt die Laudatio.</p>
<p><a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=uOzccptlnng" ><img src="http://img.youtube.com/vi/uOzccptlnng/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 15:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Chomyn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Der Rest]]></category>

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		<title>urban crust</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 15:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Chomyn</dc:creator>
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		<title>Under Attack in Western Lybia</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 12:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Regenbogenbieger</dc:creator>
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<p><a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=s4tMfHXSKuQ" ><img src="http://img.youtube.com/vi/s4tMfHXSKuQ/default.jpg" width="130" height="97" border=0></a></p>
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		<title>There&#8217;s no crime against humanity a spot brush can&#8217;t fix.</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 20:06:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Regenbogenbieger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein kurzes Tutorial, wie man die Realität mit Photoshop (wie man sehen kann, von Kim Dingenskirchen &#8211; nein, nicht Dotcom &#8211; erfunden) ganz einfach der Wahrheit™ angleichen kann: [Wenn hier nichts zu sehen ist, bitte Beitrag anklicken] Weitere Artikel zum Thema:23. Januar 2012 -- Verschwörung, Teufel oder menschliche Natur: Was bringt uns alle um?8. Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kurzes Tutorial, wie man die Realität mit Photoshop (wie man sehen kann, von Kim Dingenskirchen &#8211; nein, nicht Dotcom &#8211; erfunden) ganz einfach der Wahrheit™ angleichen kann:</p>
<p><iframe src="http://www.collegehumor.com/e/6705603" frameborder="0" width="600" height="338"></iframe></p>
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		<title>Journalismus? So tot wie Griechenland, Bin Laden, Gaddafi und die Demokratie: die &#8220;höheren Menschen&#8221; säubern das Land</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 10:10:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eifelphilosoph</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Griechenland]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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		<description><![CDATA[Samstag, 18.2.2012. Eifel.  Sieht man sich diesen Beitrag mit Christoph R. Hörstel an, so kann verstehen, warum Menschen Verschwörungsängste entwickeln und panisch auf jede Andeutung reagieren, die Mächtigen dieser Welt würden sich jemals unterhalten, jemals Strategien entwickeln und Pläne schmieden um sich noch mehr Reichtum anzueignen.  Man hört dort ungeheuerliches aus dem Mund eines Mannes, der einen beachtlichen Lebenslauf hinter sich gebracht hat - die Piratenpartei als Projekt des Verfassunsschutzes ... ein ungeheuerlicher Vorwurf. Noch viel brisanter jedoch der Vorwurf, das der Journalismus tot ist. Natürlich darf auch nine-eleven nicht fehlen, das Flaggschiff aller Verschwörungstheorien. Aber mal ehrlich ... kann man wirklich mit Sicherheit ausschließen, das eine Regierung, die unter Vorspielung falscher Tatsachen fremde Länder angreift, erobert und politisch unbequeme Mitmenschen im Ausland ermorden läßt, auch mal ein paar tausend Menschen im eigenen Land umbringt ... wenn es denn den großen Zielen der Wirtschaft nützt? Kann man wirklich mit Sicherheit ausschließen, das der Verfassungsschutz, der jahrelang mordende Nazi-Todesschwadrone in einer von seinen eigenen Leuten völlig unterwanderten rechten Szene wirken lassen hat nicht auch mal eine Partei gründet, um präventiv und aktiv gegen mögliche zukünftige Verfassungsfeinde vorzugehen? Wäre es völlig undenkbar, das die Medien im Jahre 2012 nach jahrzehntelanger Wühlarbeit von Lobbyisten, Parteien und Konzernen (inklusiver beständiger Konzentration zwecks Auflösung der Konkurrenzsituationen) gar nicht mehr unabhängig berichten können, ohne persönlich  (in Form von Arbeitslosigkeit) Probleme mit Zeitungseignern, Werbekunden und Parteivertretern zu bekommen? Können wir es uns als friedliche Demokratie überhaupt leisten, das Risiko einzugehen, in dieser Hinsicht völlig blauäugig aufzutreten? Schauen wir uns hierzu einfach einmal ein paar Nachrichten an, zum Beispiel aus der TAZ:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag, 18.2.2012. Eifel.  Sieht man sich diesen <a href="http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/14/kommt-es-zum-krieg-gegen-den-iran-christoph-r-horstel-im-interview/" >Beitrag mit Christoph R. Hörstel</a> an, so kann verstehen, warum Menschen Verschwörungsängste entwickeln und panisch auf jede Andeutung reagieren, die Mächtigen dieser Welt würden sich jemals unterhalten, jemals Strategien entwickeln und Pläne schmieden um sich noch mehr Reichtum anzueignen.  Man hört dort ungeheuerliches aus dem Mund eines Mannes, der einen beachtlichen Lebenslauf hinter sich gebracht hat &#8211; die Piratenpartei als Projekt des Verfassunsschutzes &#8230; ein ungeheuerlicher Vorwurf. Noch viel brisanter jedoch der Vorwurf, das der Journalismus tot ist. Natürlich darf auch nine-eleven nicht fehlen, das Flaggschiff aller Verschwörungstheorien. Aber mal ehrlich &#8230; kann man wirklich mit Sicherheit ausschließen, das eine Regierung, die unter Vorspielung falscher Tatsachen fremde Länder angreift, erobert und politisch unbequeme Mitmenschen im Ausland ermorden läßt, auch mal ein paar tausend Menschen im eigenen Land umbringt &#8230; wenn es denn den großen Zielen der Wirtschaft nützt? Kann man wirklich mit Sicherheit ausschließen, das der Verfassungsschutz, der jahrelang mordende Nazi-Todesschwadrone in einer von seinen eigenen Leuten völlig unterwanderten rechten Szene wirken lassen hat nicht auch mal eine Partei gründet, um präventiv und aktiv gegen mögliche zukünftige Verfassungsfeinde vorzugehen? Wäre es völlig undenkbar, das die Medien im Jahre 2012 nach jahrzehntelanger Wühlarbeit von Lobbyisten, Parteien und Konzernen (inklusiver beständiger Konzentration zwecks Auflösung der Konkurrenzsituationen) gar nicht mehr unabhängig berichten können, ohne persönlich  (in Form von Arbeitslosigkeit) Probleme mit Zeitungseignern, Werbekunden und Parteivertretern zu bekommen? Können wir es uns als friedliche Demokratie überhaupt leisten, das Risiko einzugehen, in dieser Hinsicht völlig blauäugig aufzutreten? Schauen wir uns hierzu einfach einmal ein paar Nachrichten an, zum Beispiel aus der <a target="_blank" href="http://www.jungewelt.de/2012/02-14/042.php" >TAZ</a>:</p>
<p><strong>Gleichzeitig tobt ja ein Krieg gegen Syrien, der medial weitgehend verschwiegen wird und der deutschen Bevölkerung nicht bewußt ist: Ausländische Geheimkommandos und Söldnerscharen sickern über alle Grenzen nach Syrien ein, Ausrüstung und Kommunikation besorgen NATO-Staaten, auch Deutschland. Aus Syrien höre ich, daß drei BND-Agenten von syrischen Dienststellen gefaßt wurden – möglicherweise will die deutsche Seite hier Tauschmöglichkeiten aufbauen.</strong></p>
<p>Wieder einmal Christoph R. Hörstel. Irgendetwas schrecklich Irrationales an dieser Aussage? In Afghanistan war das Alltag &#8211; man heuerte die &#8220;Warlords&#8221; des Nordens an, bewaffnete sie und schickte sie in den Krieg gegen die Taliban, die man vorher angeworben, mit Waffen ausgerüstet und gegen die Sowjets geschickt hatte, die wiederum hauptsächlich dafür verantwortlich waren, das die Industrie am Kalten Krieg vorzüglich verdient hatte &#8211; auch wir Deutschen haben unseren Anteil daran. Den muss man in den Medien jedoch lange suchen, nehmen wir als Beispiel Griechenland. Griechenland ist ja so ein Dauerbrenner wie bei uns Hartz IV &#8211; und dank der griechischen Tragödie können wir ja bald dankbar sein, das <a target="_blank" href="http://www.welt.de/fernsehen/article13871317/Fuer-Griechenland-waere-Hartz-IV-Schritt-nach-oben.html" >wir Hartz IV haben</a>. Schauen wir mal ins <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/deutschland-und-griechenland-deutsche-firmen-haben-an-griechenland-lange-gut-verdient/6222234-3.html" >Handelsblatt</a>, wie die griechischen Schulen überhaupt zustandekamen:</p>
<p><strong>Die Griechen gäben seit Jahrzehnten mehr aus, als sie verdienten, lautet ein berechtigter Vorwurf. Doch daran haben die Deutschen besonders gut verdient. Miele-Waschmaschinen, Grundig-Radios, ein Opel Olympia: Das waren schon in den 60er-Jahren begehrte Statussymbole in Griechenland – auch wenn sie für die meisten Menschen unbezahlbar blieben. Mit dem Beitritt zur EWG 1981 schlug die große Stunde der deutschen Exporteure, die Zollschranken fielen. Die Einführung des Euros gab den Ausfuhren nach Griechenland noch einmal einen kräftigen Schub. Sie haben sich zwischen 2002 und 2008 mehr als verdoppelt.</strong></p>
<p>Dieser Euro war für uns ein kleines Wirtschaftswunder &#8230; nebenbei zerschlug man die einheimischen Industrien bzw. man sorgte dafür, das die erst gar keine eigenen aufbauten. Wo wird das eigentlich bei der öffentlichen Verurteilung Griechenlands berücksichtigt?</p>
<p>Es kommt aber noch besser:</p>
<p><strong>Auch die Vertreter der deutschen Rüstungsindustrie gaben sich in Athen die Klinke in die Hand. Die Griechen waren lange ihre besten Kunden: Panzer und Geländewagen, Unimogs und U-Boote, Fregatten und Granaten. Selbst als die griechische Finanzmisere längst offensichtlich war, kam Kanzlerin Merkel nach Athen und drängte den damaligen Premier Kostas Karamanlis zum Kauf milliardenschwerer Eurofighter. Und wenn die Griechen mit einem Kauf zögerten, halfen deutsche Firmen wie Siemens oder Ferrostaal mit Schmiergeldern nach. Die wurden auf die Rechnungen draufgeschlagen.</strong></p>
<p>Was bezahlen wir also heute wirklich? Die Gier und die Skrupellosigkeit deutscher Konzerne, die zudem auch noch Schützenhilfe von seiten der Nato und der Bundeskanzlerin hatten. Wir zahlen für einen Moralkrebs, der unsere ganze Gesellschaft durchsetzt hat &#8230; inzwischen hat diese Gier sogar einen Bundespräsidenten aus dem Amt gejagt, der den vielen &#8220;Zuckerchen&#8221; der Gierindustrie nicht stringent genug ausgewichen ist. Ja, bei diesem Präsidentengeschacher kommt die deutsche Bundeskanzlerin genauso ins Spiel wie bei der Zwangsverschuldung Griechenlands, das den &#8220;Zuckerchen&#8221; ebenfalls nicht widerstehen konnte. Schauen wir nochmal ins <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kurz-und-schmerzhaft/kolumne-dutschke-spricht-merkel-kann-sich-keinen-fehltritt-mehr-leisten/6224214.html" >Handelsblatt</a>, in dem sich der Sohn Rudi Dutschkes zum Rücktritt des Bundespräsidenten äußert:</p>
<p><strong>Angela Merkel hat dieses Amt wie kein Kanzler vor ihr missbraucht. Die Art und Weise wie sie schon 2004 zusammen mit Guido Westerwelle beim geselligen Abendessen einen Finanzbeamten ins oberste Staatsamt gehievt hat, war eine Dreistigkeit.</strong></p>
<p><strong>Horst Köhler war bis zu dem Zeitpunkt, als er als Kandidat präsentiert wurde, in der Bevölkerung völlig unbekannt. Was hat es noch mit Demokratie zu tun, wenn eine Kanzlerin und ihr Stellvertreter in ihrer Allmacht und mit Parteizwang eine solche Entscheidung treffen können? </strong></p>
<p>Ja, was hat das noch mit Demokratie zu tun? Und wenn so etwas geschieht &#8211; was sagt das über unsere Demokratie aus? Und warum sollen wir dann Verschwörungstheorien in Bausch und Bogen verdammen, wenn wir doch Tag für Tag mit der Tatsache konfrontiert werden, das hinter den Kulissen der  Supernachrichtenshow ganz knallhart Politik gemacht wird, ohne uns zu fragen?</p>
<p>Nun vielleicht sollte uns das alles auch egal sein, denn:  die Deutschen werden immer reicher. 8,5 Billionen Euro &#8211; so schätzt der <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,815556,00.html" >Spiegel</a>, auf zehn Billionen kommt das <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anlagestrategie/10-billionen-euro-deutsche-sind-so-reich-wie-nie/6213596.html" >Handelsblatt</a>. &#8220;Die Deutschen&#8221;? Nein, nur ein paar &#8220;höhere Menschen&#8221;, Menschen, die es in einer Demokratie gar nicht mehr geben dürfte, die es aber trotzdem auf einmal da sind &#8211; zum Beispiel beim <a target="_blank" href="http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article13872947/Katzi-und-Mausi-dackeln-hinter-Nielsen-her.html" >Wiener Opernball</a>, siehe Welt:</p>
<p><strong>Zur Fächerpolonaise zogen sie ein, in der ersten Reihe jene höheren Töchter und Söhne, deren Eltern eine der bis zu 18.500 Euro teuren Logen gebucht haben, zur Polka française „Auf Wiener Art“ begannen sie zu tanzen.</strong></p>
<p>Wenn es stimmt, das ein ARD-Korrespondent wie Christoph R. Hörzel gezwungen ist, seine vier Kinder mit Hartz IV über Wasser zu halten (ich habe jedenfalls eine Nebenbemerkung in dem oben genannten Interview so gedeutet), dann würde das in Zahlen bedeuten, das für einen Logenplatz vier Kinder <strong><span style="color: #ff0000;">EINTAUSENDSECHSHUNDERTFÜNFUNDACHTZIG TAGE</span></strong> auf ihr Essen verzichten müssten (oder eben <span style="color: #ff0000;"><strong>ein Kind achtzehn Jahre</strong></span>): Verhältnisse wie zum Zeitpunkt der französischen Revolution. Wahrlich, wir sind kein reiches Land, wir  sind ein willenloses und hilfloses nacktes Stück Fleisch auf der Schlachtbank skrupelloser Menschenfeinde. Zu drastisch formuliert?</p>
<p>Keine Sorge &#8211; ich stehe gern zu meinem Wort und liefere noch etwas nach, damit man sieht, das es nicht nur fernen Syrern, Libyern, Afghanen, Irakern und Griechen schlecht geht. Hierzu reicht ein Blick in die <a target="_blank" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article13871423/Gier-der-Zocker-gefaehrdet-deutsche-Stromnetze.html" >Welt</a>:</p>
<p><strong>Gier der Zocker gefährdet deutsche Stromnetze</strong></p>
<p><strong>Die Bundesnetzagentur warnt vor gefährlichen Handelsgeschäften an der Strombörse. Bei extremer Kälte kann der Preispoker zum Blackout führen.</strong></p>
<div>
<p>Man sollte sich das wirklich einmal deutlich vor Augen führen, was das heißt: viele Heizungen werden bei extremer Kälte ausfallen. ALLE Heizungen. Kein Licht, kein Telefon, bald auch kein Wasser, wenn die Pumpen ausfallen: die spielen mit unser aller Leben &#8211; genauso wie die Ärzteschaft, ebenfalls <a target="_blank" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13871328/Zahl-der-Todesfaelle-durch-Aerztepfusch-steigt-stark-an.html" >Welt</a>:</p>
<p><strong>In Deutschland sind im Jahr 2010 nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung 1712 Patienten durch Ärztepfusch oder mangelhafte Medizinprodukte ums Leben gekommen. Zum Vorjahr entspreche dies einem Anstieg der Todesfälle um fast 35 Prozent, berichtet die Zeitung unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Demnach stieg die Zahl der durch Ärztefehler verursachten Todesfälle besonders stark: von 551 auf 944.</strong></p>
<p>Nehmen wir die Zahlen der Patientenorganisationen, so verzehnfacht sich die Zahl der Todesfälle &#8230; dafür haben wir aber auch das teuerste und ineffektivste Gesundheitssystem der Welt. Nirgendwo sonst gibt es so wenig Leistung für so viel Geld, was zeigt, das unsere Gesundheit zwar teuer ist, aber keinerlei Wert mehr hat.</p>
<p>Damit aber noch nicht genug &#8211; der übervolle Reichtum der viel-zu-wenigen geht auch auf anderem Gebiet auf Kosten der wachsenden Armenschicht, die zunehmend aus den Städten herausgedrängt wird, siehe <a target="_blank" href="http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article13870500/Preise-fuer-Wohneigentum-in-Metropolen-explodieren.html" >Welt:</a></p>
<p><strong>Preise für Wohneigentum in Metropolen explodieren.</strong></p>
<p>Das heißt: die Reichen und ihre Lakaien werden bald unter sich sein: die &#8220;höheren Menschen&#8221; säubern das Land. Der Rest kann nach Griechenland ziehen und dort ohne Hartz IV auf der Straße leben. Medizin, Wohnraum, Stromversorgung: sogar im angeblich reichen Deutschland ist die Grundversorgung in Gefahr. Wer wissen will, wo die Verursacher stecken, braucht nur das <a target="_blank" href="http://www.handelsblatt.com/finanzen/aktien/aktien-im-fokus/rating-in-gefahr-moodys-teilt-aus-bankaktien-knicken-ein/6217122.html" >Handelsblatt</a> zu lesen:</p>
<p><strong>Die Ratingagentur Moody’s feuert einen Warnschuss auf die Banken ab. Diesmal trifft es nicht die Institute in den europäischen Schuldenstaaten, sondern alles was in der Branche Rang und Namen hat, weltweit. UBS, Credit Suisse und Morgan Stanley könnten bis zu drei Bonitätsstufen verlieren. Bei der Deutschen Bank, Goldman Sachs, JP Morgan und Citigroup droht Moody’s eine Herabstufung um zwei Noten an. Insgesamt stellt die Ratingagentur weltweit 17 Großbanken unter verschärfte Beobachtung.</strong></p>
<p>Das heißt für uns alle: nach der augenblicklich laufenden Verteilungsmechanik wird für uns alles noch teurer und noch schlechter.</p>
<p><strong>Die Begründung der Aktion fällt vage aus: Die Auswirkungen der Schuldenkrise sowie die sich allgemein verändernden Finanzmärkte seien der Grund, erklärte Moody’s in der Nacht zum Donnerstag </strong></p>
<p>Das reicht als Begründung inzwischen aus &#8211; und wird von allen gedeckt. Man könnte auch sagen: <em>der Wind hat ihnen ein Lied geflüstert</em>. Das Lied hören alle &#8211; außer den Opfern.</p>
<p>Warum zahlen eigentlich nicht die Kreditausfallversicherungen für Griechenland? Ich denke, diese Frage wird schon längst nicht mehr gestellt, weil alle die, die sie stellen könnten, schon längst in das  System der &#8220;höheren Menschen&#8221; integriert wurden, wo man es sich dank luxuriösester Ausstattung sehr gut gehen lassen kann.</p>
<p>Anders sieht es bei den Griechen aus:</p>
<p><strong>Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung vor allem in Deutschland schultert die griechische Bevölkerung diese „Pakete“ bisher allein – die „Rettungsschirme“ sind durch Kredite und Bürgschaften unterlegt, deren Zinsen und Gebühren bisher alle pünktlich bedient wurden (im Moment ist der Saldo so, dass Griechenland einige hundert Millionen Euro an Deutschland bezahlt hat). Gleichzeitig funktioniert dieses Sparpaket nicht: die griechische Staatsverschuldung ist dadurch im Gegenteil so weit gestiegen, dass ein Stand von 120 Prozent im Verhältnis zum griechischen BIP im Jahr 2020 als wünschenswertes aber unrealistisches Ziel gilt – also ziemlich exakt der Schuldenstand, den Griechenland vor dieser Krise hatte. Das Sparpaket wird durchgesetzt von einer Regierung, die so nie vom griechischen Volk gewählt worden ist und das angeleitet wird von Mächten wie der Troika, die erst recht niemand in Griechenland oder im Rest von Europa gewählt hat. Der neueste Vorschlag dieser Mächte ist eben jenes durch „Sonderkonto“ das Haushaltsrecht. Ein griechischer Bürger hat also im Moment de facto keinerlei Einflussmöglichkeit mehr auf die Politik, die in seinem Land gemacht wird. Egal wie man es dreht und wendet, auch unabhängig von jeder Begründung – über die wir gleich noch reden werden – ist das die Abschaffung der Demokratie.</strong></p>
</div>
<p>Dieser Auszug stammt aus einem Blog mit der treffenden Bezeichnung &#8220;<a target="_blank" href="http://pantelouris.de/2012/02/08/the-chicago-boys-are-back-in-town/" >Print würgt</a>&#8220;. Der Autor ist Grieche &#8211; er weiß, wovon er spricht.  So tief muss man in der deutschen Medienlandschaft graben, um zu erfahren, was wirklich hinter der Griechenland-Misere steckt: eine brutale Bereicherungsaktion der &#8220;höheren Menschen&#8221;, die sich nicht scheuen, auch Ministerpräsidenten zu kaufen.</p>
<p>Nicht nur in Griechenland ist die Demokratie in Gefahr &#8211; das zeigt uns die Affäre Wulff in all ihren Dimensionen deutlich.</p>
<p>Aber:  warum erfahren wir das nicht?</p>
<p>Weil der Journalismus tot ist. Er ist &#8220;embedded&#8221; in die Welt der &#8220;höheren Menschen&#8221;. Und darum glauben wir, das rundum uns herum alles in Ordnung ist, obwohl die US-Regierung internationales Menschenrecht ganz offen mit Füssen tritt, unsere Arbeit immer wertloser wird, unsere Lebenssituation immer prekärer und wir sogar im reichen Deutschland die Chance haben, im nächsten Winter frierend im Dunklen zu sitzen &#8211; alles im Dienste der Bereicherung der &#8220;höheren Menschen&#8221;.</p>
<p>Das man angesichts dieser Entwicklung dazu neigt, Theorien über Verschwörungen zu bilden, die Schuld haben an dieser Entwicklung, verwundert mich nicht. Anders kann man sich nicht plausibel erklären, wie sich denn all diese irrationalen, undemokratischen Elemente in die Alltagswirklichkeit einschleichen konnten.</p>
<p>Andererseits &#8230; kann ich auch verstehen, warum man diese Theorien fürchtet.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>PS: nicht vergessen &#8211; am <a href="http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/16/erster-nationaler-kaufnix-tag-4-juli-2012/" >4.Juli 2012 ist der erste nationale Kaufnixtag</a> &#8230; jener Tag, an dem man den &#8220;höheren Menschen&#8221; persönlich zeigen kann, das man auch gut ohne sie auskommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/d9aec937ce02434a9bb9da7dda550a27" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Mitternachtsgrillfeuer</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 07:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Chomyn</dc:creator>
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		<title>Kellerfenster</title>
		<link>http://www.nachrichtenspiegel.de/2012/02/17/kellerfenster/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 07:08:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Horst Chomyn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bild des Tages]]></category>

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