Donnerstag, 9.2.2012, Eifel. Wie schon oft beschrieben, gehöre ich zu den Menschen, die die Klimalegende für wahr halten – selbst wenn mir momentan in der Eifel augenscheinlich die realen Beobachtungen zu dieser Hypothese fehlen und ich eher an eine neue Eiszeit glauben sollte. Erst recht mag ich keine SUV´s – und Ferienflieger noch weniger. Unsere [...]
Mittwoch, 11.1.2012. Eifel. Ein wunderbarer Morgen, den der Spiegel gleich mit einer unglaublichen Nachricht versüßt: in der Tat gibt es jetzt ein Ranking für die beliebteste Prinzessin in Europa. Ich sagte ja: unglaublich. Wer hätte wirklich gedacht, das so eine kleine Belgierin soviel unbeliebter ist als all die anderen unwichtigen Damen? Warum sieht man sich überhaupt genötigt, im “Sturmgeschütz der Demokratie” Text für feudale Hofberichterstattung zu verschwenden? Sind da wirklich alle Hemmungen gefallen – oder will man uns langsam auf eine neue Zukunft vorbereiten? Dazu passt eine Meldung aus Tschechien, die von besonderer Bedeutung ist, da dieses Land nicht nur intelligente Menschen hat und auf eine lange Tradition des Widerstandes gegen den Ostblock blicken kann, sondern auch dank der neueren Geschichte einen direkten Vergleich beider Systeme anstellen kann. Das Ergebnis ist erschütternd – das, was wir Demokratie nennen, kommt bei denen ganz schlecht weg: gerade mal 26 % der Tschechen sollen noch zufrieden mit der Demokratie sein – der Rest knirscht nur noch mit den Zähnen.
Dienstag, 27.12.2011. Eifel. Die Eingeborenen der Industrieländer wissen, das heute der Tag ist, wo man die Geschäfte meiden sollte – die alljährliche Umtauschwelle rollt. Jene Kultur, deren Lebenssinn es ist, den ganzen Tag Dinge zu produzieren, die keiner braucht, schenkt sich an diesem Tag Dinge, die keiner will – was den 27.12. regelmässig zum Großumtauschtag der Nation werden lässt. Neunmal können wir angeblich unseren Planeten schon in Plastiktüten einwickeln – und das reicht uns nicht. Gut, das wir diesen mehrfach eingewickelten Planeten dank unserer militärischen Schlagkraft einige hundert Male vernichten können (bei effektivem gleichzeitigen Einsatz unseres Nuklearpotentials), da hinterlassen wir wenigstens keinen Müll. Mehr als jeder andere Tag lädt also dieser Tag zu einigen besinnlichen Gedanken ein, bevor man riskiert, von genervten Müttern mit riesigen Geländemobilen auf den Asphalt geschmiert zu werden wir Honig auf Brot.
Ein Freund schickte mir einen Artikel aus “Spektrum der Wissenschaft” – “Sind Glauben und Wissenschaft miteinander vereinbar?” … erscheint, glaube ich, im Januar 2012. Die Frage würde sich mir gar nicht stellen – die Wissenschaft vom Diesseits hat mit der Wissenschaft vom Jenseits nichts zu tun … und “Glauben” sollte man sowieso gar nichts. Das ist natürlich einfach gesagt, das mit dem “Glauben”, denn …. streng wissenschaftlich gesehen, können wir überhaupt nichts anderes tun als “glauben”. “Wissen” ist für Menschen nicht erreichbar. Wir sind abhängig von dem, was unsere Sinne uns gestatten wahrzunehmen, bzw. was das Gehirn davon übrig lässt – eine sehr geringe Basis für “Wissen”. Beim Jenseits sieht es nicht besser aus … aber hier sind wir viel näher dran. Leider wird das auf den Schulen und den Universitäten nicht mehr gelehrt.
Montag, 19.12.2011. Eifel. Endlich mal ein Tag ohne Weltuntergang in den Medien. Zeit, sich mal um Dinge zu kümmern, die sonst im Verborgenen blühen – zum Beispiel um den Atheismus, um Religion und um Naturwissenschaften – und ihre Rolle im Marketing der Konzerne. Das sie eine Rolle haben, merkte ich Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Als frisch gebackene Führungskraft eines Pharmakonzerns (ein ganz kleines Würstchen also) erhielt ich – mündlich – die Anweisung, streng nach ernsthaft gläubigen Menschen Ausschau zu halten, “Taufscheinchristen” waren tolerabel, der Rest musste umgehend entfernt werden. Ich war verblüfft – und vergaß die Anweisung sofort. Immerhin hatte ich auch die ersten Frauen eingestellt – in einem Unternehmen, in dem Frauen ansonsten nie eine Stelle bekamen. Frauen können schwanger werden (weshalb ein anderer Pharmakonzern von seinen Mitarbeiterinnen erwartete, das sie sich die Gebärmutter vor Zusendung des Arbeitsvertrages herausoperieren ließen), das kostet Rendite. In Zeiten der Renditemaximierung ist für so einen Luxus kein Platz da.
Aktuell wurde ich an anderer Stelle mal wieder auf den alten Zwist zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft verwiesen. Als Philosoph ist man da manchmal irritiert – erst recht, wenn man zu den Geisteswissenschaftlern gezählt wird. Als ob Natur mit der Liebe zur Weisheit (oder Wahrheit) nichts zu tun hat – oder als ob Naturwissenschaftler keinen Geist hätten. Nun, geistlose Naturwissenschaftler gibt es zu Hauf – und ihrer Existenz verdanken die Geisteswissenschaftler ihre Existenzberechtigung. Würden Naturwissenschaftler geistig kranke Menschen nicht mit immer besseren Waffen ausrüsten, dann hätten Geisteswissenschaftler mehr Zeit, ihre Arbeit zu machen – die wichtigste Arbeit der Welt. Wir haben die Geisteswissenschaften gegen Ende des 19.Jahrhunderts nicht gegründet, weil wir den Damen der gehobenen Gesellschaft gehobene Unterhaltung gönnen wollten, sondern weil weise Menschen gesehen haben, das der Mensch selbst die letzte und größte Herausforderung der Wissenschaft werden wird – und selbst die größte Bedrohung für die Menschheit darstellt. Ihn zu verstehen wurde überlebenswichtig, die Jahre 1914-1918 und 1933 – 1945 haben bewiesen, das die Geisteswissenschaftler die Lage richtig eingeschätzt haben – und seit der Erfindung der Atombombe dürfte es selbst der letzte Depp verstanden haben, das es für uns immens wichtig ist, den Menschen nicht zu unterschätzen. Geisteswissenschaften sind friedenswahrende Wissenschaften – das ist ihr Job. Den Menschen zu verstehen, damit wir ihn nicht erschiessen müssen.
Yo! Das Christentum in der Krise, die halbe Welt samt Israel in Aufruhr, die Finanzblase kurz vorm Platzen, die Menschheit wird wachgeklingelt, Schwindel drohen aufzufliegen, Lügen drohen aufgedeckt zu werden, Vorwände drohen einzubrechen, Vorhänge drohen gelüftet zu werden und werden mit den letzten Kordeln nochmal gestrafft, Schleier drohen zu verwehen und werden nochmal verstärkt in [...]
Über das allgemeine Erwachen der Menschheit und der einhergehenden Bewußtseinserweiterung jedes Einzelnen ist ja schon viel geschrieben worden. Nicht nur im Internet, sondern auch in Antiquariaten lassen sich Bücher und anderweitige Schriften finden, die längst auf die gegenwärtige Entwicklung und auch den düstren wie lichten Begleitumständen hingewiesen haben. Im Vergleich zu den vielen antiken, mittelalterlichen [...]
Heute gehe ich mit den Kindern ins Kino: Harry Potter muss es sein. Die Sage vom Kampf des Guten gegen das Böse. Als jugendlicher Atheist stand ich einst seht verwundert vor dem Phänomen: Star Wars, der Herr der Ringe – so etwas sagte mir nichts. Billige Märchen für kleine Kinder … und doch musste ich wahrnehmen, das die Menschen – die modernen, aufgeklärten Bürger eines säkularen und durchrationalisierten Rechtsstaates – diese Märchen lieben. Der Grund scheint einfach: solange das Böse erlebbar ist, fällt es schwer, nicht daran zu glauben. Wenn die Kultur selbst aber im Kampf gegen das Böse völlig versagt, dann muss sich das Gemüt auf andere Weise Luft verschaffen: zum Beispiel durch Märchen, die die Hoffnung fördern, das es neben den finsteren Superwesen auch Engel gibt, Zauberer, die für die Menschheit streiten.
Meiner Meinung nach kann man die Zeit in Deutschland von 1933-1945 nur begreifen, wenn man den Nationalsozialismus als Religion begreift und seine Ausschweifungen als religiösen Wahn, vergleichbar mit den Hexenverbrennungen im Mittelalter. Horst Mahler bestätigt in einem Interview von Vanity Fair genau diese Sichtweise – als Gläubiger: das auserwählte deutsche Volk mit seinem von Gott gesandten Führer Hitler (eine Art Christus für Menschenfresser) im kulturhistorischem Endkampf mit dem Volk des “Satans”: den Juden. Hier betreten wir die Welt von Harry Potter, Frodo Beutlin und Luke Skywalker – alles Belege dafür, das Geschichten dieser Art den Menschen wirklich unter die Haut gehen.
Nein, nicht Three Mile Island. Das war später. Schon in 1959 gab es einen nuklearen Unfall mit einem experimentellen Natrium Reaktor in der Boeing-Rocketdyne Fabrik in Kalifornien. Dies wurde erst 2006 bekannt, da damals selbst die Atomic Energy Commission offiziell verlautbaren ließ, daß nur ein Brennstab leicht beschädigt wäre und keine Radioaktivität ausgetreten sein soll. [...]
Tja, hoffentlich haben die da Unterwasser-Notstrom-Dieselaggregate: http://www.omaha.com/article/20110626/NEWS01/110629782#flood-wall-fails-at-fort-calhoun Hier mit Kommentar: Gefunden bei Politaia. Dort geschieht das Lesen auf eigene Gefahr.
Manchmal gibt es auch heute noch richtige Abenteuer, die ein wenig an die Fahrten des Christoph Columbus erinnern oder an die Reisen des Marco Polo, Gelegenheiten, wo ein Mann zeigen kann, was er Wert ist, wo ihm der Sturm mächtig ins Gesicht braust und unbekannte Gefahren in fernen Gefilden ihm einfach alles abverlangen. Ganz so lebensgefährlich wie früher sind diese Abenteuer nicht – aber sie haben ein gemeinsames Prinzip inne: die Ignoranz allgemein gepredigter Wahrheiten zugunsten der Wirklichkeit. Alle dachten, die Welt wäre eine Scheibe mit Rom, dem Zentrum der Christenheit, im Mittelpunkt. Einige dachten anders und entdeckten neue Welten. So geht es einem heute ebenfalls, wenn man sich abseits der öffentlich abgesegneten Informationspfade bewegt – und ebenso wie früher muss man mit Spott, Verachtung und Anfeindungen rechnen, denn: die Erde ist einer Scheibe, der Papst hat´s gesagt.
Morgen ist schon wieder der 21. Juni. Sommersonnenwende. Wie doch die Zeit vergeht! Und was nicht alles passiert in der Welt! Lediglich in Deutschland passiert irgendwie gar nichts, außer daß die Arbeitslosenzahlen beständig sinken und die Wirtschaft einen Aufschwung nach dem anderen erfährt, während die größte Finanzblase aller Zeiten fröhlich pfeifend an uns vorüberzieht. Ja, [...]
Wo wir gerade beim Thema sind: Sicherlich auch erstmal ganz harmlos… bis sich die Wahrheit nicht mehr verheimlichen lässt. Vielleicht sollte man doch alle Atomkraftwerke abschalten. Wobei, wie man bei Stuttgart 21 gerade sieht, hilft Grüne wählen da ja eher nicht. Na ja, ohne Atomstrom wären die ja auch obsolet. Und ganz komisch ist: in [...]
Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich Teil 3 nicht gefunden habe. Das gesamte Video dürfen wir uns wegen der Gema in Deutschland nicht anschauen. Wobei… in den ersten 2 Teilen war gar keine Musik. Na ja, was dort wirklich passiert erfahren wir erst, wenn es nicht mehr zu leugnen ist. Da hilft [...]
Kürzlich erst beim surfen durch die Nachrichtenflut eine kleine Besonderheit auf: es gab da einen signifikanten Anstieg bei Erkrankungen psychischer Art. “Psychische und Verhaltensstörungen” stiegen von 9720 Fällen im Jahre 1998 auf 22592 Fälle im Jahre 2009 – ein Anstieg von über einhundert Prozent. Das interessierte mich. Ich war beruflich mal eine Zeit lang in der Psychiatrie – zum Studium von Krankheitsbildern. Man hatte mir ärztlicherweise geraten, das ich bei diesen Studienaufenthalten immer erwähnen sollte, das ich “Kittel und Schlüssel” hatte. Das nicht jeder in der geschlossenen Abteilung, der einen Kittel trägt, auch einen Schlüssel hat, gab mir zu denken – ich wollte das Thema als Gast aber nicht weiter vertiefen. Viele Beobachtungen, die ich dort gemacht haben, unterliegen der Schweigepflicht. Andere nicht – es waren Beobachtungen, die mir zu denken gaben.
Schon mal über den Tod nachgedacht? So als moderner, aufgeklärter Mensch? Nein? Aber Sie wissen doch, das sie Sterben können oder? Das Sie mit absoluter Sicherheit sterben werden – wahrscheinlich qualvoll im kostenminimierten Altenheim. Der Tod ist die einzige sichere Gewissheit im Leben. Den Rest kann man in Frage stellen. Schaut man mal bei Wikipedia nach, so merkt man, wie wenig Gedanken sich das christliche Abendland über den Tod macht, ja noch nicht mal seine Definition ist klar – angesichts der zukünftigen Praxis der Organspenden ein nicht unwichtiger Aspekt. Schnell ist man der Definitionshoheit eines naturwissenschaftlich ausgebildeten Mediziniers überantwortet, der dringend ein Herz braucht und hier vielleicht … etwas zu weit deutet.
Die EHEC-Infektion ist ja momentan in aller Munde … jedenfalls fürchten das die Bürger und würden am liebsten gar nichts mehr essen. Gerade der ansonsten gesundheitsbewußte Normmensch bekommt Panik vor seinem täglichen Salatteller und schielt neidisch zu seinem Nebenmann, der gelassen seine Bratwurst mit Brötchen und Senf vertilgt. Gerüchten zufolge war ja die Gurke schuld: die spanische Salatgurke. Millionen von Gurken hatten deshalb einen unrühmlichen Abgang, bis sich herausstellte: die Meldungen waren falsch. Das ist oft so in der Medizin, wird nur nicht selten zugegeben. Schadensersatz gibt es keinen. Ein Beispiel? Gern.