Wenn Philosophen in die Wirtschaft gehen, wird es gefährlich. Sie gucken anders. Das hängt mit ihrem irrationalen Lebensgefühl zusammen, nicht ganz von dieser Welt zu sein – ist eine Nebenwirkung des Jobs. Wer die ganze Welt in theoretische Systeme packen möchte, der muss sich ziemlich weit von ihr entfernen, um einen Überblick zu bekommen … je weiter weg, umso besser. Wirtschaft ist da anders – gerade die deutsche Betriebswirtschaftslehre:
Die deutsche Betriebswirtschaftslehre hat sich klar festgelegt. Ihr geht es nur um einen Zweck: die Gewinnmaximierung. Den Managern bleibt dann nur festzulegen, mit welchen Mitteln sie dieses Ziel erreichen.
Das ist eine sehr verengte Sicht von Wirtschaft und letztlich auch vom Menschen.
“Ein Einkommen ist wie Luft unter den Flügeln!” so beginnt der Film. Sollte das für jeden bedingungslos sein? Kann es das geben: ein wirtschaftliches Bürgerrecht? 2 Stunden, um darüber nachzudenken: – via: Bürgerinitiative bedingungsloses Grundeinkommen e.V. (BbG)
Autor: U. Gellermann Die wahre Hilfe für die armen Banken Jetzt fordert der Chef der europäische Bankenaufsicht EBA, Andrea Enria, in einem Brandbrief an den Rat der europäischen Finanz- und Wirtschaftsminister, dass der europäische Rettungsschirm EFSF ab sofort direkt Geld an Banken geben darf, um sie vor Schieflagen zu retten. Kein Umweg mehr über die [...]
Vielleicht geht es ja nur mir so: manchmal spaziere ich morgens durch die Welt der Nachrichten – und bleibe völlig fassungslos vor gewissen Formulierungen stehen. Mir fehlen die Worte. Heute war mal wieder so ein Tag – ich zitiere das Ereignis mal aus dem Spiegel:
Die neuen Kompetenzen des Euro-Rettungsschirms sind noch nicht von allen nationalen Parlamenten abgesegnet, doch schon gibt es Forderungen, das Aufgabengebiet des EFSF weiter auszudehnen. Die europäische Bankenaufsicht EBA spricht sich laut “Financial Times Deutschland” dafür aus, dass der Rettungsschirm fortan direkt Geld an Banken geben darf, um sie vor dem Zusammenbruch zu retten. Das schreibt EBA-Chef Andrea Enria in einem Brandbrief an die europäischen Finanz- und Wirtschaftsminister, aus dem die Zeitung zitiert.
Ein Artikel aus dem Online-Portal des linksradikalen, anti-kapitalistischen Kampfblatt “Wirtschafts Woche“: Zudem müsste Deutschland den fußkranken Ländern im Süden Europas nicht länger mit Transfers unter die Arme greifen. Das Geld der Steuerzahler könnte hierzulande statt in Griechenland investiert werden. Die Rahmenbedingungen für mehr Wachstum würden sich verbessern. Klingt Gut. Auch die Nachteile halten sich in [...]
EUR-OPA: Liebe Kinder, wir müssen heute mal wieder über ein ganz ernstes Thema reden, nämlich über die Euro-Bonds. Nein nein, dass sind nicht die vielen 007-James der europäischen Geheimdienste, hier geht es um das ganz große Geld und noch viel gefährlichere Waffen, die das Zeugs dazu haben ganze „Kontonente“ (ist die Weiterentwicklung der Kontinente durch [...]
Es ist nicht sinnvoll, dass die Europäische Zentralbank der Deutschen Bank für 1,25 Prozent Milliarden zur Verfügung stellt und die Deutsche Bank diese Milliarden dann für über zehn Prozent an Griechenland weiterreicht. Solange wir diesen Unsinn weitermachen, wird es keine Lösung der Schuldenkrise geben.
Ach wie lustig, genau so wie in der letzten und der vorletzten Woche, ging auch diese Woche wieder mit weinenden Geldsäcken und alles erklärenden Analysten in den Nachrichten zu Ende. Was nicht wieder alles Schuld war. Dicke Finger, Die eine falsche Order ausgeführt haben, schlechte Daten, Angst und was weiß ich nicht alles. Das Ende [...]
Enteignet werden die Bürger In der Debatte um das europäische Schulden-Chaos hat sich jetzt auch der mehrfach dekorierte Büttenredner der FDP, das Brüderle, eingemischt: Euro-Bonds, sagt der Mann, der Wirtschaft immer mit der Eckkneipe verwechselt, Euro-Bonds seien ZINS-SOZIALISMUS. Frau Merkel ist gegen die Bonds, der Finanzminister ist dagegen, der Wirtschaftsminister natürlich auch. Weil, so die [...]
Es interessiert ja normalerweise mehr die große Politik. Sowas haben wir in der Eifel kaum. Hier liegen noch ein paar amerikanische Atombomben herum, einige Bomber starten von hier aus zu Mordaufträgen in alle Welt, manche stürzen auch einfach ab und erschrecken die Kühe, aber sonst geschieht hier nichts von Bedeutung. Dann jedoch … kam ein bedeutsames Bauwerk in die Hände gieriger Geschäftemacher: die alte NS-Burg Vogelsang wurde den Deutschen von den Belgiern überlassen, die sie bislang infolge der Nachkriegsvereinbarungen als Truppenübungsplatz verwaltet hatten. Schnell war die Idee eines Nationalparks geboren, denn dort, wo Panzer rollen und Granaten einschlagen hat die Natur seltsamerweise mehr Ruhe als in jenen Gebieten, die von Walkern und Mountainbikern heimgesucht werden.
Der private Konsum ist und bleibt das Sorgenkind der deutschen Wirtschaft. Der Handelsverband Deutschland interpretiert die jüngsten Daten so:
Wenn selbst die fingierte Statistik einen Anstieg der Arbeitslosigkeit ausspuckt, sind natürlich immer jahreszeitliche Effekte verantwortlich. Im Winter ist es das schlechte Wetter und im Sommer die Urlaubszeit. Inzwischen muss man aber davon ausgehen, dass nicht nur das Sinken der offiziellen Arbeitslosenzahl, sondern auch ihr Steigen etwas mit der amtlichen Definition von Arbeitslosigkeit zu tun hat.
Wir werden uns wohl auf Blut einstellen müssen. Blut, Gedärme, Körperteile, die auf der Straße herumliegen – all diese Dinge halt, die zu einem richtig ordentlichen Krieg gehören. Ebenso werden wir uns an die Bilder verhungerter Kinder auf den Straßen gewöhnen müssen – 2020 werden die Straßen in Duisburg den Aufnahmen aus Ostafrika ähneln. Dort sorgt eine Dürre für die Armut – hier sind es Verbrecher. Wie bitte? Das soll zu schwarz gemalt sein? Dann lest doch bitte mal den aktuellen Spiegelartikel aus Griechenland.
Der Linguist Noam Chomsky hat einmal zehn Strategien der Manipulation formuliert, hier veröffentlicht bei le Bohémian. Die erste Strategie scheint mir die wichtigste zu sein, die anderen, die dem Volk suggerieren, es sei dumm, faul und gefrässsig uns soll froh darüber sein, das auserwählte Leistungsträger Tag für Tag das Schlimmste verhindern, bauen darauf auf: Das [...]
Muster-Einwendung online abrufbar / zusätzliche Sicherung gegen Giftgas Phosgen verlangt / 12.400 Unterschriften gesammelt Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat heute eine sechsseitige Muster-Einwendung gegen die geplante TDI-Anlage der Bayer MaterialScience AG in Dormagen veröffentlicht und ruft zu weiteren Einwendungen auf. Stellungnahmen der Bevölkerung können noch bis zum 13. Juli bei der Bezirksregierung Köln eingereicht [...]
Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Kauflaune steigt, die Konjunktur brummt. So lauten regelmäßig die Schlagzeilen zum Monatsende. Nacheinander verkünden Gesellschaft für Konsumforschung, das statistische Bundesamt und die Bundesagentur für Arbeit ihre nach eigener Sicht positiven Zahlen. Die GfK machte am Dienstag den Anfang und gab an, herausgefunden zu haben, dass die Anschaffungsneigung der Deutschen wieder deutlich zugenommen habe.
Und weil wir so gerne bunte viereckige Kästchen in denen sich was bewegt ansehen, gleich noch was Erbauliches für Herz und Seele: “Der amerikanische Journalist Greg Palast, recherchiert seit 20 Jahren die Geschäftspraxis des Ölriesen BP. Palast ist ein erfahrener Vertreter des investigativen Journalismus, er schreibt für den britischen “Observer” und für die “New [...]
An manche Daten erinnert man sich jahrhundertelang. Während der Tag abläuft, ist eigentlich alles normal. Nichts deutet darauf hin, das der Tag so eine Gewalt bekommen wird – jedenfalls nichts im Alltag der Nordeifel – aber später, im Auge der Historiker – wird aus dem Tag ein weltbewegendes Datum größter Wichtigkeit. Der 1.9.1939 war so ein Tag. Für uns heute begann dort der Zweite Weltkrieg, für die Bewohner Deutschlands war es damals – laut Nachrichten – ein ganz normaler Tag mit Turbulenzen an der polnischen Grenze. Wenige Tage später wurde daraus Weltkrieg. Ich weiß nun nicht, ob der gestrige Tag die gleiche historische Würdigung bekommen wird – das hängt vom weiteren Verlauf der Ereignisse sowie von dem Lauf der anderen Schuldenkrisen ab. Machen die USA in zwei Monaten dicht, dann interessiert das kleine griechische Schuldenhäuflein niemand mehr.