Politik

Die neue Weltordnung – und ihre Zeichen im Vatikan

Samstag, 5.1.2012. Eifel. Es gibt Themen, die reizen nicht so. Zum Beispiel das Thema “Neue Weltordnung”. Ganz schnell schwimmt man dabei in einer Masse brauner Gesellen … oder in absoluter Leere.  Dann jedoch tauchen zufällig ein paar Dokumente auf, die erstmal nichts miteinander zu tun haben – aber zusammengestellt einen Blick auf gewaltige Verschiebungen hinter der politischen Weltbühne erlauben, Verschiebungen, die gesteuert werden. Das diese Verschiebungen gesteuert werden müssen, scheint jedem klar, der Kants Schrift zum ewigen Frieden gelesen hat: das wir als vernünftige Wesen im Jahre 2013 noch nicht das Paradies auf Erden haben (trotz dem Zusammenbruch der Sowjetunion als letztem großem Feind des vernünftigen Westens) kann nur einen Grund haben: da dreht jemand dran (oder aber: Kant war doof, was wir hier jetzt aber nicht diskutieren werden). Eins der Dokumente, die ich hier vorstellen möchte, stammt aus der Vollversammlung der Lutheraner in Winnigpeg vom Sommer 2003 … es wurde aber nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Hören wie es uns einfach mal an:

“In unseren vielfältigen Lebenssituationen sind wir alle mit denselben negativen Konsequenzen neoliberaler Wirtschaftspolitik (dem sog. “Washington Consensus”) konfrontiert, die zu wachsender Not, vermehrtem Leid und größerem Unrecht in unseren Gemeinschaften führen … Diese falsche Ideologie gründet auf der Annahme, dass der auf Privateigentum, ungezügeltem Wettbewerb und der unabänderlichen Geltung von Verträgen aufgebaute Markt das absolute Gesetz ist, das das menschliche Leben, die Gesellschaft und die Umwelt beherrscht. Hier handelt es sich um Götzendienst. Es führt dazu, das die, die kein Eigentum besitzen, systematisch ausgeschlossen werden, die kulturelle Vielfalt zerstört wird, instabile Demokratien demontiert werden und die Erde verwüstet wird… Die weltweiten negativen Auswirkungen der wirtschaftlichen Globalisierung sind in allen Teilen unserer Gemeinschaft spürbar, aber doch besonders im Süden sowie in Mittel- und Osteuropa … Luther erinnert die Geistlichen auch daran, dass sie verpflichtet sind, verborgenes Unrecht einer wirtschaftlichen Praxis, die die Schwachen ausbeutet, aufzudecken.” (Aus: Carl Amery, Hrsg, Briefe an den Reichtum, Luchterhand, 1. Auflage 2005, Seite 217).

Klare, christliche Worte. Man stelle sich mal vor, was geschehen würde, wenn über eine Milliarde Christen (Fernsehstars, Politiker, Wissenschaftler, Unternehmer) gegen den Götzendienst zu Felde ziehen würden: von heute auf morgen wäre Schluß mit der Neoliberalisierungsbarbarei. Wir könnten auch jetzt damit anfangen … immerhin haben wir 2012 gemerkt, das auch stabile Demokratien demontiert werden können: 2013 plündert Spanien die Rentenkassen (siehe Spiegel), die Immobilienpreise in Griechenland fallen um 70% (siehe Griechenlandblog) – die internationale Finanzwelt kennt keine Grenzen mehr: ein guter Grund, ihr Einhalt zu gebieten.

Leider wurde diese Passage aus der Abschlusserklärung gestrichen, dafür erfährt man, das die Kirchen andere Maßnahmen ergriffen haben: sie haben die Bezüge ihrer Spitzenleute massiv erhöht.

Dem normalen Leser bleibt verdutzt zurück und fragt sich: wieso das?

Nun – seit gestern kenne ich die Antwort. Ich habe sie zufällig gefunden, weil ich über ein Bild gestolpert bin. Ich fand es im Kopfständlerblog. Eine besondere Quelle dafür habe ich nicht gefunden – und ich gebe zu: Anfangs habe ich es für einen Scherz gehalten. Allerdings blieb mir das Lachen schnell im Halse stecken, denn dieses Machwerk ist echt (siehe Wikipedia, Rome Reports,). Der Anschaulichkeit halber setze ich das Bild mal hier ´rein und hoffe, das ich damit keine Urheberrechte verletze:

 

Man muss es sich schon im Detail anschauen. Je nachdem, wie die Lichtverhältnisse sind (ausgeleuchtet übrigens mit preisgekrönter deutscher Solarenergie), kann man Totenschädel in den verästelten Strukturen erahnen, die für den Kenner mittelalterlicher Kunst eher an Höllendarstellungen und die Leiden gequälter Seelen im ewigen Feuer erinnern.  Die Christusgestalt selber wirkt auch mich eher wie ein sardonisch-triumphierender Antigott, der sich an den endlosen, ewigen Qualen geschundener Seelen ergötzt anstatt an jenen Menschen, der einst meinte: “Verkaufe alles, was Du hast, gib es den Armen und folge mir nach”.

Nun – das ist mein subjektiver Eindruck. Vielleicht gibt es hier Leser, die dieses Gebilde als stillvollen Ausdruck der christlichen Botschaft der Nächstenliebe verstehen. Um sicher zu gehen, das dieses Werk bewusst und mit Absicht so geschaffen wurde, habe ich mich ein wenig mit dem Künstler beschäftigt:  Pericle Fazzini.

Im deutschen Wikipediaeintrag findet man keinen Hinweis darauf, das er Schöpfer der Bronzeskulptur ist, aber der Rome Report erinnert sich noch daran … und auch, was diese Skulptur bedeuten soll:

When he created it in 1977, Fazzini explained that the statue shows Jesus rising from the crater of a nuclear bomb. “The Resurrection” is made from bronze and measures 66 feet tall and 23 feet wide.

Christus steigt aus einem  Nuklearbombenkrater auf? Nun – als Kunstobjekt nicht uninteressant … aber in der Empfangshalle des Papstes? Schaut er deshalb so sardonisch drein? “Seht mal ihr Krücken, das habt ihr nun davon?” Nun, ich scheine meinen Emotionen noch trauen zu können: anstatt die Feuerhölle des Mittelalters haben wir hier die Nuklearhölle der Gegenwart. Aber wie kann ein normal denkender Mensch so etwas als Leitsymbol in die Kirche stellen? Einmal abgesehen davon, das es eine ästhetische Geschmacklosigkeit darstellt und die christliche Botschaft ziemlich pervertiert (“Evangelium” ist eine “frohe Botschaft” – die Botschaft, das Christus erst dann kommt, wenn die Nuklearkrater wachsen, empfinde ich als weniger froh…), ist sie auch politisch gefährlich: eine nicht geringe Anzahl von “Christen” aus den USA träumt ganz real den nuklearen Holocaust herbei, siehe Heise:

Leider halten es in Europa nur wenige politisch Verantwortliche für notwendig, sich über die Vorstellungswelt der christlichen Apokalyptiker gründlich zu informieren. Das ist angesichts des großen Einflusses von US-Endzeitpropheten grob fahrlässig. Seit der Zeit des Reaganismus warnen vor allem lateinamerikanische Befreiungstheologen vor den gefährlichen Ideen vieler evangelikaler Massenverführer in den Vereinigten Staaten. Franz J. Hinkelammert schrieb über sie bereits 1989:

Je schlimmer, um so besser, das ist das fundamentalistische apokalyptische Denken. In unserer heutigen Welt ist der Fundamentalismus wohl die wichtigste Denkform, die der Zerstörung einen positiven Sinn abgewinnen kann. Je schlimmer es wird, um so besser, denn jede Katastrophe ist ein Zeichen der Zeit, das die Wiederkunft Christi ankündigt. Der Fundamentalismus ist daher auch wohl die einzige, viele Menschen bewegende Ideologie, die dem Atomkrieg einen Sinn abgewinnt. Als Atom-Armageddon wird er als Hoffnungszeichen in die Sicht der Zukunft aufgenommen. Wo alles zerstört wird, da wird alles gut.

Denen dürfte die Statue und ihre Aussage sehr gefallen.  Ich selbst würde in diesem Moment immer noch nicht stutzig werden. Es fehlt einfach eine konkrete Verbindung zwischen evangelikalen Endzeitchristen und dem Vatikan, ebenso wie ich keine Verbindung zwischen kirchlichen Strukturen und den Herren der Globalisierung sehe … bis gestern jedenfalls.

Angeregt durch die in meinen Augen höllische Darstellung bzw. höllische Präsenz im Vatikan erinnerte ich mich an ein altes Buch, das mir schon oft begegnet ist, das ich aber nie lesen wollte: Der letzte Papst von Malachi Martin, zuerst 1996 in den USA erschienen. Es ist ein Roman, der – so die Rezensenten – von etwas ganz Ungeheuerlichem berichtet: von der Inthronisation Satans im Vatikan. Nun – eine Religion, die die Leiche ihres Gottessohnes überall in der Gegend herumhängt und damit kleine Kinder ängstigt, die ganz in Schwarz mit roten Streifen herumwandelt und einen der ihren zum Stellvertreter Gottes auf Erden ernennt, hat schon an sich etwas satanisches an sich … deshalb gab es ja diesen Luther und hundert andere Widerständler gegen diese seltsame “Tradition” – das Thema war also für mich nicht sonderlich interessant.

Aber die Rezensenten irrten.

Ich habe erst 236 Seiten gelesen … aber schon jetzt genug Puzzelstücke, um Antworten zu bislang ungeklärten Fragen zu finden. Es geht nicht um die Kirche und Satan … es geht vielmehr um den Einfluss einer mächtigen Gruppe von (aus katholischer Sicht auch satanischen) Geschäftsleuten, die nicht mehr oder weniger wollen als eine neue Weltordnung:

“Gegen Ende Dezember 1989 waren zehn Männer an den amerikanischen Präsidenten herangetreten, die als wahre Riesen in den größten, wichtigsten und wohlhabensten transnationalen Unternehmen galten. Männer, die die Kontrolle über Telekommunikation, und Elektronik und Öl, Agrarwirtschaft, Finanz- Versicherungs- und Rückversicherungswesen hatten”. (M.Martin, Der letzte Papst, Schneekluth 1997/Weltbild, Seite 221).

Ihr Argument: wenn die USA nicht schnellstens Gegenmassnahmen ergreifen würden, so gäbe es 1993 ein Großeuropa inklusive Russlands, dem die USA nichts mehr entgegenzusetzen hätten. Das galt es zu verhindern – das sah der Präsident (Reagan oder Bush – macht wohl in Echt keinen Unterschied) ein.  Wäre schön für Europa gewesen, wenn es so gekommen wäre – die Bodenschätze Russlands, die Technologie und der Reichtum Europas … das wäre eine gelungene Kombination, um sich aus den Wirren der Welt herauszuhalten und Frieden zu schaffen.

Leider gibt es ganz konkret benennbare Menschen, die an Friede kein Interesse haben.

Man wird sich jetzt zurecht fragen: wer ist eigentlich dieser Malachi Martin? Und meint er das überhaupt ernst mit seinem Roman? Viel Material über ihn findet man im englischen Wikipediaeintrag (der deutsche ist wieder einmal sehr … dünn).  Mit Hilfe von Google findet man eines der letzten Interviews mit Malachi Martin von Uri Dowbenko als PDF-Dokument auf Zeitdiagnose.de.

Dort steht Malachi Martin zu seinen Behauptungen – und erklärt, das er die Romanform wählte, um seine Erfahrungen risikoloser für alle Beteiligten an die Öffentlichkeit bringen zu können. Ohne diesen Aspekt könnte man denken, es handele sich um einen lustigen Unterhaltungsroman, der mal eben die Kirche auf den Arm nimmt. Aber auch ohne Martins Bekenntnis zur Echtheit der Grundlagen seiner Geschichte verblüfft die Tatsache, das sie viele seltsame und merkwürdige Begebenheiten der Geschichte der letzten zwanzig Jahre hinreichend erklären … auch die Tatsache, wieso die Kirchenoberen der Lutheraner so erpicht darauf waren, die oben genannte Stellungnahme aus der Abschlusserklärung zu streichen, obwohl sie doch nur eine einfache, vielfältig belegbare Wahrheit beschreiben: Martin zeigt in seinem Roman ebenfalls auf, wie geschickt Kirchenfürsten für die neue Weltordnung geworben werden … einerseits mit dem Versprechen, die Welt in ein irdisches Paradies zu verwandeln, andererseits aber … mit der konkreten Einbindung der Bischöfe in lukrative Geschäfte, mit dem Versprechen, das sie beim Bau der neuen Weltordnung nicht leer ausgehen werden. Bezahlt wird auch vorher.

Da fließen selbstverständlich nur Taschengelder – Taschengelder, wie sie auch der deutsche Bundeskanzler bislang bekommt. Um die Dimensionen zu verstehen, über die wir da reden, reicht vielleicht ein Blick in die Einkommensstruktur einfacher Sparkassendirektoren. 107 davon gibt es in NRW – und die verdienen pro Kopf bis zu 756 000 Euro im Jahr (siehe Handelsblatt) – doppelt soviel wie ein Bundeskanzler. So züchtet man sich erfolgreiche Bodentruppen für eine neue Weltordnung heran und setzt auch für deutsche Bischöfe lukrative Ziele, denn die – vom Steuerzahler finanziert – sind im Vergleich dazu arme Leute, siehe spart-euch-die-kirche:

Bischöfe werden i.d.R. vom Staat besoldet. In den westlichen Bundesländern beziehen sie ein Gehalt meist nach Besoldungsstufe B6 (7.778,83 EUR), Erzbischöfe gem. B10 (10.740,52 EUR), in München sogar nach B 11 (11.157,60 EUR). Ihr Monatseinkommen liegt incl. Zulagen, geldwerter Vorteile und dem umgelegten 13. Gehalt bei ca. 10.000 bzw. 13.000 bzw. 13.500 EUR. Ihre Pension macht 71,75 % dieses Gehalts aus.

Der Spiegel nannte vor zwei Jahren einmal andere konkrete Zahlen:

Im Gespräch mit SPIEGEL TV erklärte Kirchenexperte Carsten Frerk die Lage am Beispiel von Bayern: Die sieben Bistümer des Freistaats haben jährliche Kircheneinnahmen von rund 1,2 Milliarden Euro, trotzdem zahlt das Land die Gehälter von beispielsweise fünf Bischöfen und zwei Erzbischöfen, zwölf Weihbischöfen, 60 Kanonikern sowie 33 Erziehern an bischöflichen Priester- und Knabenseminaren.

In Bayern flossen dafür allein im vergangenen Jahr 65 Millionen Euro vom Freistaat an die katholische Kirche, hinzu kamen 21 Millionen für die evangelischen Kollegen. Auch Baden-Württemberg zeigte sich gegenüber den Geistlichen großzügig: Je 49 Millionen zahlte das Land 2009 an die katholische und die evangelische Kirche.

Malachi Martin hat diesen Geldsegen vorhergesagt.

“Gehe hin, verkaufe alles, was Du hast und gib es den Armen”.

Schön wäre es – die Realität ist anders. Wir Bürger regen uns über die Brotkrumen für Bischöfe auf, zahlen aber ein Vielfaches für einfache Sparkassendirektoren auf Kreisebene, ohne uns etwas dabei zu denken … dabei zeigt das deutlich, welche Finanzvolumen entsprechende Akteure den Bischöfen in Aussicht stellen können – oder jedem anderen, der an einer neuen Weltordnung arbeitet.

Und weil die Realität innerhalb der Kirche, innerhalb des Vatikans eine andere als rein christliche  ist, können wir zurecht daraus schlussfolgern, das Malachi Martins Bild unangenehme Realitäten zeichnet, Realitäten, die zudem auch plausibel sind.

Eine europäische Union mit einem fest integriertem Russland wäre der Horror für die US-Wirtschaft.

Also gehört die europäische Union zerschlagen … was gerade mit Hilfe der US-Größe Goldman-Sachs geschieht.

Aus dieser Perspektive sieht es so aus, als ob wirklich eine verschworene Allianz von Superreichen an einer neuen Weltordnung arbeitet. Das tun manche von ihnen auch ganz offen, siehe PNAC:

Das Project for the New American Century (PNAC), zu deutsch: Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert, war eine US-amerikanische neokonservative Denkfabrik mit Sitz in Washington, D.C.. Es befand sich im selben Gebäude wie das American Enterprise Institute.

Es wurde im Frühjahr 1997 als nicht-kommerzielle Ausbildungsorganisation mit dem Ziel gegründet, für weltweite Führerschaft der Vereinigten Staaten zu werben. Das PNAC wurde im Jahr 2006 aufgelöst. Die 2009 gegründete Foreign Policy Initiative ist als Nachfolgeorganisation des PNAC zu sehen. 

Und was macht PNAC so?

Das PNAC vertrat unter anderem folgende Thesen:

  • US-amerikanische Führerschaft ist sowohl gut für die Vereinigten Staaten von Amerika als auch für die ganze Welt.
  • Eine solche Führerschaft erfordert militärische Stärke, diplomatische Energie und Hingabe an moralische Prinzipien.
  • Eine multipolare Welt hat den Frieden nicht gesichert, sondern stets zu Kriegen geführt.
  • Die Regierung der Vereinigten Staaten soll Kapital schlagen aus ihrer technologischen und wirtschaftlichen Überlegenheit, um durch Einsatz aller Mittel – einschließlich militärischer – unangefochtene Überlegenheit zu erreichen.

Wenn Diplomatie gescheitert sei, seien Militäraktionen ein akzeptables und nötiges Mittel (Carl von Clausewitz). Das PNAC befürwortet die weltweite Errichtung dauerhafter eigener Militärstützpunkte, um die USA weitestgehend unangreifbar zu machen. Als „Weltpolizist” (bzw. „Welt-Ordnungs-Hüter”) hätten die Vereinigten Staaten die Macht, in einer chaotischen „hobbesianischen” Welt für die Einhaltung von Recht und Gesetz gemäß den von den USA gesetzten Maßstäben zu sorgen – wenn es sein muss, auch ohne Absprache mit oder Rücksichtnahme auf Verbündete und andere supranationale Organisationen, Verträge und sonstige Rechtsverbindlichkeiten (Unilateralismus). Darin sehen alle Kritiker einen klaren geschichtlichen Rückfall hinter die mühselig errungenen Fortschritte im Völkerrecht seit demWestfälischen Frieden.

Das ist alles öffentlich zugänglich … und erklärt hinreichend die politischen Erscheinungen der letzten zwanzig Jahre. Martins Protagonisten waren Ende der neunziger Jahre sehr in Eile, weil ein großes Ereignis bevorstand, das das Rad der Geschichte unwiederruflich zu ihren Gunsten drehen könnte, wenn sie nur schnell genug sind. Am 11.9.2001 gab es dann in der Tat so ein Ereignis – und danach rollte eine Welle von Kriegen über die Welt, wie man sie zuvor für undenkbar gehalten hat.

Dabei hat PNAC sie schon fünf Jahre zuvor gefordert.

2013 gibt es in der Welt mehr Kriege als je zuvor, die Wirtschaft wankt seit Jahren von einer Katastrophe zur nächsten, Menschenrechte werden zugunsten von Profiten in den stabilsten Demokratien Europas mit Füssen getreten, ohne das die Kirche als Hüter der göttliche legitimierten Menschenrechte auch nur einen Hauch von Widerstand liefert … mich hätte es da nicht gewundert, wenn Margot Kässmann wirklich mit Gerhard Schröder heimlich  im Auto gesessen hätte.

Das Bild passt auf jeden Fall.

Nach Malachi Martin haben diese Geschäftsleute, die damals an den Präsidenten herantraten, großzügige Vollmachten erhalten, die Weltgeschichte nach ihrem Gutdünken zu gestalten.

Nach ihm haben sie sich mit viel Mühe Einfluss in der EU, im Vatikan und in vielen anderen, entscheidenden Gremien erkauft – oft auch mit einer sehr schönen Geschichte: die Errichtung einer Weltregierung (wohl nach Maßgaben des PNAC), die Auflösung der Nationalstaaten und somit auch Möglichkeit der Kriege zwischen ihnen: ein Paradies auf Erden soll es werden, ganz dem “Ewigen Frieden” nachempfunden, der nach Kant der einzige Endzustand der Geschichte sein kann.

Was sehen wir aber als Bodenpersonal der Staaten im Alltag?

Einen immer stärkeren Abbau von Menschlichkeit, sozialem Denken und eine Verbrämung solchen Denkens als “Sozialromantik” … ein Wort, dessen Gegenstück als “asozialer Pragmatismus” oder einfach auch als “Satanismus” beschrieben werden kann: “Tu was Du willst, soll sein Dein ganzes Gesetz”.

Für Reiche ist das schon Alltag.

Für Arme jedoch … wird wahrscheinlich gerade an einer neuen Weltordnung gebastelt, die als krönenden Höhepunkt aus einem nuklearen Krater besteht, aus dem Christus dann auferstehen soll.

Ich würde da aber dazu raten, den Vatikan und seine Künstler ernst zu nehmen: was da aus den Trümmern der Zivilisation (bzw. der Krönung der wissenschaftlichen Arbeit der materialistisch-atheistischen Gesellschaft) heraufsteigt, ist ein sardonisch grinsender Anti-Gott.

Und das ist dann – mal wieder völlig jenseits aller versprochenen Paradiese – die wirkliche Realität jener “Neuen Weltordnung”.

“Tu was Du willst, sei Dein ganzes Gesetz” … Frank Schirrmacher (FAZ) hat dazu ein ganzes Buch geschrieben, das aktuell heiß diskutiert wird, obwohl es noch nicht herausgekommen ist, siehe randomhouse:

Dieses Buch erzählt davon, wie nach dem Ende des Kalten Kriegs ein neuer Kalter Krieg im Herzen unserer Gesellschaft eröffnet wird. Es ist die Geschichte einer Manipulation: Vor sechzig Jahren wurde von Militärs und Ökonomen das theoretische Model eines Menschen entwickelt. Ein egoistisches Wesen, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und das Austricksen der anderen bedacht war: ein moderner Homo oeconomicus. Nach seiner Karriere im Kalten Krieg wurde er nicht ausgemustert, sondern eroberte den Alltag des 21. Jahrhunderts. Aktienmärkte werden heute durch ihn gesteuert, Menschen ebenso. Er will in die Köpfe der Menschen eindringen, um Waren und Politik zu verkaufen. Das Modell ist zur selbsterfüllenden Prophezeiung geworden. Der Mensch ist als Träger seiner Entscheidungen abgelöst, das große Spiel des Lebens läuft ohne uns.

Der Homo Oeconomicus arbeitet schon jetzt mit Hochdruck an einer neuen Weltordnung – dazu braucht er gar keinen Satanismus. Aber gäbe es jenen: er würde ihm perfekt dienen, auch ohne je von ihm gehört zu haben.

Das Geschöpft von Militärs und Ökonomen ist der perfekte Homo Satanicus, der es letztlich total “geil” finden wird, in einer nuklearen Explosion zum Wohle seines Erlösers zu verglühen.

Was dieses Geschöpf aber erstmal alles anstellt, wenn es wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Macht in Händen hält, welche Schachzüge es sich ausdenkt, wie es die einzelnen Würdenträger der Gesellschaft für sich gewinnt, um an sein Ziel zu kommen, wie es Schritt für Schritt immer mehr Organisationen infiltriert, um seinen Willen durchzusetzen, das konnte man schon in dem Roman von Malachi Martin nachlesen: ein schönes Werk für jene, die strategisches Denken und Handeln studieren wollen.

Die anderen können sich mit dem oben gezeigten Bild begnügen: es sagt für sich genommen eigentlich schon mehr aus als meine 3000 Worte hier:

Der Papst im Vatikan vor einem Christus, der aus einem nuklearen Krater aufsteigt – sind wir eigentlich ganz sicher, das wir nicht versehentlich in Folge unkontrollierter Experimente durchgeknallter Wissenschaftler in einem Horrorroman gelandet sind?

 



Kommentare

42 Kommentare zu “Die neue Weltordnung – und ihre Zeichen im Vatikan”

  1. @Deshaunw: da kenne ich mich überhaupt nicht aus, kann ich nichts zu sagen.

    Posted by Eifelphilosoph | 14. März 2013, 06:48
  2. Gibt es das Buch als pdf? Dke, Deshaun

    Posted by Deshaunw | 13. März 2013, 22:51
  3. Toller Beitrag wurde gleich verlinkt auf http://terranetz.org der Wahrheits-Community.

    Posted by Valentin Anker | 12. Februar 2013, 22:30
  4. Habe noch ein paar Bilder von der Bronzeskulptur gefunden:
    http://www.borg-spittal.at/typo3temp/pics/d9de936f7a.jpg
    und
    http://www.scultura-italiana.com/Galleria/Fazzini%20Pericle/imagepages/image3.html
    und hier noch ein Buld zum schwarzen Pabst:
    http://2.bp.blogspot.com/-Hbm-hg9gKck/T-8L3FGwLcI/AAAAAAABHhI/pXAjN6f6v5k/s1600/pietro2.jpg
    Gruselig das alles..bei den Santa Cruz Inseln (Heilig Kreuz Inseln…)bebt die Erde schon seit Tagen sehr heftig (inkl. einem 8.0 Beben + Tsunami)und hört gar nicht mehr auf und gesetern nach der bekanntgabe des Rücktritts des amtieren Pabstes hat auch noch der Blitz im Petersdom eingeschlagen:
    http://www.abovetopsecret.com/forum/thread925527/pg1
    Wenn man dann noch die Malacheas Prophezeiung hinzugibt:
    http://www.google.de/search?q=malcheas-Prophezeiung&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a
    ergibt sich ein wahrhaft düsteres Bild….
    Gruss
    F. Schönwetter

    Posted by F. Schönwetter | 12. Februar 2013, 13:56
  5. Man braucht keinen Glauben. Man kann wissen. Das Gewissen, der Instinkt und die Intuition sind die Mitteilungskanäle Gottes. Man muss nur fragen. Nach innen lauschen. Mehr braucht es nicht um Mensch zu sein.

    Halt doch! Man muss auch nach seinen Eingebungen handeln die man erhält.

    Posted by Hans Steinle | 23. Januar 2013, 13:09
  6. Hochinteressanter Text und die Kommentare dazu sind es fast noch mehr. Die Idee mit der Vertiefung der Thematik “Atheismus vs Gläubige” finde ich auch reizvoll.

    Ach, was mir beim Blick ins Detail auch grad auffällt:

    “M.Martin, Der letzte Papst, Schneekluth 1997/Weltbild”

    Witzig. Ausgerechnet bei Weltbild. Spätestens wenn man mal für diese Firma gearbeitet oder eher gedient hat, weiß man gut Bescheid über die Doppelmoral der Katholischen Kirche.
    Aber nicht zwingend notwendig das mit der Arbeit.
    Für einen ersten Einblick reicht schon ein schicker Papst-Bildband. Werbung für die Zeitung mit den vier Buchstaben inbegriffen…

    Posted by Mark | 15. Januar 2013, 02:18
  7. @Eifelphilosoph:
    q.e.d. Danke für die schöne Geschichte!

    Posted by Einsiedler | 10. Januar 2013, 21:38
  8. @Einsiedler: darf ich mit einer Buddhageschichte antworten?

    Eines Morgens wurde der Buddha von einem Mann gefragt:”Buddha, es stimmt doch, daß es Gott gibt?” Der Buddha schaute dem Mann in die Augen und sagte: “Nein, es gibt keinen Gott!” – Einige Zeit später wurde der Buddha erneut gefragt:” Buddha, es stimmt doch, daß es keinen Gott gibt?” Und der Buddha sah auch diesem Mann in die Augen und antwortete:” Doch, es gibt einen Gott!” – Ananda, der dieses aufmerksam mit angehört hatte, war sehr verwirrt, doch es kam noch ein dritter Mann, der fragte den Buddha:”Buddha, ich weiß nicht was ich glauben soll, gibt es einen Gott oder nicht? Bitte hilf mir.” – Gespannt lauschte Ananda, was der Buddha nun wohl antworten würde, wo er doch schon zwei ganz gegensätzliche Antworten auf die Frage nach Gott gegeben hatte. Der Buddha jedoch lud den Fragenden ein, neben ihm Platz zu nehmen, schloß die Augen, und sagte nichts. Die Einladung annehmend, nahm der Mann neben dem Buddha Platz und schloß ebenfalls seine Augen. Gemeinsam gaben sie sich schweigend dem Augenblicke hin; die Sonne war untergegangen, die Vögel hatten sich auf den Bäumen niedergelassen, schweigend genossen der Buddha und der Fragende eine Stunde lang die friedliche Ruhe des ausklingenden Tages. Dann öffnete der Mann seine Augen, berührte die Füße des Buddhas und sagte zu ihm:”Wie groß, Buddha, ist dein Mitegfühl! Du hast mir die Antwort gegebn, der ich bedurfte. Ich werde dir ewig dankbar sein.” – Noch verwirrter als zuvor konnte sich Ananda nun nicht mehr zurückhalten und bat den Buddha um eine Erklärung. Der antwortete:”Der erste Mann war ein Theist und wollte nur eine Bestätigung dessen, wovon er sowieso überzeugt war, er bedurte keiner Antwort, mit der er nur prahlend herumlaufen kann, indem ich seine Überzeugung teile. Der zweite Mann war Atheist, in seiner Frage verbarg sich genauso schon die Antwort, die er lediglich von mir bestätigt haben wollte. Keiner der beiden war ein wirklich Wissender, keiner war ein Suchender, sie beide waren in ihrem Vorurteil gefangen. Der dritte Mann aber war ein Suchender, denn er hatte keine vorgefaßte Meinung, sein Herz war offen. Womit ich ihm helfen konnte, war eine Unterweisung in stiller Bewußtheit. Um nach Gott zu suchen, sind Worte volkommen nutzlos.

    Aus: http://www.geistigenahrung.org/ftopic1188.html

    Posted by Eifelphilosoph | 10. Januar 2013, 14:21
  9. @Eifelphilosoph:
    Die Kraft zur Realisierung der ethischen Normen erwächst dem Buddhisten primär aus der Meditationspraxis, die Gelassenheit, Weisheit und Mitgefühl erzeugt, nur sekundär aus der Lehre, die Einblicke in unsere Psyche und unsere Illusionenwelt erlaubt. Gemäss dieser Ansicht können tiefe Einsichten in die Wirklichkeit jedoch nicht durch Philosophieren, sondern nur durch parallele Innenschau, Achtsamkeit und “richtiges Handeln” erlangt werden. Dazu ist weder die buddhistische Lehre noch irgendeine andere notwendig, genausowenig wie Götter- oder Dämonenglauben. Die unmittelbare, illusionsfreie Erfahrung von Wirklichkeit stärkt den Übenden und motiviert so zur Fortsetzung des spirituellen Pfades.

    Posted by Einsiedler | 10. Januar 2013, 10:41
  10. @Volker: Könnten wir uns auf die Definition „dieses Planeten und Materialismus“, als Betätigungsfeld des „Teufels“ einigen?

    … von mir aus.

    Posted by Eifelphilosoph | 10. Januar 2013, 10:39
  11. Da muss ich Dir Recht geben, Eifel.
    War tatsächlich mehr auf die weiter zurück liegende Vergangenheit fixiert.

    „Er erscheint als der, der den Menschen klar machen will, das es nichts weiter gibt außer der Welt …. deren Herrscher er ist. „
    Könnten wir uns auf die Definition „dieses Planeten und Materialismus“, als Betätigungsfeld des „Teufels“ einigen?
    Mein Schachlehrer aus Kindheitstagen war ein 90jähriger Theologieprofessor und der stellte mir öfters mal seltsame Fragen zu denen er eine Antwort wollte. Allerdings erst nach der Partie, den während der Partie herrschte Schweigen. Eine davon war:
    „ Das Leben auf der Erde basiert auf Kohlenstoff, könntest du dir vorstellen das es ein Leben z.B. auf Siliziumbasis geben könnte?“

    Einen Satz habe ich gefunden der meine Ansicht sehr schön darstellt:

    „Zum Prozess werden eines Menschen gehört es Mitgefühl zu entwickeln.“

    Also ohne Glaube und Gott. Es wird bei dieser Definition kein „gutes Gewissen“ das „einem höherem Wesen“ gegenüber benötigt und es findet keine Belobigung statt.
    Einfach aus sich heraus diese Erkenntnis gewinnen.
    So in der Art formulierte es auch Jesus.

    Posted by Volker B. | 9. Januar 2013, 09:08
  12. @derdenwaldliebt: oh … Aids-Kritik. Na, da hätte ich doch fast etwas vergessen … danke für die Erinnerung.

    Posted by Eifelphilosoph | 9. Januar 2013, 07:01
  13. @Volker: schauen wie uns mal die größten Kriege der letzten Jahrhunderte an: siebenjähriger Krieg? Kein Glaube. Napoleonische Kriege? Kein Glaube. Deutsch-französischer Krieg? Kein Glaube. 1.Weltkrieg? Kein Glaube. 2.Weltkrieg? Kein Glaube. Vietnamkrieg? Kein Glaube. Unterschied zu früher? Massenvernichtung wird immer gesellschaftsfähiger. Man tötet leichter einen seelenlosen Zellhaufen als ein Kind Gottes.
    Die Parallelen zwischen dem Schleier und dem Teufel erkennt man auch erst, wenn man sich näher mit dem Bild des Teufels beschäftigt … der mit der Comicdarstellung der Moderne gar nichts zu tun hat. Er erscheint als der, der den Menschen klar machen will, das es nichts weiter gibt außer der Welt …. deren Herrscher er ist.
    So etwas lernt man aber nur von Christus selbst – nicht von Paulus oder seiner Kirche.

    Posted by Eifelphilosoph | 9. Januar 2013, 07:00
  14. Der Homo oeconomicus – Die reisenden (internationalen, opportunistischen) Kaufleute (gehört auch der Vatikan mit seiner Bank dazu, andere Kirchenorganisationen sind auch kaum besser),
    hoffentlich wird die Zeit verkürzt werden, bis sie stehen werden auf den Hügeln und klagen:
    Babylon, du große und mächtige City, wegen deines schamlosen Luxus wir alle auf dem Rücken der Geknechteten und der Bauern und Handwerker des Umlands ein einträgliches Auskommen hatten, innerhalb eines einzigen Tages war dein Untergang gekommen.
    Hoffentlich werden die Tage bis dahin verkürzt werden, denn sonst würde das Babylon-System allem Lebendigen das Fleisch von den Knochen nagen und das Blut aus den Körpern saugen und alles, was Schön ist und Rein und eine Freude aus den Seelen tilgen.

    Posted by Alex Illi | 8. Januar 2013, 19:42
  15. Die meisten Kriege wurden geführt wegen des Glaubens. Dafür starben auch die meisten Menschen.
    Wer oder was ist nun gefährlicher für die Gesellschaft?

    http://www.welt.de/politik/ausland/article112542587/Islamistische-Offensive-bedroht-Christen-weltweit.html

    Zwischen einem Verführer zum Bösen (Buddhismus) und einem Herrscher des Bösen (Christentum) sehe ich einen Unterschied.

    Auch gehört für mich Natur, Mensch und Gott untrennbar zusammen.
    Das höchste in der Natur ist somit Gott.

    Posted by Volker B. | 8. Januar 2013, 17:30
  16. Danke, Eifel.
    Achte auch auf deine Gesundheit, bitte.
    “Purusha” fehlt hinten und vorn- mir auch.
    Ich bin auf ein interessantes Institut gestoßen.
    Da scheint doch Licht zu sein, mitten im Tunnel:
    “Wir sind der Überzeugung, dass wir uns inmitten eines Prozesses massiver Veränderung befinden, einem Paradigmenwechsel im Denken und im Bewusstsein, der unter anderem ausgelöst ist durch neue Erkenntnisse in Wissenschaft und Forschung. Dabei stellt die Quantenphysik sowie die daraus abgeleiteten Wissenschaften wichtige Eckpfeiler dar.”
    http://www.quantica.de/videos.php?HK=1&UK=&Sprache=DEU

    Von Udo Pollmer bis Sheldrake ist da wohl alles an verschwörerischer, kritischer, lebbarer Wissenschaft und Lehre vertreten:

    11. Symposium der DGEIM, Vortrag Annette Deyhle
    http://www.youtube.com/watch?v=FVRNpQGJ-tU&feature=share&list=PL1CDEEC7ACEA3F839

    Grüße.

    Posted by DerDenWaldLiebt | 8. Januar 2013, 13:21
  17. @Volker: Buddhismus im Allgemeinen und tibetanischer Buddhismus im Besonderen haben das Konzept des Bösen (die Tibeter sogar ganze Horden von Dämonen inkl. Feuerhölle) – nur will der Westen das nicht wahrnehmen. Der Herr der Welt, der “den Schleier der Maya” beherrscht, gehörte aber zur Buddhas großen Versuchern – wie Jesus nur bestätigen kann.

    Ist aber nun jeder Atheist böse?

    Das sollte man sehr differenziert betrachten. Zumindest fehlt seiner Moral die Notbremse – was aber noch nicht automatisch heißt, das alle ohne Notbremse auch Unfälle bauen.

    Viele Atheisten haben zudem ein gut funktionierendes Gewissen (ohne sich zu fragen, woher diese “Stimme Gottes im Menschen” eigentlich herkommt) – und den Vorteil, das sie sich keinen “Ablass” erkaufen können.

    Atheismus selbst als “Lehre” würde ich aber generell schon als Instrument zur Demoralisierung einer Gesellschaft verstehen … ebenso wie “positives Denken” und ähnliche Abartigkeiten. Aber dazu … schreibe ich bald mehr.

    Posted by Eifelphilosoph | 8. Januar 2013, 11:51
  18. @Einsiedler: hören wir Kant selbst dazu:
    Moral also führt unumgänglich zur Religion, wodurch sie sich zur Idee eines machthabenden, moralischen Gesetzgebers außerhalb des Menschen erweitert, in dessen Willen dasjenige Endzweck (der Weltschöpfung) ist, was zugleich der Endzweck des Menschen sein kann und soll.

    Aus: Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, Reclam 1981, Seite 6/7

    Die Vernunft erkennt die Notwendigkeit zur Moralität aus sich heraus, aber die Kraft zur Durchsetzung erhält sie aus einer höheren Idee – kurz gesagt.

    Die westliche Rezeption des Buddhismus ist hier sehr eigenartig … und ignoriert weitläufig Elemente wie z.B. Buddhas Kampf gegen die Schleier der Maya, die 1:1 Jesus Kampf gegen den “Herren der Welt” entspricht. Hier kommen wir aber in eine Diskussion, die das Format eines Internetmediums weit – sehr weit – übersteigt. Dazu müsste ich in der Tat Bücher schreiben.

    Posted by Eifelphilosoph | 8. Januar 2013, 11:44
  19. @Falbrand: die Entwaffnung der Bevölkerung ist schon eine gute Idee. Die zunehmende Ungerechtigkeit jedoch … wird auch in meinen Augen über kurz oder lang dazu führen, das wir hier “amerikanische Zustände” bekommen. Vielleicht haben wir die auch schon … erfahren es nur nicht, weil die Kanzlerin das nicht wünscht.

    Posted by Eifelphilosoph | 8. Januar 2013, 11:27
  20. Hallo,

    “Ansonsten: gut, das Dir auch keine Gegenmaßnahmen einfallen.”

    @eifelphilosoph: Tun sie schon. Aber da ist §127 StGB, der ist im Weg. Da wir einen Rechtsstaat haben mit Gewaltmonopol ist’s sowieso verboten. Denn sonst wäre Kohlhaas’ Methode evtl. eine Option.

    Das Problem ist, dass man einen Großteil der Bevölkerung entwaffnet hat, indem man ihr das Recht verweigert, körperliche Gewalt anwenden zu dürfen. Viele sind nämlich nicht dazu fähig, z.B. geistige Gewalt auszuüben oder aus der Deckung der Gesetze heraus zu agieren und sind, wenn sie damit konfrontiert werden, entsprechend wehr- und schutzlos.

    Nun verspricht ein Staat seinen Bürgern, dass diese im Gegenzug Schutz erhalten. Man könnte sagen: Ihr dürft euch nicht mehr zusammenrotten und jene, die euch etwas getan haben, kurz besuchen gehen, dafür schützt euch der Staat vor allen möglichen Übergriffen.

    Das ist auch gut so.

    Das Problem entsteht dann, wenn dieser Schutz zunehmend versagt. Dann sinkt das Vertrauen des der körperlichen Gewaltoption Beraubten in seinen Staat immer mehr und er denkt darüber nach, sich wieder selbst schützen zu wollen – mittels körperlicher Gewalt, die fast jeder anwenden kann. Dies kann schnell zur Eskalation führen. Dafür müssen sich Menschen noch nicht einmal verfassungswidrig verhalten, aber Gedanken die verfassungsfeidlich sind, diese gedeihen in diesem Umfeld.

    Hier liegt eine große Gefahr, falls die “Falschen Verführer” auf der Bildfläche auftauchen…

    Grüße
    Fal

    PS: Atheismus-Diskussion und Co: Das Angebot steht, unbegrenzt :-)

    Posted by Falbrand | 7. Januar 2013, 23:11
  21. @Eifel
    Wenn Du Dich in einer Gruppe mit dem Gegenteil dessen outest, was die Gruppe gemeinsam hat oder vertritt, wird Dir wird immer Faschismus ins Gesicht springen.
    In einem naturwissenschaftlichen Science Blog würde ich mit dem ersten Satz der Physik beginnen. Energie kann nicht verloren gehen, sie kann nur umgewandelt werden.
    Dem Fakt das der menschliche Körper chemo-elektrische Energie produziert, messbar über ein EEG, wird mir ebenfalls zugestimmt.
    Beide Fakten zusammen genommen könnten rein theoretisch zu einer feinstofflichen Energieform bzw. – wesen – genannt Gott führen.
    Meditieren, Glauben, Beten all diese Formen der „Geistesausübung“ wären so nichts anderes als der Kontakt und der Austausch von Informationen über chemo-elektrischem Weg.

    Da bin ich ja froh drum, ein Freidenker zu sein, der an Gott glaubt. Denn nach Deinen Worten ist (so gut wie) jeder Atheist böse, verantwortungslos… eben das ganze Negativspektrum.
    Hier unterscheide ich zwischen Gottlos und Atheist.

    Ein Blick auf das Bild in dem Artikel zeigt einen Jesus mit Reptilienkopf. Das wiederum erinnert mich an David Icke.
    http://www.youtube.com/watch?v=CeqYho_wYaY
    In seinen Vorträgen führt er z.B. an das die Menschheit von Reptilien beherrscht wird.
    Mag sich verrückt anhören, nichtsdestotrotz schafft es dieser Mann innerhalb von 4 Wochen einen Saal mit 5.000 Menschen zu füllen.

    Und wer weiß schon ob diese VW Verkäufer wirklich VW verkaufen? Oder ob es hier heißen muss der Sieger schreibt die Geschichte.
    So wird im Gilgmesch Epos eine göttliche Schlange beschrieben die für die Menschen und gegen ihre eigenen „Verwandte“ kämpfte und verlor.
    Der gefallene Engel? Alles was in diesem Epos auf eine „Gottheit“ hindeutet die für die Menschheit war, ist im christlichen Glauben teuflisch oder der Teufel.

    @Einsiedler
    Im Buddhismus und auch im Tibetischen Glauben gibt es z.B. keinen Teufel.
    Und hier schießt sich der christliche Monotheismus selbst ins Knie.
    Es gibt Gott und den Teufel. Das sind zwei Götter und nicht nur ein allumfassender Gott.

    Posted by Volker B. | 7. Januar 2013, 23:02
  22. wikipedia/atheismus: “Den Anhängern des Atheismus wurde – und wird zum Teil noch immer – vor allem von konfessionell Gebundenen unterstellt, dass mit dem fehlenden Glauben an Gott die Verneinung moralischer Werte im Sinne eines Nihilismus einhergehe. So bezeichnet der evangelikale Religionswissenschaftler und Publizist Ravi Zacharias den Atheismus als „jeden Wertes beraubt“ und bestreitet, dass es fundierte moralische Prinzipien ohne Rückgriff auf höhere Wesen geben könne. …
    Mit anderen vertrat hingegen Immanuel Kant die Auffassung, dass moralische Prinzipien auch ohne Rückgriff auf höhere Wesen in der menschlichen Vernunft bzw. in der Natur zu gründen seien.”
    Der Buddhismus z.B. als atheistische Religion/Philosophie betont die notwendige Einhaltung ethischer Normen als Voraussetzung für die Erlangung von Einsicht/Erleuchtung. Er verlangt aber keinerlei Glauben von seinen Anhängern. So what?

    Posted by Einsiedler | 7. Januar 2013, 19:59
  23. Die Kirche war schon immer eine Hölle, denn die verstoßen gegen Jesus seine Worte!
    Die hat mehr Tote gefordert als man denkt.
    Jesus hat Frieden und Liebe gepredigt und nicht Krieg und Hass, aber die Kirche steht zu solchen Sachen die man Geschichtlich nachweisen kann.
    Ausserdem braucht man die Kirche gar nicht, denn die Kirche ist jeder Mensch selbst !

    Posted by Lockez | 7. Januar 2013, 18:17
  24. @Falbrand: ich gedenke sowieso, mich zum Thema Atheismus nochmal gründlich zu äußern. Ich arbeite nur noch an Denkformaten, die verhindern sollen, das auf einmal alle wieder zum Priester laufen … das wäre mir dann doch zu peinlich, dafür würde ich keine Verantwortung übernehmen wollen. Außerdem frage ich mich noch, ob ich überhaupt dieses Thema zu meinem machen soll, weil … ich schon lange keiner Kirche mehr angehöre. Irgendwie blöd, das ich jetzt dafür Reklame machen soll.

    Ansonsten: gut, das Dir auch keine Gegenmaßnahmen einfallen. Sammeln … ist aber schon eine – und eine gute, will ich meinen. Es gilt immerhin nicht mehr und nicht weniger, als die ganze westliche Zivilisation vor dem erneuten Rückfall in die Barbarei zu retten: das ist ein hehres Ziel, für das man sein Sofa ruhig mal einen Moment verlassen kann.

    Posted by Eifelphilosoph | 7. Januar 2013, 13:36
  25. @Volker: wenn man über Dinge spricht, die den menschlichen Verstand weit übersteigen (wir reden hier immerhin über die höchsten Gedanken, die gedacht werden können – und über den Urgrund allen Seins) ist konkrete Definition uns sauberer Umgang mit den Begriffen sehr wichtig. “Mein Gott ist Schalke!” … höre ich oft genug, bin aber nicht geneigt, aufgrund der Aussage den FC-Schalke als Weltreligion anzuerkennen.

    Die millionen und abermillionen Mörder malen gerne Götter auf ihren Fahnen … um sich schon von vorn herein für ihre Taten zu entschuldigen. “Ist ja nicht für mich, ist ja für GOTT”…als dann doch in Ordnung, obwohl der ja gesagt hat: sauber bleiben, Jungs.

    Es gibt sicher auch einzelne Atheisten, die freundlich sind. Aber ich lade Dich mal zu einem Test ein: gehe mal zu einem naturwissenschaftliche orientiertem Forum (Science-Blogs) und oute Dich dort spaßeshalber als gläubiger Katholik … und dann achte genau auf das Echo. Ich erlaube mir gelegentlich den Spaß – und muss sagen:purer Faschismus, der einem da entgegentritt (im Sinne von brutalem Kampfbund gegen Andersdenkende). Das gab mir zu denken.

    Die ersten beiden Gebote sind im Prinzip alles, was echte Religion ausmachen sollte. Indianer gefallen mir da sehr: manche Stämme flüstern den Namen des großen Geistes einmal ins Ohr des vierzehnjährigen Jägers … und das war es dann mit der religiösen Erziehung. Fortan weiß der junge Mann, das es allein sein eigenes Dingen ist, wenn er dem Nachbarstamm Mädchen klaut.

    Und – in der Tat: die Mehrheit der Christen hat überhaupt nicht verstanden, in welchem Verein sie sind. Daran wird sich auch nichts ändern, weil dieser Verein schon vor über tausend Jahren vom Adel übernommen wurde … und zwar komplett. Es wird sicher nochmal tausend Jahre dauern, bis man diesen Einfluss wieder draußen hat – falls das überhaupt noch gelingt.

    Atheismus hingegen ist – in Theorie aber vor allem auch in Praxis – DIE Religion des Westens und des Neoliberalismus … und unterscheidet sich in ihren negativen Auswirkungen auf Ethik und Moral (die überall dann dort sein gelassen wird, wo sie UNBEQUEM wird und dann einem DU DARFST als oberste Kategorie weicht) in keiner Art und Weise von dem versteckten Atheismus der Kirche. Sie ist die Religion der Macht, die sich keinerlei Grenzen mehr setzen lassen will.

    Aber selbst dann, wenn alle VW-Händler der Welt Ganoven, Betrüger und Heuchler sind, heißt es nicht, das der Wagen nicht fährt – weshalb die Kritik des Atheismus an der kirchlichen Lauterkeit durchaus sehr wertvoll ist. Aber als erkenntnistheoretisches Urteil ist sie völliger Nonsens und für die Moral katastrophal.

    Man muss nur sehr aufpassen, was man da genau kauft.

    Wenn ich das Gespräch mit echten Christen suche, um zu verstehen, was sie meinen, dann habe ich nur eine ganz kleine Schar handverlesener Mönche und Nonnen, die dafür überhaupt in Betracht kommen, bei Priesteramt und kirchlicher Hierarchie bis hin zu den staatlich als Kontrolleure eingesetzten Theologen bin ich da nie fündig geworden – ausgenommen der gute Eugen Drewermann.

    Dem hat man dann auch die Lehrerlaubnis entzogen. Er wußte, was ein guter VW leisten sollte.

    Er ist aus der Kirche ausgetreten … dabei war er der erste Mensch, der es geschafft hat, mich für Religion zu interessieren und der erste, der mir ein Bild von dem vermittelt hat, was Christ sein bedeuten könnte. Sehr sehr unbequem, dieses Christ sein. Und absolut selten anzutreffen – eine kleine Minderheit wie im alten Rom … und genauso streng verfolgt, von Kirche und Gesellschaft.

    Posted by Eifelphilosoph | 7. Januar 2013, 13:30
  26. @Eifel
    mhh… „ihres Gottes folgen…“
    Ist es zwingend notwendig einem Gott zu folgen zu müssen, um ein vernünftiges und menschenfreundliches Leben zu leben?

    Anders ausgedrückt, ist ein Atheist der nach dem Sinn der 10 Gebote lebt, ist gläubiger als ein zahlender Christ der nur dem Namen nach gläubig ist?
    Sind es nicht eher „die Heere der gläubigen Religionsritter“ welche unsägliches Leid auf diesem Planeten verbreiten? Die Millionen und Abermillionen Pseudogläubigen?

    Atheismus schließt keineswegs Mitgefühl aus. Einen Atheisten als gefühllosen, ausschließlich an der Vernunft orientierenden Menschen zu katalogisieren ist genauso einfach wie falsch. Jedenfalls meiner Meinung nach.

    „„Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“
    Als Kind fragte ich unbedarft einen Pfarrer wie dieser Satz des ersten Gebotes mit der Darstellung und Anbetung Jesus zusammenpassen würde.
    Als Antwort durfte ich zwei Stunden mit dem Gesicht zur Wand stehen.

    Was exakt dem entspricht was die meisten „Christen“ tun.
    „Da ich in die Kirche gehe, darf ich dem Bettler vor der Türe mit den Füßen treten.“
    „Wenn ich schon ein Bildnis und einen Götzen anbete, kann mir der Rest der Gebote auch egal sein.“
    Was daran seltsam ist, diese Menschen sind so von ihrer „Gläubigkeit“ überzeugt, das sie gar nicht merken wie unglaublich effektiv sie gegen Gott agieren.
    Und wie unglaublich brutal diese werden, wenn sie darauf angesprochen werden.

    Also denke wir in die gleiche Richtung, formulieren es nur anders – wie du geschrieben hast… „eine Frage der Definition“.

    Posted by Volker B. | 7. Januar 2013, 09:40
  27. Hallo,

    @eifelphilosoph:
    “Und welche Gegenmaßnahmen müssen jetzt ergriffen werden?”
    Solange Gegenmaßnahmen verboten sind, muss man sich sammeln oder ausweichen. Der Rest wird sich ergeben. Änderung von innen heraus würde jedenfalls fruchtlos sein.

    Im Übrigen widerspreche ich dem Punkt “Atheisten sind eher die Bösen” auf’s heftigste. Sie sind nicht besser oder schlechter als Anhänger von Religionen: Es gibt welche, die sich konsequent an bestimmte “postive” Regeln halten, genauso wie es welche gibt, die sich rücksichtslos brechen oder mißbrauchen. Die Ausrede “Dann sind das aber keine richtigen Gläubigen” im Fall der “bösen” Religiösen kann ich nicht gelten lassen. Sie halten sich einem Glauben als zugehörig. Wie sie ihn ausleben, ist ihre Sache. Im Übrigen ist rauben, morden usw. ebenfalls Pflicht im Christentum. Beispiele? Exodus, Josua, Samuel1. Und Jesus’ Worte, dass er die alten Regeln nicht antasten will. Das allein sagt schon vieles aus. Wobei ich bei Jesus’ Charakter eher erwartet hätte, dass er diesen Spruch nicht bringt. Vielleicht ist der auch nur erdichtet, wie Vieles andere in der Bibel auch, das nachträglich modifiziert ist. Da ich im Moment noch das Alte Testament bearbeite, dauert es noch ein Weilchen, bis ich mich durch das Neue Testament gewühlt habe. Dann werde ich es wahrscheinlich wissen.

    @all
    Ich überlege, ob eine Theismus-A(nti)theismus-Debatte zwischen Eifelphilosoph und mir für Dritte interessant wäre. Passender Stoff ist bereits vorhanden, vielleicht sollte man den Mailverkehr der letzten Wochen etwas trimmen und dann zwei antagonistisch aussehende, im Grunde aber in vielen Punkten ähnliche Positionen in einem Artikel ausarbeiten. Was meint ihr?

    Grüße
    Fal

    Posted by Falbrand | 7. Januar 2013, 09:36
  28. @Volker B.: das ist eine Definitionsfrage. Ich definiere Gläubige als solche Menschen, die den Geboten ihres Gottes folgen. “An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen”, heißt es ja.
    “Du sollst nicht töten” … das erwarte ich zuerst. “Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst” – kommt gleich hinterher. Halten sie sich daran – aus Demut, Ehrfurcht und Anerkennung jenes großen Prinzips, dem sie sich selbst verschrieben haben, dann … kann ich sie akzeptieren.

    Rennen sie aber mit Waffen plündernd, raubend, mordend, vergewaltigend und brandschatzend durch die Dörfer, dann haben sie mit ihren eigenen Göttern nicht mehr viel zu tun … und ich würde ihnen auch nicht die Heuchelei durchgehen lassen: dafür liebe ich die Wahrheit zu sehr. “Gläubige” finde ich nur noch sehr selten … und wenn ich sie finde, dann begegne ich glücklichen, entspannten Menschen, die sich selbst lieben wie den Nächsten, sich kein Bild von Gott machen und nicht versuchen, ihn für ihre Perversitäten vor den Karren zu spannen.

    Gut, Amerika, die Waffen-SS, die Gotteskrieger behaupten alle, das “Gott mit ihnen” sei. Wenn ich jetzt behaupte, das ich Gott selbst bin … ist das dann so?

    Der Begriff Gott (gerade weil es der höchste Gedanke ist, den Menschen denken können – obwohl er ihr Begriffsvermögen weit übersteigt) kann missbraucht werden wie der Begriff “Natur”, “Freiheit”, “Gerechtigkeit” und viele andere.

    Wollen wir jetzt Freiheit, Gerechtigkeit und Natur für “Böse” erklären, weil Hitler diese Begriffe missbraucht hat?

    Theologisch betrachtet sind die Evangelikalen (A.Schütze nennt sie in seinem Werk “Das Rätsel des Bösen” die “falschen Christen im Westen”) eher das Gegenteil dessen, was man unter einem Christen verstehen darf … aber niemand traut sich, sie so zu nennen, wie man sie nennen müsste. Christi Maß an die Taufscheinchristen angelegt, offenbart uns eine tief atheistisch geprägte Welt – praktisch, nicht dem Namen nach.

    Nennen tun sich die Menschen selbst gerne anders. Wenn wir aber danach gehen und das Selbstbild der Menschen als Wahrheit durchgehen lassen – ja, dann müssen wir Hitler zum Heiligen erklären. In seinen Augen (und in den Augen auch moderner Anhänger) war er einer.

    Und ansonsten: die Folgen des Atheismus hat Kant in seiner Kritik der praktischen Vernunft ausgeführt (obwohl er selber ein Atheist war) … und die Geschichte des 20 Jahrhunderts zeigt, was geschieht, wenn man der Vernunft den Anker nimmt: es gibt dann kein einziges Argument mehr gegen Massenvernichtung.

    Die Erde ist zu voll?

    Radieren wir einfach ein paar Milliarden aus – was soll´s? Weg mit den Armen, den Alten, den Kranken … ist doch nur leblose Biomasse – so wie Tiere.

    Und – mal ganz ehrlich: was spricht denn wirklich dagegen (außer der Tatsache, das es gerade – unter konkreter Bezugnahme auf die christliche Kultur – in diesem Land verboten ist), den Nächsten einfach umzunieten, wenn einem danach ist?

    Viele machen das schon … wenn auch oft nur wirtschaftlich.

    Posted by Eifelphilosoph | 7. Januar 2013, 07:57
  29. Sehe ich genauso wie Martin Bartonitz:

    “Aktuell ist es auf jeden Fall eher der Atheismus, der millionenfach mordet, foltert, ausrottet und als Sozialdarwinismus das Ende der Menschenrechte vorbereitet:”

    Dieser Satz straft obigen Artikel Lügen. Schade…

    “Gerade die Evangelikalen (vor allen Dingen seien die mobilisierenden Kräfte, die dem Land ein falsches, nämlich ein gewalttätiges, herrschendes Gottesbild vermitteln und
    eine Einheitsreligion erzwingen werden. Auch stellt er fest, dass alles, was in Amerika
    geschieht und entwickelt wird, sich später in Europa festsetzen wird.”
    http://www.amazon.de/Amerika-Mit-Gewalt-den-Gottesstaat/dp/3898124738

    Die Kriege die Amerika führt, werden unter dem “Schutz Gottes” geführt, genauso wie wie im Nahen Osten die Kriege im Namen Allahs geführt werden.
    Weit und breit keine Atheisten in Sicht.

    Posted by Volker B. | 7. Januar 2013, 07:37
  30. @Martin Bartonitz: Der Beleg? Kants Kritik der praktischen Vernunft. Wo die Vernunft nicht die Religion als Anker hat (besser: eine Belohnung in Aussicht gestellt bekommt) bastelt sie mit gleicher Leidenschaft an Fabriken (ohne an die Umwelt zu denken) an Konzentrationslagern (ohne an die Menschen zu denken) Atombomben (ohne an die Folgen zu denken) oder auch an unausrottbaren Virenstämmen (erst kürzlich wieder geschehen). Und solche Kriege wie die Amerikaner sie führen kann ein gläubiger Mensch nicht führen … würde er auch nicht. “Du sollst nicht töten” gilt, oder “Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst” … und hinter diesen Forderungen steht die höchste denkbare Autorität.

    Atheisten stellen schon längst de facto die absolute Mehrheit der Menschheit da … weshalb ich gerne mal auf ihre Folgen hinweise. “Du darfst” ist ihre Botschaft … und alles, worüber wir uns beklagen, ist eine Folge davon. Da stelle ich mich gerne vor das kleine Häuflein, die den Menschen nicht als einzigartige, wertlose Krönung eines chaotischen Urschlammunfalls und ausgewiesenen Herrscher des Universums ansieht … sondern wesentlich bescheidener auftritt.

    Wer die Oberhand behält? In diesem Fall der Angreifer. Er hat Plan, Struktur, Finanzmacht, Einfluss … während die anderen bislang nur Ohnmacht haben – und Angst, als Verschwörungstheoretiker geoutet zu werden. Außerdem … folgen ihnen die Massen uns zwar – wie üblich – überall hin.

    Posted by Eifelphilosoph | 7. Januar 2013, 07:00
  31. “Aktuell ist es auf jeden Fall eher der Atheismus, der millionenfach mordet, foltert, ausrottet und als Sozialdarwinismus das Ende der Menschenrechte vorbereitet:”
    Wo kann das belegt werden. Sind die kriegführenden Amerikaner nicht jene, die ihren Glauben immer wieder mit in das Feld führen. Ich sehe Atheisten als wesentlich friedliebender, da sie überwiegend keine Dogamtiken und Ismen anhängen.
    Aber sei es drum. Die NWO nimmz zunehmend Strukturen an. Aber wie es immer ist, wenn an einem Ende gezogen wird, erzeugt das immer auch am anderen Ende Kraft. Und da sehe ich immer mehr Menschen, die aus diesem alten System aussteigen, oder sich zunehmend den Mechanismen dieses Raubtierkapitalismus verweigern. Wir dürfen also gespannt sein, wer am Ende die Oberhand behällt …

    Posted by Martin Bartonitz | 6. Januar 2013, 20:48
  32. @Zigorio: profane Kirchenkritik lag mir fern. Ich denke, das Menschen die Freiheit haben sollen, auch so etwas wie “katholische Kirche” zu leben, zumal ich bei diesen “Gläubigen” viele positive Effekte sehe: uneigennütziger Dienst am Nächsten ist etwas, was ich bei Atheisten weitgehend vermisse – und Mönche und Nonnen gehören in meinem Lebensbereich zu den glücklichsten Menschen, die ich je kennengelernt habe: beneidenswert glücklich und nicht aus der Bahn zu werfen von alltagspolitischen Querelen. Das wäre ein Biotop, das ich unter allen Umständen für schützenswert halte.

    Klagen wie die über die Kirche lassen sich bedingungslos auf JEDE Organisation in der Welt beziehen … Rotes Kreuz, SPD oder KPDSU eingeschlossen. Das ist halt spezifisch menschlich … und nicht spezifisch kirchlich.

    Kirche ist halt das Gefäß, in der der Glaube momentan befördert werden muss, weil es keine Alternative gibt. Es würde der Kirche allerdings helfen, wenn sie sich auf ihre eigenen Lehren berufen würde – besser gesagt: die Lehren ihres Gründers.

    Und erwachsene Menschen mit voll ausgebildetem Verstand können gar nicht anders, als sich dem Weg der Kirche anzuschließen … aber das ist ein ganz anderes Thema.

    Aktuell ist es auf jeden Fall eher der Atheismus, der millionenfach mordet, foltert, ausrottet und als Sozialdarwinismus das Ende der Menschenrechte vorbereitet: wieso sollte der Wähler/Bürger/Kunde auch mehr Rechte haben als das Hausschwein? Im Prinzip ist Hartz IV eine Gesetzgebung für Hausschweine: wenn man fett und alt wird, wird man geschlachtet.

    Posted by Eifelphilosoph | 6. Januar 2013, 17:53
  33. @Falbrand: danke für die Zusammenfassung. Es gab schon mal einen Philosophen (der mir leider abhanden gekommen ist) der als schlimmste Bedrohung der Moderne die Diktatur der Funktionäre benannte … in den dreissiger Jahren. Dieser Horror entfaltet sich gerade – und hier gilt auch, das eine Krähe der anderen kein Auge aushackt. So können Mafiabosse, Bundeskanzler, Rocker, Bundespräsidenten und Bischöfe locker an einem Tisch sitzen: sie alle wollen die gleiche Beute. Und welche Gegenmaßnahmen müssen jetzt ergriffen werden?

    Posted by Eifelphilosoph | 6. Januar 2013, 17:41
  34. Hallo und danke für den Artikel,

    da Eifelphilosoph und ich seit einigen tagen fleissig zum Thema Religion und Antitheismus hin- und hermailen, möchte ich auf das Thema “organisierte Religionsausübung und -verbreitung” nicht näher eingehen.

    Aber zum Thema Soziales und Wirtschaft bzw. Machtpolitik hätte ich eine kleine Anmerkung: Ich lese gerade “Atlas Shrugged” von Ayn Rand. Dort wird auch die Gegenseite gezeigt. Vielleicht für den einen der anderen interessant. Im Wesentlichen geht es in dem Buch um sog. Leistungsträger bzw. “Mover” bzw. “Creators”, die daran gehindert werden, die Menschen voranzubringen und zwar, weil sie es aus den falschen Motiven tun (nämlich indem sie sich persönlich dabei bereichern).

    Im Wesentlichen kann man in unserer Gesellschaft fünf Kategorien Menschen unterscheiden, wenn es um Themen geht, wie in diesem Kapitel beschrieben:

    Kategorie 1 sind Visionäre (bei Rand “Creators” oder “Movers”). Diese handeln von selbst, verfolgen eher “Höhere” Ziele, sind aber durchaus auch gierig oder narzistisch.

    Kategorie 2 sind jene, die nur eines kleinen Anstoßses bedürfen, um tätig zu werden. Das sind jene, die einen kleinen Erfolg benötigen, um kräftig mitzuschaffen.

    Kategorie 3 sind jene, die den Beweis benötigen, oder eine ausgefeilte Methode oder einen bereits funktinierten oder etablierten Prozess.

    Kategorie 4 sind jene, denen das Mitgestalten relativ egal ist, sie leben vom und im System, das andere geschaffen haben und “versuchen über die Runden zu kommen”. Sie verbindet keine Leidenschaft mit dem System. Sie versuchen es meist auch nicht zu verbessern oder gar zu schützen.

    Kategorie 5 nun sind jene, mit denen wir aktuell am meisten Probleme haben. Denen ist das System bzw. die Existenz des Systems egal, solange sie einen Vorteil daraus ziehen können. Können sie dies nicht, schädigen sie das System oder passen es ihren Bedürfnissen an.

    Kategorie 1+2 und Kategorie 5 sind Antagonisten.

    Derzeit hat Kategorie 5 die Überhand und wird immer stärker. Kategorie 1 und 2 snd aber niemals stark genug, um sich gegen 5 zu behaupten, denn 1 und 2 müssen “den Laden am Laufen halten”. Ihre Fähigkeit sich zu wehren oder gar ihr Interesse, dies zu tun, ist gering. 1 und 2 sind die Forscher, die Wissenschaftler, die Ingenieure, die Ideenausbrüter, die Tüftler. Sie interessieren sie eher weniger für Lobbyismus oder für soziale Geflechte (bzw. hier: “Filz”) und derlei dinge. Für Kategorie5-Menschen sind sie deshalb häufig geundenes Fressen, denn jene profitieren von ihrer Arbeit direkt.

    Ausnahmen gibt es natürlich immer wieder, genauso wie Hybride. Als Beispiel nehmen man das “Duo” Edison/Tesla oder, ein etwas neueres Beispiel: Jobs/Wozniak. Edison und Jobs sind 1/5-Hybride (jedoch mit Betonung auf 1), Tesla und Wozniak sind reine 1er.

    Typische Verterter für Kategorie 5 sind meist Politiker, Funktionäre, Imageberater, Consultants. Deren Anteil in diesem Berufen dürfte bei >75% sein.

    viele Grüße
    Fal

    Posted by Falbrand | 6. Januar 2013, 16:22
  35. Mich wundert es immer wieder, wie erwachsene Menschen mit einem eigentlich vorhandenen Menschenverstand auf die Augenwischerei der Kirche reinfallen.
    Seit Jahrhunderten wird im Namen Gottes millionenfach gemordet, gefoltert, ausgerottet – eigentlich konzentriert die Kirche und ihre Anhänger die gesammte Perversion, zu die der Mensch fähig ist. Egal ob man selber Hand anlegt oder nur die Augen verschliesst und sich mit der nächsten Absolution sich sein Himmelreich einkauft. Jeder, der hirnlos diesem Menschenwürde-verachtendem System hinterhereifert, macht sich mitschuldigt. Denn mit jedem einbezahltem Euro unterstützt man den grössten legalen Pädoverein der Welt.
    Würde ich mit meinen Anschuldigungen falsch liegen, hätte ich nicht folgende Fragen:
    - Warum umgibt sich der Vatikan/Kirche mit Prunkbauten und Gold, während Millionen verhungern?
    - Warum verschliesst der Vatikan seine Bibliothek vor jedem interessierten “Nichtvatikaner”?
    - Warum lernt die Kirche nicht aus Fehlern, geschweige denn gibt sie zu?
    - Warum ist der Staat der Geldeintreiber für die Kirche? Ich dachte nach der Verfassung ist Staat und Kirch getrennt.
    - Warum werden Leute “heilig” gesprochen, die nix Gutes getan haben und auf der Toilette genau gleich stinken wie du und ich?
    Im Buch “der Pfaffenspiegel” von Otto von Corvin, erstmals erschienen im Jahre 1845, zeigt den Werdegang des Vatikans mit seinen krebsartigen Geschwüren wunderbar auf. Kein Wunder ist dieses Buch auf der Liste der verbotenen Literatur.
    Ich wünsche mir, dass jeder christliche Fundamentalist ( für mich gehören alle dazu, die vor der wahren christlichen Geschichte die Augen verschliessen), dieses Buch lesen und sich für eine Öffnung ihres Glaubens bewegen lassen. Der Glaube ist an und für sich eine gute Sache, denn er fördert die Toleranz und Liebe unter den Mitmenschen. Jeder “Fundi” sollte sich einfach mal fragen, wie viel er zu einer Öffnung seines Glaubens beiträgt und Andersdenkende in sein Weltbild integrieren kann.

    Posted by Zigorio | 6. Januar 2013, 11:46
  36. Respekt für den Artikel. Wahnsinn, was hier abgeht..

    Posted by Indi | 5. Januar 2013, 21:54
  37. @derdenwaldliebt: Bitte sofort aufhören mit dem Selbsthass. Nicht wir sind für die Lügen verantwortlich – sondern die Lügner. Wäre ganz schlecht, wenn die solche Nebenwirkungen mit ihren Lügen erzielen … die Wirkungen allein sind schon schlimm genug.

    Posted by Eifelphilosoph | 5. Januar 2013, 20:32
  38. @naja: Das Buch von Martin erhält seine Brisanz erst im Spiegel anderer Nachrichten … von denen es noch viel mehr gibt. Ich halte es für einen sehr wichtigen Baustein, der mir vor allem das Verhalten der Bischöfe in der sozialen Frage erklärt.

    Posted by Eifelphilosoph | 5. Januar 2013, 20:31
  39. Vielen Dank für die tiefgehende Betrachtung eines Buches, von dem ich dachte, es bereits gut zu kennen.

    Der Tod Malachi Martins wird je nach Quelle unterschiedlich geschildert. Die Bandbreite liegt zwischen Herzinfarkt, Ermordung, dämonischer Folter bis zum Tod, was bei einem Exorzisten vermutlich ebenfalls denkbar ist. Er muss zu vielen Satanisten auf die Füße getreten haben, also wäre auch Folter mit Todesfolge denkbar.

    Wenn wir schon bei Büchern sind:
    “Im Namen Gottes” von David A. Yallop beschäftigt sich ebenfalls mit dem Einfallsreichtum in Geschäftsdingen im Vatikan. Johannes Paul I. starb ja innerhalb recht kurzer Zeit nach Einführung in sein Amt unter nicht mehr aufklärbaren Umständen.

    Eines seiner Ziele war die Auflösung der P2-Loge, obwohl Logen ja sowieso ein großes Tabu für Kirchenfürsten darstellen sollten. In diesem Verfahren wären auch Kardinalshüte aberkannt worden. Wie schön, dass er dann plötzlich tot war. Natürlich unter seltsamsten Umständen gestorben wurde, die in sich so unstimmig sind. Dass er dann auch noch rasch einbalsamiert wurde, zeigt die Sorge vor weiteren Untersuchungen.

    Eines hat er noch bewerkstelligen können: Die Anteile des Vatikan an der Pharma-Firma Serono, einem Anti-Baby-Pillen-Hersteller, mussten rasch verkauft werden. Das nenne ich zumindest konsequent im Glauben.

    Ein Mitarbeiter der obigen Firma erklärte uns mal, dass an jedem Montagmorgen mit der ersten Maschine aus Rom ein Monsignor mit diplomatischen Status nach Frankfurt kam, dessen Gepäck natürlich unkontrolliert blieb. Er brachte Bargeld nach Deutschland zur Bestechung der Produktanwender. Mitbewerber hatten keine Chance, solange sie nicht auch aus vollen Taschen bestechen konnten.

    Und so hatte angeblich so mancher Professor seinen Mercedes oder auch seine Einbauküche finanzieren können. Aber so etwas glauben wir ja nicht von unseren Medizingrößen, nicht wahr? Sie sind rein, unbestechlich und über allen Verdacht erhaben. Sah man ja gerade wieder bei den Organspenden in Deutschland.

    ———————
    Um auf das Bronzebild einzugehen: Der zweite Absatz unseres Glaubensbekenntnisses lautet:

    Und an Jesus Christus,
    seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
    empfangen durch den Heiligen Geist,
    geboren von der Jungfrau Maria,
    gelitten unter Pontius Pilatus,
    gekreuzigt, gestorben und begraben,
    hinabgestiegen in das Reich des Todes,
    am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
    von dannen er kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten.

    Da er – mit Hilfe des Erzengels Michael – Satan besiegte und siegreich auferstanden war, finde ich das Bildnis im Vatikan ebenfalls unverständlich. Die Darstellung ist in meinen Augen blasphemisch. Aber wer bin ich schon, mich mit meiner Bewertung einzumischen. Sie stellt nur meine persönliche Meinung dar.

    —–

    Posted by NaJa | 5. Januar 2013, 18:48
  40. Ob Kant doof war, da müsste man einen Kannibalen fragen, was er von Neoliberalismus und den Präzissionskriegen unserer Zeit, samt “Kolatteralschäden”, Organhandel und erfrorenen Obdachlosen hält.
    Sicher wäre das ein gefundenes Fressen für jeden heidnischen Homovoren, der es für eine dekadente Überflussgesellschaft halten müsste.
    Jedes Schaf müsste sagen, dass die Schäfer schlimmer sind als der böse Wolf.
    Wenn man sich dann noch mit “Verschwörungstheorie”, Kirche und Symbolen befassen würde, dann müsste man sich mit Fischkopf-Hüten, Saturnalien, Weihnachtsmännern, Sündenbock-Opfern und okkulten Sonnenkulten befassen.
    Man kann sich, was Verschwörungen betrifft, in heutiger Zeit auch Mordanschlägen in Sarajevo widmen, “Sendern Gleiwitz”, Pearl Harbors, Nine elevens, “Achsen des Bösen”- bestückt mit ABC-Waffen und religiösen Patriarchen.
    Das Spiel bleibt das Gleiche.

    … ich würde es gerne lassen zu Kommentieren, Eifel, aber wenn ich solche hintergründig-tiefsinnigen Artikel lese, dann kann ich nicht anders.

    Genauso ist es mit diesen Quecksilberlampen, mit Sparzwängen und Überbevölkerung, Pandemien.
    Mit diesem “Klimawandel” der ein Geoingeneering ala “Chemtrails” nötig machen soll.

    Es könnte sein, dass man sich selbst zu hassen beginnt, für die Lügen die man zu lange geglaubt hat, oder gegen die man nur wenig tun konnte.
    Mir geht es jedenfalls so.

    Posted by DerDenWaldLiebt | 5. Januar 2013, 16:10

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