Wissenschaft

Gewalt in der Psychiatrie – Gedanken zu einem aktuellen Gesetz

Mittwoch, 19.12.2012. Eifel. Na, fühlen Sie sich gut? Noch voll im Job, sich gar unverzichtbar wähnend? Kerngesund an Körper und Geist, Häuschen gut eingerichtet, Pool schön blank geputzt, das kleine Segelboot auf Hochglanz poliert, am Wochenende gar die ersten Flugstunden bezahlt? Urlaub auf den Malediven gebucht, Tauchkurs inklusive … und der neue SUV ist ein Benz oder Porsche und nicht mehr ein asiatisches Billigprodukt? Vielleicht haben Sie sogar Kinder – maximal zwei – die ihr ganzes Glück sind … sofern sie die Feuergefechte in den Grundschulen überleben. Sie fühlen sich superwohl, ein König der Welt (zum Herrscher des Universums braucht es noch eine Zeit) und sind der Meinung, das Ihnen nichts und niemand etwas anhaben kann? Nun … dann kennen Sie wohl die deutsche Psychiatrie noch nicht, eben so wenig die Pläne unseres Gesetzgebers, wie dort wieder Gewalt einziehen soll. Wie bitte? Psychiatrie betrifft Sie nicht? Sie haben doch einen Mann bzw. eine Frau, oder? Vielleicht auch den einen oder anderen Neider? Oder gar Konkurrenz innerhalb der Firma, der Partei, des Verbandes? Bei ihnen gibt es etwas zu holen – natürlich betrifft Sie die Psychiatrie … und wenn sie da erstmal drin sind und sich nicht fügen, dann kommen sie erst Recht nicht mehr heraus.

Als Philosoph hat man einen besonders kritischen Zugang zur Psychiatrie oder Psychologie. Oft wundert man sich, das es diesen Zweig der Wissenschaft überhaupt gibt, denn im Prinzip kann er eigenständig gar nicht bestehen. Wie will man entscheiden, ob Verhalten normal ist oder nicht, wenn man sich keine Gedanken über das System macht, das den Rahmen für die Normen bestimmt? In der Psychiatrie (hier arbeiten Ärzte) hat man dafür noch viel Verständnis, in der Psychologie (hier arbeiten Psychologen) weniger … es geht um Geld, da kennt man keine Gnade. Um abrechnen zu können, brauche ich therapierbare Verhaltensauffälligkeiten … je mehr ich davon erfinde, umso reicher werde ich: das ist die Ausgangslage der Psychologen. Die verabreichen aber nur höchst selten Drogen, davon leben die Psychiater. Dort ist man auch schon kritischer – vor allem in den großen Institutionen. In einem Haus war ich als Philosoph sogar mal hoch willkommen – der Chefarzt war schier am Verzweifeln: „den Deutschen muss ich behandeln, wenn er mit Gott spricht – den Türken muss ich behandeln, wenn er nicht mehr mit Gott sprechen kann: ist doch absurd“. Ein Originalzitat.

Diesen und anderen Kontakten hatte ich dann die einmalige Chance zu verdanken, Krankheitsbilder in geschlossenen Abteilungen der Psychiatrie zu studieren. Ich hatte einen Kittel, einen Schlüssel (man hat mir dringend geraten, das IMMER zu erwähnen, wenn ich – in den Grenzen der Schweigepflicht – über diese Erfahrungen rede … man sieht, es ist in diesem Land schon gefährlich, auch nur in der Nähe der Psychiatrie verortet zu werden) und zuvor viel Literatur verschlungen, um diverse Krankheitsbilder zu erkennen und diese dann in die Schulung eigener Mitarbeiter einfließen lassen zu können.

Ich habe dort interessante Beobachtungen gemacht, mir nebenbei die Frage gestellt, ob da nicht ziemlich Willkür bei der Diagnose herrscht. Sind nicht eigentlich alle Menschen depressiv, die nicht manisch sind? Und alle manisch, die nicht depressiv sind? Da muss ein Produktmanager der Pharmaindustrie die Diagnosen gestrickt haben … so eng, das kein Pillenkonsument mehr entkommen kann. Ich fand viele normal wirkende Menschen, einer saß ein, weil er überall die dreifache Sechs gesehen hat … zum Beispiel auf dem Barcodes jeder Ware. Ich wusste, das das stimmen kann – hatte kurz zuvor ein Buch gelesen, das sich mit dem inflationären Gebrauch dieser Zahlenkombination beschäftigte (sie ist heute noch – aus ungeklärten Gründen – auf JEDEM Apothekenrezept zu lesen), hielt mich aber zurück. Immerhin war ich ja auch kein Arzt.

Ich habe auch mit Ärzten während dieser Praktika gesprochen … wollte wissen, warum sie gerade diesen wenig lukrativen Zweig der ärztlichen Tätigkeit gewählt haben, die Antwort eines Medizinstudenten (in offener Runde) sprach Bände: „die Ausbildung ist nicht so lang, die Abschlüsse hat man schneller„. Man spart sich wohl einiges an schwierigen ärztlichen Prüfungen.  Was ich aber auch fand, waren viele Ärzte, die noch eng am Eid des Hypokrates lebten und die schier verzweifelten ob der Bedrängnisse, in denen der moderne Mensch lebt. Jeder Arbeitslose wäre bei ihnen gut aufgehoben … denn diese Form der verharzten Arbeitslosigkeit macht psychisch extrem krank.

Bevor ich mich an diesen Artikel gemacht habe, habe ich aber auch echte psychiatrieerfahrene Menschen befragt. Eine Antwort möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Mich wollte mal ein Oberarzt zur medikamentösen Behandlung zwingen, ein richtiges Arschloch. Da ist mir bei der richterlichen Anhörung eine gute Idee gekommen. Ich sagte, er soll doch mal einen Patienten zeigen, bei dem die Psychopharmaka so gut helfen, also von der Station ins Anhörungszimmer holen. Der Richter hat sich darauf eingelassen und den Arzt aufgefordet, mal eine/n reinzurufen. Das konnte er natürlich nicht. 
Damit hatte sich das erledigt .

Eine ganze Station voller psychisch kranker Menschen, die alle Tabletten schlucken, aber nicht EINER davon kann vor Gericht erscheinen um zu zeigen, wie toll es ihm geht?

Nein, natürlich nicht. Immer noch ist Haldol eines der beliebtesten Medikamente in der Psychiatrie … der Kosten wegen. Dieses Medikament verwandelt sie in ein Wesen, das ohne Regungen im Gesicht scheinbar willenlos durch die Gänge schlurft und dabei – eine Nebenwirkung ist extremer Speichelfluss – eine Schleimspur hinter sich lässt. Solche Leute vor Gericht gezerrt … der Richter würde Angst kriegen.

Nun – der oben zitierte Patient hatte noch Glück. Heutzutage kann man die medizinische Behandlung verweigern. Man braucht sich nicht zum Tablettenschluckautomaten degradieren zu lassen, wie es viele Millionen Menschen freiwillig tun. Man kann einfach NEIN sagen – und schon bleibt der Körper sauber und rein.

Nach dem Willen der Regierung aber … soll dies jetzt anders werden.

Ich weiß nicht, warum die Regierung an sabbernden, willenlos dahinschlurfenden Gestalten Interesse hat, ich kann nur sagen, das dieses Gesetz  (von CDU und FDP) mit Hochdruck durch den Bundestag gepeitscht werden sollte. Das ist keine Kleinigkeit, denn das Gesetz soll aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs aushebeln und verstößt gegen die UN-Behindertenrechtskonvention (siehe Spiegel).

Die AWO hält das für bedenklich, der Paritätische Gesamtverband hält das für bedenklich, Chefärzte von großen Kliniken schreiben der Ministerin, das sie das Gesetz gar nicht brauchen, der Betreuungsgerichtstag lehnt es in seiner Abschlusserklärung ab ebenso wie die Bundespsychotherapeutenkammer. Es liegen Gutachten vor (Thomas Saschenbrecker) und eindeutige anwaltliche Stellungnahmen (Kanzlei Lünsman, Tomein, Toldorf), die die Problematik dieser Gesetzgebung durchleuchten, bei letzten finden sich Kommentare, die aufzeigen, welchen Eindruck die neue Gangart der Regierung macht, so meint Lili Lo:

… das erinnert stark an vergangen geglaubte Zeiten und gibt mir gerade ein eher unangenehmes Gefühl, vor allem steht die Frage im Raum:
Sind diese “Volksvertreter” überhaupt ausreichend befugt das im Alleingang entscheiden zu dürfen?
Die Willkür greift um sich – wohl kein Zufall, da wir Zeiten entgegensehen, in denen der Mensch wieder mehr und mehr erwacht, was demzufolge für einige als unbequem empfunden werden wird …

Oder Peter von Rüsten:

Ich gehe da mit meiner Meinung noch weiter.

Das gab es zu Hitlers Zeiten auch schon mal das Menschen Zwangsbehandelt wurden.

Außerdem könnte man mit diesen Gesetz jeden unliebsamen, kritischen Bürger sofort und Legal aus dem Verkehr ziehen .

Auch Reporter und deren Berichterstattung könnte mit Androhung einer Zwangsbehandlung zum Nachteil der realen Berichterstattung angewendet werden.

Wer solche Gesetze entwickelt braucht wahrhaft ein Therapie !

Wir merken: ganz so unpolitisch und unwichtig ist dieses Gesetz nicht … und auch nicht die Art und Weise, wie es zustandekommt, siehe Wolfgang Neskovic von den Linken: 

„Der Deutsche Bundestag erweist sich regelmäßig als bloße „Abnickmaschine“. Selbst Gesetzentwürfe, die schwerste Grundrechtseingriffe enthalten, werden vom Parlament einfach abgenickt, ohne dass die Abgeordneten sich die Gelegenheit einräumen, sich mit der entsprechenden Materie angemessen sorgfältig auseinanderzusetzen“, erklärt Wolfgang Nešković, Justiziar und Vorstandsmitglied der Fraktion DIE LINKE anlässlich der für morgen vorgesehenen ersten Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme.

Was will man sich beschwehren: diese Abnickmaschine hat uns Hartz IV beschehrt und mit dem ESM unsere Souveränität verkauft – natürlich nicken die auch andere Menschenrechtsverletzungen ab, erst Recht, wenn eine ganze Industrie dahintersteht: die Pharmaindustrie sieht ihre Absatzmärkte gefährdet. Da sie über das größte Lobbyistenheer der Republik verfügen (15 000 Mann), sollte man sich nicht wundern, das gerade die zentralen Absatzförderer für das Gesetz sind: der Deutsche Richterbund und der Facharztverband DGPPN mahnen schnellste Durchführung an … immerhin verliert die Industrie tagtäglich Geld.

Nebenbei bemerkt: für solche „Notfälle“ hat man als Lobbyist der Pharmaindustrie immer Geheimwaffen parat, meine (nie eingesetzte) war eine Woche Barbados (für hartnäckige Entscheidungsträger) im Privathaus von Paul McCartney. Direkt nebenan wohnt Stephen Spielberg (ja, DER Spielberg), dem einige Teilnehmer einer Notärztetagung (Selbstzahler) dort dann auch begegnen durften. Das Haus hatte eigenes Personal, eine eigene Stretch-Limousine, einen eigenen Strand mit eigenem Katamaran – in einer solchen  Umgebung kann man viel entspannter miteinander reden als im Chefzimmer der Uniklinik. So macht man Gesetze … in allen Branchen – und vielleicht versteht man jetzt, warum ich immer zaudere, wenn als ultimative Lösung der Gang auf die Straße gepredigt wird: auf Barbados hört man euch nicht, nur nebenbei bemerkt. Aber dort fängt man an, zu verstehen, das nette Menschen einem was umsonst geben und die wirklich Unnetten nur etwas von einem nehmen, etwas haben  wollen – wie zum Beispiel Sozialleistungen.

Zurück zu DGPPN, die dem System bei der Gelegenheit ein Eigentor schießt, in dem sie beschreibt, warum sie (unter anderem) dringend die Zwangsbehandlung braucht: um die Nebenwirkungen von Cortison zu behandeln, dem Lieblingsgift der Orthopäden, das neben vielen anderen häßlichen Nebenwirkungen auch psychisch krank macht:

Ein 64 Jahre alter Bauingenieur wird wegen einer rheumatischen Gelenkentzündung einige Wochen mit Cortison behandelt. Darunter entwickelt er einen ausgeprägten Verfolgungswahn, infolge dessen er mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch ein Wohngebiet fährt (auf der vermeintlichen Flucht vor Geheimdienstagenten).

Der Patient leidet unter einer Cortison-induzierten Psychose, einer Komplikation einer solchen Behandlung, die etwa 2% der Patienten betrifft.

2 Prozent … das ist viel, wenn man bedenkt, das Orthopäden fast jedem ihrer Patienten Kortison verabreichen. Noch bedenklicher wirkt die Beurteilung des „Verfolgungswahns“ … wie viele von uns Bürgern fühlen sich denn nicht vom Staat verfolgt, zum Beispiel durch solche Gesetze. Ich möchte hier eine kleine Stellungnahme verschiedener Betroffenenverbände zitieren, die einem nahelegen, wie sie die aktuelle Diskussion wahrnehmen, siehe Zwangspsychiatrie.de:

Der Hass war immer schon da, der Hass auf die Unangepassten, die Faulen, Querulanten, Störer, Abhänger und Quertreiber. Ganz besonders groß ist der Hass auf die, denen mit den Mitteln des Strafrechts nicht beizukommen ist, weil sie sich keine strafbare Tat haben zuschulden kommen lassen. “Denen muss das Maul gestopft werden, die müssen weg”, sagen die Angepassten. Dafür haben Ärzte sich einen bösartigen Jargon ausgedacht: “Euren Hass, den können wir bedienen, die definieren wir einfach zu “Geisteskranken”, oder noch schicker, zu “psychisch Kranken”, und dann können alle an diesen verübten Grausamkeiten als “medizinische Behandlung” getarnt werden, dann können alle Menschenrechte und Gesetze, die sonst sogar noch für gefangene Straftäter gelten, einfach ignoriert werden, denn wir behaupten einfach, die Foltermethode der gewaltsamen Verabreichung von Psychodrogen usw. wäre “medizinische Behandlung” zur Heilung dieser erfundenen Krankheiten. Wenn ihr, die Gesellschaft, uns durch die Gesetzgeber die Macht gebt, das mit Gewalt durchzusetzen, dann merkt auch niemand den Schwindel, denn es entspricht ja eurem Wunsch so einen Vorwand zu erfinden.”

Diese Praxis und deren scheinlegalisierender Schutz durch illegale, nie grundgesetzkonforme Gesetze hat in dieser Republik 63 Jahre lang funktioniert. Nach dem Motto “Die sollen doch froh sein, dass wir diese nutzlosen Esser nicht mehr vergasen” wurde weggesperrt und ab 1949 zwar nicht mehr gemordet, aber mit Gewalt das Gehirn zerstückelt (Lobotomie), elektrogeschockt, mit Insulin geschockt und wurden ab Anfang der 60er Jahre hoch potente Drogen gewaltsam verabreicht.

Die Hexenverbrennungen der Neuzeit … nur anders definiert?

Schlimmer noch. Viel schlimmer – und jetzt kommen wir nach einer kleinen Exkursion wieder zu Ihnen zurück, dem reichen, gesunden, nicht zwangspsychiatrisierten Normalbürger. Ihnen hat die Geschichte hier vielleicht bislang gar nicht zugesagt, Sie fragen sich beständig: was habe ich damit zu tun?

Nun – vielleicht haben Sie schon von dem Fall Gustl Mollath gehört? Ein Mann wie sie: ganz normal. Nun – einem Brief von Rudolf Heindl, Richter im Ruhestand an die bayrische Justizministerin Beate Merk (u.a. hier bei Grilleau veröffentlicht) entnehme ich, das es bei dem Fall Mollath ganz neue Dimensionen des deutschen Rechtssystems offenbarten … Dimensionen, die Historiker freilich schon kannten:

Sie Frau Merk haben von Ihrem Vorgänger ein kriminelles Underground-Justiz-System übernommen, das Sie in Ihrer Amtszeit fortgeführt und perfektioniert haben.

Geben Sie gegenüber der Öffentlichkeit und dem Bayerischen Landtag, die Sie belogen haben, zu, dass das Verfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth gegen Herrn Mollath beim Kollegen Brixner ein vom Anfang bis zum Ende manipuliertes Verfahren gewesen ist, so wie in den Räumen dieses Nürnberger Gerichts im Nationalsozialismus die Verfahren gegen Juden manipuliert worden sind, die man unbedingt ins KZ bringen wollte, weil sie politisch unerwünscht waren oder weil lüsterne Parteigenossen gierig nach dem Besitz solcher Opfer schielten.

Es ist dem Laienrichter Westenrieder, der sich auf die Erfahrung von ca. 60 Prozessen stützt, auch aufgefallen, dass der Kollege Brixner als der prozessleitende Vorsitzende herumgeschrien hat wie seinerzeit in der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte Roland Freisler amVolksgerichtshof. Der Laienrichter Westenrieder, der dieses Urteil über Gustl Mollath als Fehlurteil bezeichnet, hat etwas Derartiges in keinem Verfahren vorher und keinem Verfahren nachher erlebt.

Ein kriminelles Underground-Justizsystem? Mit Verbindung zu Steuerhinterziehern, Drogenhändlern, Waffenschmugglern und dem nationalsozialistischem Untergrund, heute kurz NSU genannt?

Das lässt die Forderung der Frau Merk in einem ganz anderen Licht erscheinen, gefunden beim Deutschen Richterbund: 

Auch der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) und Bayerns
Justizministerin Beate Merk (CSU) haben den Bundesgesetzgeber aufgefordert, schnellstmöglich
eine gesetzliche Grundlage für die medikamentöse Zwangsbehandlung von betreuten psychisch
kranken Menschen vorzulegen.

Klar droht da Eile. Wo kämen wir hin, wenn jetzt die ganzen sorgfältig Weggeschlossenen reden würden?

Und man merkt, wie schnell man selbst ins Visier der Psychiatrie gerät: immerhin zeige ich gerade Anzeichen für einen Verfolgungswahn, in dem ich ein System skizziere, das Deutschland fester im Griff hat als es erlaubt ist, zu denken.

Wenn Sie jetzt denken, Sie haben immer noch nichts mit dem Thema zu tun, dann möchte ich Ihnen die Meinung der ehemaligen Oberstaatsanwältin Gabriele Wolff ans Herz legen. In einer umfangreichen Darstellung zeigt sie, wie heutzutage Frauen ganz bequem ihre Männer entsorgen können, wie ein ganzes System versagt und einen normalen Menschen (ganz jenseits aller politischen „Wahnvorstellungen“ – die dann doch einfach nur böse Realität waren) mit schlampigen Gutachten, unseriösen Ferndiagnosen, gefälschten Attesten und einer im Sinne des Opferschutzes zur (parteilichen) Frauenfreundlichkeit verpflichteten Justiz ins Irrenhaus bringen können … wo Medikamente dafür sorgen, das er hilflos sabbernd durch die Gänge irrt und wirklich niemanden mehr stört.

Die Pharmaindustrie wird das ihre dazu tun, das System lebendig zu halten, Kriminelle im politischen Apparat (und der ganze Apparat selber) ziehen ihren Nutzen daraus und Kriminelle im privaten Bereich ihren persönlichen finanziellen Gewinn.

Immer noch gut drauf?

Dann will ich ihnen mal eins sagen, als ihr Freund, ihr Nachbar, ihr täglicher Beobachter:

die Art, wie sie ihre Kinder anfassen, beunruhigt mich.

Ihre Frau wirkt oft sehr gedrückt, wenn sie wieder nach Hause kommt.

Die Art, wie sie ihren Porsche wienern, hat manchmal etwas Zwanghaftes an sich.

Im Übrigen wirken sie auf mich sehr depressiv, wenn sie das Haus verlassen. Oder eben manisch.

Und wie sie sich abends versichern, das Fenster und Türen verschlossen sind und niemand durch die Fenster schauen kann, erinnert schon an Verfolgungswahn … oder haben Sie etwas zu verbergen?

Gut, ihr Grundstück wollte ich schon immer haben – und ich meine auch, das mein Sohn Ihren Job viel besser machen könnte als Sie, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, das immer diese Schreie zu hören sind, wenn Sie mit Frau und Kindern alleine sind.

Die Armen, die sind ja auch schon viel zu verängstigt, um darüber zu reden. Ich habe mal die anderen Nachbarn beim Grillen daraufhin angesprochen … und ehrlich, die machen sich jetzt auch Sorgen. Auch denen ist jetzt klar geworden, wie seltsam Sie sich benehmen, wie kontaktscheu Sie sind – Sie haben uns ja noch nicht mal auf ihr Boot eingeladen!

Wir haben jetzt mal – bitte nicht falsch verstehen – den Sozialpsychiatrischen Dienst informiert. Und die Polizei. Hoffentlich traut sich Ihre Frau noch, die Wahrheit zu sagen – wenn nicht, wird man sie in der Psychiatrie schon gut behandeln. Das ganze Dorf weiß ja jetzt Bescheid – vielleicht findet Ihre Frau ja dort zu sich selbst.

Und Sie … nun ja. Wahrscheinlich werden sie versuchen, Widerstand zu leisten. So ein Querulant waren Sie ja schon immer. „Fehlende Krankheitseinsicht“ ist auch eine Diagnose. Oder Sie machen es sich leicht, und nehmen die Medikamente.

Glauben Sie mir: dann hören auch die Wutanfälle auf, dieses ganze Toben und Lärmen wegen Ihrer angeblichen Unschuld.

So geht es vielen heute  – und nicht alle haben das Privileg, eine Tablette dagegen zu bekommen, die sie in empfindungsloses menschliches Gemüse verwandelt, dessen Schweigen so nützlich für so viele sein kann.

 

 

 

 

 



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