Montag, 3.12.2012. Eifel. In den USA ist ja gerade die Hölle los. Die hatten ja gemerkt, das sie langsam zum Dritte-Welt-Land werden (siehe: Hintergrund):
Ikea eröffnete vor kurzem eine Fabrik in Virginia, einem Bundesstaat, in dem gegenüber Gewerkschaften keine Gastfreundschaft herrscht. Im Heimatland Schweden bekommen Ikea-Arbeiter 19 US-Dollar die Stunde und erhalten mindestens fünf bezahlte Urlaubswochen pro Jahr. Das sind ziemlich hohe Arbeitskosten. Also ging das Unternehmen in die USA, wo es den Arbeitern gerade einmal acht Dollar pro Stunde und nur zwölf Urlaubstage pro Jahr zahlen muss.
Da sieht man mal, was im Mutterland des Kapitalismus möglich ist. Ikea brauchte auch so ein Land: die Gefängnisse in Ostdeutschland stehen nicht mehr zur Verfügung, da brauchte man Alternativen. Was lag näher, als in die USA zu gehen, einem Land, das sich zusehends in ein Riesengefängnis verwandelt.
Wir haben ja viel erwartet von der Homeland-Security, nur hört man nicht mehr sehr viel von ihr – außer jetzt. Auf der Seite der Regierung selbst findet man eine überraschende Ankündigung (siehe White-House.gov):
White House Homeland Security Partnership Council. There is established a White House Homeland Security Partnership Council (Council) to foster local partnerships — between the Federal Government and the private sector, nongovernmental organizations, foundations, community-based organizations, and State, local, tribal, and territorial government and law enforcement — to address homeland security challenges. The Council shall be chaired by the Assistant to the President for Homeland Security and Counterterrorism (Chair), or a designee from the National Security Staff.
Ein Sicherheitspartnerschaft, die sich auf alle gesellschaftlichen Sektoren ausweiten soll – sogar auf die Stammesregierungen der Reservate oder Nichtregierungsorganisationen. Jede lokale Behörde (und auch jede lokale Firma) werden Mitarbeiter der Staatssicherheit (übersetzen wir das heute mal so, damit wir besser verstehen, was dort gerade abläuft), Greenpeace, Amnesty International, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen – alles Agenten der Staatssicherheit.
Gruselig, oder? Kommt aber noch besser.
In einem weiteren Memorandum kündigt Obama ein Programm zur Abschreckung von Insiderbedrohungen an:
This Presidential Memorandum transmits the National Insider Threat Policy and Minimum Standards for Executive Branch Insider Threat Programs (Minimum Standards) to provide direction and guidance to promote the development of effective insider threat programs within departments and agencies to deter, detect, and mitigate actions by employees who may represent a threat to national security. These threats encompass potential espionage, violent acts against the Government or the Nation, and unauthorized disclosure of classified information, including the vast amounts of classified data available on interconnected United States Government computer networks and systems.
Das verwirrt den fernen und landesfremden Leser nun ein wenig. “Violent acts against the Government or the Nation” – von Insidern? Das hört sich an, als ob alle Alpträume der Verschwörungsanalytiker wahr geworden wären. Die reagieren auch gleich auf der Seite Veterans-today und skizzieren die Bedrohung, die – wie schon von anderen Präsidenten wahrgenommen – als Offensive des militärisch-industriellen Komplexes, auf die Obama sich vorbereitet. Vielleicht ist dies der Hintergrund für ein ominöses Treffen, das das Wallstreet-Journal ausgemacht hat: überraschend und unerwartet hatte sich Obama mit Mitt Romney getroffen, der sich zuvor mit seinem Jetzt-nicht-mehr-Vize Paul Ryan getroffen hatten. Angeblich haben sie sich Anekdoten aus dem Wahlkampf erzählt – aber auch der Wallstreet-Autor scheint nicht so ganz davon überzeugt zu sein.
Es ist schwierig, diese Aktionen zu bewerten, zumal uns unsere eigenen Geheimdienste und Medien dort völlig im Regen stehen lassen. Ginge es um Nordkorea, wäre die Gerüchteküche schon am Brodeln, es geht aber nur um die USA … und deren geheime Pläne sind für uns tabu. Immerhin sind wir mit denen verbündet, stellen ihnen Soldaten und Schiffe zur Verfügung, zahlen Unmengen an Geld für die Aktionen – was sollen wir uns da noch in Dinge einmischen, die uns nichts angehen? Warum sollen wir uns Gedanken darüber machen, das Obama gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit erstmal die Sozialhilfe gestrichen hat (wir berichteten), jetzt eine große CIA-Offensive im Ausland beginnt (siehe Spiegel) und nebenbei eine der führenden Terrorgruppen der Welt aus der Terrorliste streicht (siehe Hintergrund).
Was sollen wir uns auch darum kümmern, wir haben unseren eigenen Terror, über den auch nichts geschrieben wird. Sicher, wir regen uns fürchterlich darüber auf, das beispielsweise der Strom immer teurer wird – auf Kosten des kleinen Bürgers, während die Industrie wieder einmal Geld geschenkt bekommen: 2000 Euro pro Megawatt haben die Gutachter als Ausgleichszahlungen für die Zeitweise Abschaltung stromintensiver Industrien gefordert … 20 000 Euro will die Regierung ihnen schenken (siehe Welt). Warum auch nicht? Ist ja nicht ihr Geld, sondern unser, was da aus dem Fenster geschmissen wird:
Nach “Welt am Sonntag”-Informationen haben sich wirtschaftsnahe Kreise sehr für diese Regelung starkgemacht.
Diese Prämie für die Nichtnutzung von Strom (siehe Welt) führt schon heute dazu,das die Firmen die Maschinen in der Nacht in Leerlauf durchlaufen lassen, um in jene Großverbraucherkategorie zu kommen, wo man für die Abschaltung der Maschinen bezahlt wird. Ich habe hier im Haus auch schon Bescheid gesagt, das wir alle Energiesparlampen abschaffen und alle Geräte beständig laufen lassen müssen – wenn wir nur genug verbrauchen, dann haben wir unser Grundeinkommen.
Das ist doch genau dieser Terror aus dem Inneren, den Obama gemeint hat, oder? Da versteht man auch, wie er islamistische Terroristen aus der Terrorliste streichen und dafür viel mehr CIA-Agenten im Ausland einsetzen kann: die deutsche Strommafia ist halt mit lokalen Behörden nicht mehr in den Griff zu bekommen.
Wir kennen sie auch – das wird nur immer wieder vergessen. Ein Blick in die TAZ hilft uns, uns daran zu erinnern:
Bezahlte Wissenschaftler, instrumentalisierte Frauen: Interne Papiere zeigen, wie die Atomkonzerne und ihre Lobbyorganisation die Öffentlichkeit beeinflusst haben.
Die internen Unterlagen zeigen auch, wie im Rahmen der Kampagne ein Verein von Frauen gegründet wurde, die sich für die Atomkraft einsetzten. Sie zeigen, wie die Agentur über Pressereisen und Hintergrundgespräche mit Journalisten ihre Botschaften in den Medien platzierte. Und sie zeigen, wie die Agentur Kontakte in die Politik kauft, indem sie ehemalige Abgeordnete und Staatssekretäre beschäftigt.
Wenn wir also heute wieder Artikel darüber lesen, wie teuer doch die Energiewende wird, können wir eigentlich auch wissen, wer den Artikel geschrieben hat: die deutsche Atomlobby im Auftrag des deutschen Atomforums.
Ein Jahr früher berichtete die Zeit darüber, das andere Branchen von den Erfolgen der Atomlobby so begeistert waren, das sie deren Methoden einfach mal übernehmen wollen:
“So dreist ist in Deutschland noch nie der Eindruck erweckt worden, Politik sei käuflich”, wetterte SPD-Chef Sigmar Gabriel. Und der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz, Hubert Weiger, moniert: “Die Gier der Atomstromkonzerne nach Extra-Profiten bestimmt die Energiepolitik der Bundesregierung.” In jedem Fall habe die Kampagne “Einfluss auf die Entscheidungsfindung gehabt”, sagt Klaus Dittko, Geschäftsführer der politischen PR-Agentur Scholz & Friends Agenda.
Es ging immerhin um 57 Milliarden Euro. Ein dicker, hoch subventionierter Kuchen, dessen Kosten vielfältig verschleiert werden, um die goldene Atomkuh nicht zu gefährden. Ganz offen und unverblümt wird das Ende der politischen Souveränität in Deutschland beschrieben:
Allein in Berlin gibt es inzwischen mehr als 100 Firmenrepräsentanten, beinahe alle Dax-30-Unternehmen sind vor Ort. Die Folge: Das Know-how der Unternehmen über politische Prozesse und deren Korrigierbarkeit ist in den vergangenen Jahren rapide gestiegen. Das Vorgehen der Energiebosse belegt das eindrucksvoll.
Auch die Medien fielen auf diese Kampagne herein, die einen frischen amerikanischen Wind in unser Land brachte, siehe FTD:
Pro-Atom-Beiträge von Prominenten, wissenschaftliche Studien und versuchte Einflussnahme sogar in Frauenzeitschriften: Erstmals werden Details bekannt, wie sich die Atomlobby vor der Wahl 2009 bemühte, die Stimmung zu drehen. Viele Medien fielen darauf rein.
Und alle weisen vor allen Dingen auf eins hin: das ist in unsere Land erlaubt. Wirkt irgendwie anrüchig – ist aber völlig legal.
Wenn wir jetzt unsere Lehren aus dieser Stromposse ziehen wollen – was sagt uns das Stück dann?
Wählen gehen ist nutzlos, Zeitung lesen auch. Politik und Wahrheit kann man kaufen wir Frauen. Ja – das ist ein neuer Trend: der Frauenkauf wird gesellschaftsfähig. Erst informierte der Spiegel darüber, wie “glücklich und spirituell” doch Pornodarstellerinnen sind, jetzt setzt die Welt nach und erwähnt nebenbei mal die lukrativen Stellenangebote in diesem Bereich: 2000 Euro die Nacht kann man dort verdienen – und nebenbei wird man glücklich und spirituell. Das wird den Jobcentern ganz neue Angebotsmöglichkeiten an die Hand geben. Nebenbei erwähnt der Autor aber etwas das uns eher nachdenklich stimmen sollte:
Wie weit das Geld schon vorgedrungen ist und selbst die letzten menschlichen Austauschverhältnisse besetzt hat: Wir scheinen es, zunehmend klaglos, hingenommen zu haben.
Wenn wir jetzt noch überlegen, wer denn für diese Artikel bezahlt – in welche Gegenden kommen wir dann. Bundesministerium für Arbeit?
Das Handelsblatt führt den Gedanken des Welt-Autors weiter aus:
An die Stelle humaner und kultureller Ziele ist die Geldschein-Heiligkeit als oberste Wertinstanz getreten. Der Mensch und seine Errungenschaften sind zur Handelsware verkommen. Nun geht es darum, sich irgendwie zum eigenen Vorteil auf den Märkten zu behaupten. Das führt zwangsläufig dazu, dass jeder nur seine eigenen Interessen vertritt. Vor dem Hintergrund einer technisch, ökonomisch und medial vernetzten Welt hat diese Entwicklung desaströse Folgen, die nur durch scheinheilige Sprechblasen verschleiert werden.
Das ist nun ein Terror, der uns alltäglich umfänglich in allen Lebensbereichen betrifft – aber gegen diesen Terror suchen wir vergeblich nach Hilfe, erst recht, seitdem Konzerne unverblümt politische Macht einkaufen. Solche Zustände kennen wir zur Genüge aus der Geschichte, wo reiche Barone ihre Ansichten mit Bargeld verbreiteten. Das war aber Feudalismus. Na ja – wahrscheinlich ist unser Begriff von Demokratie auch nur noch eine scheinheilige Sprechblase. Wenn es jetzt im Mutterland der Atombombe ein Bündnis zwischen Regierung und Sicherheitskräften gibt, das auch den privaten Sektor mit einbezieht: dürfen wir dann hoffen, das die uns auch vor dem Terror in unserem Land schützen?
Wohl eher nicht. Ein Blick in die Geschichte der USA zeigt, wie dort schon wesentlich früher Gesellschaft von Konzernen gestaltet wurde – mit großem Schaden für die Umwelt, siehe Welt:
Damals wollte Los Angeles S-Bahnschienen verlegen in größerem Stil, und zwar immer die Freeways entlang. Die Ölfirmen hätten dann jedem einzelnen Mitglied des Stadtrates so lange Geld gegeben, bis der Plan fallen gelassen wurde. Keine Bahn bedeutet mehr Autos, und die brauchen wieder Sprit – die Investition in die Bestechung hat sich schnell ausgezahlt.
Eine gruselige Geschichte aus den Sechzigern – aber doch eine mit Tradition:
Kann das wirklich sein? Doch, das kann es wohl, denn es klingt wie eine Variation des “Great American Streetcar Scandal”: Von den 30er- bis zu den 50er-Jahren hatte die Firma National City Lines eine Menge Straßenbahnnetze und ihre Betreiber aufgekauft – um sie zu schließen.
Hinter National City Lines standen, wie sich später herausstellte, General Motors und auch ein paar Ölfirmen.
Und wie viele Aktionen dieser Art laufen in unserem Land? Immerhin: von dem erfolgreichen Atomlobbyfeldzug haben wir nur durch Zufall erfahren, hätte es das Informationsleck nicht gegeben: man hätte das als Triumph der Vernunft gefeiert.
Lehren daraus haben wir bis heute nicht gezogen, das merken wir ja aktuell an dem Thema “Euro-Rettung”, das nächste Superrenditethema, das den Kontinent erschüttert, siehe Welt:
In dieser Woche war Michel Barnier, der EU-Kommissar für den Binnenmarkt, zu Besuch: Er gehört zu den wichtigsten Köpfen der Kommission, ist er doch der Architekt der geplanten Bankenunion, ohne die eine Lösung der Schuldenkrise als unmöglich gilt.
Es geht um nicht weniger als gut 34 Billionen Euro, für die auch die deutschen Bankkunden bürgen könnten. Selbst wenn es nicht zu Pleiten und Verwerfungen kommt, ist jeder Bankkunde betroffen, denn mehr Bürokratie und eine europaweite Aufsicht drohen Gebühren und Kreditkosten hochzutreiben.
34 Billionen Euro. Das sind für jeden Deutschen 425 000 Euro. Angesichts der Tatsache, das jetzt schon 42 Millionen Deutsche im Umfeld ihrer Jobcenter dahinvegetieren, ein mutiger Plan. Und auf jeden Fall zahlen wir wieder für eine Menge mehr “Pöstchen”. Die haben wirklich total gut von der Atomlobby gelernt. Jetzt sieht man auch, warum man den Frauen in Deutschland solche Jobs schmackhaft macht: bei einer Tagesgage von 2000 Euro könnten die ihren Anteil an den Schulden in 212, 5 Tagen abarbeiten – und werden dabei noch glücklich und spirituell.
Klar, das Vorschläge, das Geld für diese Abenteuer der Reichen einfach mal von den Reichen selbst zu nehmen, in breiter Front nach Atomlobbymanier bekämpft werden: Reichensteuer wird uns alle nur noch ärmer machen, liest man immer wieder – aktuell gerade in der Welt. Es muß – das wissen wir alle – einfach andere Wege geben, diese Krise zu bewältigen – und wir sehen diese Wege ja auch schon.
Die aktuelle Mietpreisexplosion (neben steigenden Strom- und Versicherungskosten und den ständig steigenden Kosten für Benzin und Nahrung ein weiterer Terrorakt gegen die deutsche Bevölkerung) zum Beispiel führt bei Maybritt Illner zu der spannenden Frage, was denn der Staat dagegen tut, siehe Welt. Das gleiche Medium gibt in einem anderen Artikel die Antwort:
Falsches Parken wird im kommenden Jahr teurer. So verdoppelt sich der Preis für das bisherige Fünf-Euro-Knöllchen ab dem 1. April 2013 auf 10 Euro
Nach dem Motto “wer nicht wohnen kann muss parken” eröffnen sich hier ja schon ganz neue Geschäftsfelder – wie auch bei der ständig zunehmenden Zahl von Menschen, die in Deutschland aus Kostengründen auf Campingplätzen leben. Der Spiegel berichtete über diese Kultur der neuen Armen schon 2009, die Welt legte 2012 nach: auch hier ahmen wir den US-amerikanischen Lebensstil nach, der uns mit Coca Cola und Walt Disney, McDonalds und McKinsey schon voll im Griff hat.
Deshalb denken wir uns ja auch nichts dabei, das die Deutschen jetzt mit viel Geld über die Griechenlandhilfe die Hedgefonds retten, siehe Welt. Geld ist unser neuer Gott, unser Lebenssinn, unser Lebensinhalt: und wir begrüßen jede Erniedrigung, Entwürdigung, Enteignung und Entmündigung, wenn sie uns doch nur ein kleines bisschen von dem heiligen Geld bringt.
Wäre es nicht schön, wenn wir wenigstens in diesem kleinen unwichtigen Land ebenfalls eine große Heimatschutzbehörde ins Leben rufen können, die eine Allianz von Parteien, Verbänden, Firmen und Vereinen schmiedet, um den Wirtschaftsterror, der uns in breiter Front heimsucht, zu unterbinden? Dafür können wir dann auch die muslimischen Terroristen von den Terrorlisten streichen … so aktiv wie befürchtet sind die ja gar nicht.
Aber in unserem Land gibt es schon längst andere Netzwerke, die Steuergelder im großen Stil verbrauchen, siehe Handelsblatt:
Mit keiner Lobby ist die Politik so eng verbandelt wie mit den Wohlfahrtsunternehmen. Rund ein Drittel aller Bundestagsabgeordneten hat zugleich eine Leitungsfunktion bei Diakonie oder Caritas inne, auf kommunaler Ebene sind die Verbindungen noch frappierender, mancherorts betreiben Staat und Wohlfahrt sogar gemeinsame Tochtergesellschaften. Unter so engen Verbündeten verzeiht man dann schon mal, wenn die Wohlfahrer gar nicht so gemeinnützig wirtschaften, wie es ihre Steuerklasse vermuten lässt. “Gemeinnützig ist an den meisten Wohlfahrtsunternehmen nur ihr steuerlicher Status”, sagt Wohlfahrtsskeptiker Graf.
Gerade hat das Diakonische Werk eine neue Hauptverwaltung für den Bundesverband in Berlin eröffnet, Kostenpunkt: 65 Millionen Euro. Auf kommunaler Ebene wird von Dienstwagen-Fuhrparks berichtet, die viele Politiker klein aussehen lassen.
Wir bereichern uns sogar an der Armut unserer Mitmenschen, das “Kartell der Gutmenschen” hat uns fest im Griff:
Unter dem Deckmantel der Gemeinnützigkeit haben Caritas und Diakonie ein trickreiches Geschäftsmodell konstruiert: Sie erfinden für sich selbst immer neue Aufgaben, der Staat und damit die Steuerzahler geben das Geld.
Und viele verdienen gut daran – nur nicht die, die es wirklich brauchen.
Hören wir doch zum Schluss nochmal eine Rat von einem sehr erfolgreichen Deutschen: Karsten Maschmeyer, hier im Handelsblatt:
Interessante Jobs findet man heutzutage viel eher durch die Nutzung von Netzwerken als durch Print- oder Internet-Stellenanzeigen. Viele Statistiken belegen, dass die meisten Menschen ihre Jobs durch persönliche Beziehungen finden. Machen Sie sich also nichts vor: Das gilt umso mehr für Politiker: Ihr Erfolg hängt auch von ihrem Netzwerk, von ihren Beziehungen ab. Man wird kaum in den Ortsbeirat gewählt, wenn man keine guten Verbindungen hat. Als Politiker brauchen Sie – gerade in Ihrer Partei – die richtigen Unterstützer, die sich für Sie einsetzen und propagieren, warum die Leute Sie wählen sollen.
Weil die meisten Menschen Jobs durch persönliche Beziehungen finden, macht es auch soviel Sinn, Arbeitslose mit Reisebeschränkungen und einer Residenzpflicht zu belegen: zu Hause vor dem Fernseher beim einer Scheibe trockenem Toastbrot wird man sicher seinen Traumjob finden.
Terror wohin man nur das Auge blicken lässt. Terror des Kapitals, Terror made in USA, ein Terror, der sicher noch wachsen wird, wenn die Konzerne in Zukunft ganz eng mit einer Regierung zusammenarbeiten, die schon jetzt die Sozialhilfe kürzt.
Was droht uns da erst, wenn die neue Agentenflut die Welt umgestaltet?
@niekohle
Soldaten als Mörder zu bezeichnen – sich aber über den ersten Schuss freuen, der Menschenleben kosten wird…
Sorry, so ein Einstellung kann ich weder geistig nachvollziehen noch unterstützen.
Ansonsten… schön beim Metzger bleiben.
Posted by Volker B. | 5. Dezember 2012, 16:38@niekohle: ich muss hier ein wenig bremsen – der Massenmord an Soldaten ist moralisch nicht besser zu bewerten als der Massenmord an Juden. Manchmal sollte man sich daran erinnern, das Soldaten auch nur Menschen sind, Menschen, die wir nicht schlechter behandeln sollten als unsere echten, aktiv tätigen Mörder, die wir auch nicht sofort über den Haufen schießen.
Posted by Eifelphilosoph | 5. Dezember 2012, 10:15@ Volker B.
jaja, Gründe gibt´s viele, ne Menge, so wie damals in den 30ern in D und hinterher will es niemand gewesen sein. Nein, der gemeine Mob ist faul und träge was die Wahrung seines Staatsbürgertums anbelangt und mehr!
Das Amiland vor einem Sezessionskrieg steht glaube ich erst, wenn der erste Schuß fällt. Allerdings würde es mir gefallen, denn das Imperium kann nur durch sich selbst besiegt werden, von außen wird dann lediglich nachgeholfen. Soldaten sind Mörder und nur tote Soldaten sind gute Soldaten und unser alter Metzgermeister hier im Ort sagte immer, hüte dich vor lebenden Bullen, sie sind lebensgefährlich für ihr Umfeld, nur tote Bullen sind gute Bullen. Der Metzgermeister war ein vorsichtiger Mensch, er wurde 92 Jahre alt. Noch Fragen?
Posted by niekohle | 5. Dezember 2012, 08:51@ nikohle
So einfach ist das nicht mit den Amis. So wie in nahezu allen westlichen Demokratien sind um die 70% der Bevölkerung gegen die Entscheidungen der aktuelle Politik.
In den USA geht es mittlerweile soweit das die Regierenden von einem baldigem Bürgerkrieg ausgehen.
Dafür spricht auch die Presseerklärung von Obama. Eine “interne” Verschwörung auf Regierungsebene. Es gibt nur zwei mögliche Initiatoren, reiche Amerikaner oder Israel (nicht Juden, sondern die Regierung Israel)
Jedenfalls kann man von schweren internen Problemen der USA ausgehen.
Für jeden “Ein Euro Jobber” bekommt der jeweilige Arbeitgeber einen Betrag X vom Jobcenter. Durch diesen Opulus macht der Arbeitgeber einen Gewinn.
So könnte ein Hartz 4ler ein Gewerbe im sozialen Bereich eröffnen. Lässt sich dann eine Ein Euro Kraft zuteilen. Diese(r) putzt ihm die Wohnung.
So hat der Hartz 4ler
1. Ansprache bei sich zu Hause.
2. Eine saubere Wohnung.
3. Mehr Geld als vorher auf dem Konto.
Ein perfides Beispiel, aber machbar.
Posted by Volker B. | 4. Dezember 2012, 12:01na dann… frohe weihnachten… und danach… und so…
Posted by Dreckscheuder | 4. Dezember 2012, 00:04@Einsiedler
Ins schwarze getroffen.Heute wird man so für nutzlos erklärt, egal ob man Kinder groß gezogen hat, egal ob man einen Beruf erlernt hat. Das und vieles andere mehr, wird mit Arbeitslosigkeit und Armut einen abgesprochen,denn wer Arbeitslos ist ist auch blööööd und muss erst mal den aufrechten Gang erlernen.Ich kenne eine Frau 63 Jahre welche gerade lernen muss wie man Kartoffeln schält,TOOOL !
Posted by Frank Ullrich | 3. Dezember 2012, 21:56@ Volker Wulle:
“Demnächst folgt noch eine Beratung, wie Bedürftige mit ihrem Regelsatz haushalten sollten.” Die hab ich schon live miterlebt, nennt sich Perspektive 50plus. Träger: eine “christliche” Organisation namens CJD. Sponsored by: Jobcenter. Inhalte:
Wie kaufe ich günstiger ein? Einfach mal ne billigere Büchse kaufen, die man nicht so gern mag!
Lernen Sie, sich gerade hinzusetzen! Sie müssen mit Ihrem Körper ja noch 30-40 Jahre leben!
Wir basteln einen Adventskranz, schneiden Sie mal im Park oder im Wald ein paar Zweige ab!
Gesundheitsberatung: Weniger junk food essen (spart der Krankenkasse die Behandlung der Zivilisationskrankheiten).
Der Höhepunkt: Autogenes Training. Hier lernt man dann vielleicht in der Ausbaustufe (Autosuggestion): “Ich rege mich nicht auf, nein: ich bin ganz ruhig. Ich bin selbst an meiner Arbeitslosigkeit schuld und mache niemanden ausser mich selbst für meine Armut verantwortlich. Alles ist prima.”
Vielleicht folgt ja auch noch eine Lektion in Ethik: “Wie lange will ich der Gesellschaft noch die Finanzierung meines Lebensunterhaltes zumuten? Welche Möglichkeiten des sozialverträglichen Frühablebens habe ich?”
Posted by Einsiedler | 3. Dezember 2012, 20:52na, dann paßt doch alles wieder!
Der gemeine Amipöbel schafft für 8 $ die Stunde bei IKEA für China und das Establishment schließt weltweite Kriegsfreundschaften und läßt dabei in freudiger Partylaune die Schampusflaschen knallen – ganz so wie es sein soll.
Nein, nein, kein Mitleid mit den Amis!Never ever! Amiland muß sich von innen heraus erneuern und dafür muß es erst mal kräftig vor sich hin faulen; der Prozess hat gerade angefangen im sonnigen Texas, im Bushland fault es schon gewaltig und das macht Hoffnung!
Posted by nikohle | 3. Dezember 2012, 20:21“So dreist ist in Deutschland noch nie der Eindruck erweckt worden, Politik sei käuflich”, wetterte SPD-Chef Sigmar Gabriel…… Der Mann muss es ja wissen, immerhin verkaufte sich die gasamte SPD an Lobbyisten.
Posted by Frank Ullrich | 3. Dezember 2012, 17:24Zu ihrem Beispiel der Sozialverbände:
Über die Caritas werden 1 Euro-Jobber als sogenannte Energieberater eingesetzt, an die sich hilfebedürftige Haushalte wenden können, zwecks einer kostenlosen Beratung, inklusive eines kostelosen Pakets bis 70 EUR, das vor allem Energiesparlampen enthält.
Auf dem ersten Blick hatte ich dies bejaht, danach erschien mir diese Aktion mehr als fragwürdig.
Selbst der Caritas dürfte es nicht entgangen sein, dass Energiesparlampen gesundheitsgefährdend sind. Die Beratung selbst bringt keinerlei Nutzen für den Verbraucher. Also bleibt für mich die Frage offen, ob sich die Caritas vor den Karren der Industrie spannen lässt.
Als geradezu zynisch sehe ich es an, dass diese 1 Euro-Jobber, nach ihrer achtmonatigen Tätigkeit, unter einer Prüfung vor der IHK mit einem Zertifikat belohnt werden, das sie sich einrahmen dürfen, ohne weiteren Nutzen, um aus der Hartz 4-Falle herauszukommen.
Welcher bedürftige Haushalt, der nichts anderes mehr kennt, als “sparen”, benötigt eine Energieberatung von Bedürftigen, die für ihre Tätigkeit mit 1 Euro pro Stunde abgespeist werden?
Demnächst folgt noch eine Beratung, wie Bedürftige mit ihrem Regelsatz haushalten sollten.
Posted by Volker Wulle | 3. Dezember 2012, 14:19Grausam! Zum Glück vernichten die Terrornetzwerke gerade ihre eigene Geschäftsgrundlage, den Staat…
Können die sich nicht noch ein wenig beeilen, damit schon bald wieder die Welt in Frieden aufatmen kann?
Posted by Einsiedler | 3. Dezember 2012, 10:36