Samstag, 7.7.2007. Eifel. Ein Blick in die Medien offenbart Fürchterliches. Deutschland ist wieder in der Nazizeit angekommen. Leider dürfen wir im Internet darüber nicht diskutieren, weil dort Gesetze herrschen, die solche Diskussionen verbieten – informelle Gesetze. Irgendwo gibt es sie, diese ungeschriebenen Gesetze, mit denen sich moderne Unmenschen vor der Entdeckung tarnen und sich der Diskussion mit Hinweis auf diese Gesetze entziehen: “Wann immer ein Thread Richtung Nazi läuft, ist er tot.” Das habe ich von den Internetmenschen gelernt. Ich werde jetzt bewußt gegen dieses Gesetz verstoßen müssen, weil in Deutschland gerade wieder ein Mensch aufgrund politischer Aktivitäten verfolgt wird – diesmal nicht von der Gestapo sondern von der neudeutschen Arbeitspolizei, dem so freundlich klingenden “Jobcenter”. Der Mensch ist Johannes Ponader, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei. Seine Erfahrungen schildert er selbst in einem Artikel der in der FAZ:
Wenige Tage nach der Sendung erhält Bernd Schlömer, Parteivorsitzender der Piraten, einen Anruf von Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit. Er fragt, warum die Partei mich nicht bezahlen könne, deutet an, dass das Jobcenter mich härter anpacken müsse, wenn öffentlicher Druck entsteht. Er spricht von Eingliederungsmaßnahmen und Sanktionen. Später, als Journalisten nachfragen, wird Alt leugnen, dass ich der Grund für diesen Anruf war, und statt dessen ein generelles Interesse an der Piratenpartei als Grund angeben.
Welche Sendung? Nun – die neue Talkshow des Multimillionärs Jauch, der seine Millionen unter anderem der GEZ verdankt, eine Art HARTZ IV für Medienleute – aber auf ganz anderem Niveau. Es war einer der hässlichsten Momente deutscher Mediengeschichte: ein durch Beitragszahlungen vollgefütterter mehrfacher Millionär wollte mit verbaler Gewalt einem Arbeitslosen ein Geständnis entlocken … er sollte das böse Wort sagen, den Judenstern öffentlich tragen.
Der “Jude” … wollte nicht.
Es lohnt sich, das Geschehene zu zitieren, damit es nicht für die Nachwelt verloren geht:
Günther Jauch fragt mich: „Sie bekommen Hartz IV.“ Ich bestätige das, sage: „Ja, ich beziehe auch Sozialleistungen.“ Jauch insistiert: „Also Hartz IV.“ „Ja, ich beziehe Sozialleistungen.“ – „Hartz IV.“ – „Man nennt es ArbeitslosengeldII.“ Jauch: „Also bekommen Sie HartzIV.“
Punkt. Der politische Geschäftsführer der Piratenpartei ist ein Hartz-IV-Empfänger.
Und damit ist klar, “was das für einer ist”: er ist faul, sitzt den ganzen Tag vor der Glotze, säuft wie ein Loch und stinkt aus allen Löchern. Wir kennen dieses Gesochse ja genug. Vielleicht hätte Johannes Ponader erwähnen sollen, das Jauch´s Politiktalkshow 40 % teurer wurde als das Vorgängerformat: die Frage, “Wer wird Millionär” (auf Kosten der Gebührenzahler) ist hier schnell beantwortet und hätte für eine gewisse Ausgewogenheit gesorgt.
Sicher, Herr Jauch ist einer der beliebtesten Deutschen. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn als Engel des Herrn verteilte er lange Zeit Millionen unter das Volk – im Dienste seines Senders, der dem Volk viele Jahre lang gezielt Vorstellungen von “gut” und “böse” vermittelte: nachmittags sah man “die Bösen”, abends dann “die Guten”. “Die Bösen” bekamen HARTZ IV (und damit ihre gerechte Strafe), “die Guten” waren Millionär.
Diese Vorstellung trifft direkt ins Herz eines seit Jahren laufenden gezielten Umbaus der Gesellschaft von einem demokratischen Rechtsstaat in eine marktkonforme “Dienstleistungsgesellschaft” – ich nehme an, von dieser Gesellschaft, in der wir uns – um es mit Ronald Reagans Worten zu sagen – “alle gegenseitig Hamburger servieren”, hat jeder schon gehört?
Weniger bekannt dürfte sein, das diese Gesellschaft, die auf Dienstleistungen basiert, auch Menschen braucht, die diese bezahlen können. Das ist jener Ansatzpunkt, den man auch von Regierenden gehört hat: “Leistung soll sich wieder lohnen“.
Das Prinzip ist schnell erklärt: man ändert das Verteilungsgleichgewicht des Geldflusses so, das Entertainer, Models, Fussballspieler, konzernfinanzierte Rockstars und ähnliche “Profis” Millionäre werden und dann selbst das ganze Geld an den Rest des Volkes verteilen, das ihm zu Diensten zu sein hat.
Die Idee war genial – viele Leute, die unter normalen Arbeitsbedingungen schrecklich versagt hätten (und auf einer einsamen Insel mangels Ideen, Tatkraft und Einsatzbereitschaft kläglich verhungern würden) wurden auf einmal Millionär. Den Clown spielen, magersüchtig sein, weiterhin kindlichen Ballspielen hinterherhängen – nichts war zu blöde, um nicht mit vielen Millionen bedacht werden zu können. Eintrittsbedingung? Man musste jemanden kennen, der jemanden kennt, bei Jauch oder im Lotto gewinnen oder ganz einfach gezielt kriminell sein.
Das in einem solchen Tollhaus ein Krimineller dann Sozialgesetze macht, sollte nicht weiter verwundern – ich zitiere nochmal Herrn Ponader:
Später wird man mir auch unterstellen, ich hätte mich bei Jauch geziert, meinen ALG-II-Bezug zuzugeben. Aber Jauch musste aus einem ganz anderen Grund dreimal nachfragen: Ich lehne den Begriff „Hartz IV“ ab und weigere mich, für ein Arbeitslosengeld, das der Existenzsicherung dient, diesen Namen zu benutzen. Peter Hartz, der Namensgeber, ist wegen Untreue in 44 Fällen vorbestraft. Im Namen „Hartz“ schwingt der Verdacht mit, dass da irgendjemand andere hintergeht. Doch wer hintergeht wen? Bei Peter Hartz betrug die veruntreute Summe 2,6 Millionen Euro. Davon könnte man einem Menschen 6948 Monate lang den aktuellen ALG-II-Regelsatz bezahlen, das sind 579 Jahre, oder drei Menschen lebenslang ein Grundeinkommen von knapp 1000 Euro.
Niemand fragt dreimal den Ex-Bundeskanzler Schröder, ob er seine Sozialgesetzgebung von Kriminellen hat inspirieren lassen.
Warum auch?
Man weiß, das es so ist – und das war politisch so gewollt.
Wir wollten eine Dienstleistungsgesellschaft. Dazu brauchten wir Millionäre. Die wiederum musste jemand bezahlen … und das sind all diejenigen, die noch richtig arbeiten und nicht als Lebensideal haben, ein leistungsloses Einkommen auf Halbgottniveau zu erzielen und den lieben langen Tag nichts anderes zu tun, als andere für sich arbeiten zu lassen.
Natürlich macht diese Dienstleistungsgesellschaft den Staat bankrott. Eine breite Schicht von Menschen macht es sich supergemütlich und tut nichts Produktives mehr … ausser Arbeitslosen öffentlich einen Judenstern umzuhängen. Davon kann man reich werden in einer Gesellschaft, die immer mehr Lebenszeit vor dem Fernseher verbringt (siehe Heise) und eine unglaubliche Medienjauche über sich ausgießen lässt.
Die “Dienstleistungsgesellschaft” ist die Wiederauferstehung des alten feudalistischen Gesellschaftskonzeptes, in dem ein Graf einen ganzen Landstrich “beschäftigte” – hauptsächlich damit, ihm Reichtümer aufzuhäufen. Grundlage für dieses Konzept waren Herrschaftsansprüche von Räuberbanden, die in die friedlichen Ackerbaugesellschaften einfielen und es sich auf ihre Kosten gut gehen ließen – diese Perspektive wird von der Geschichtsschreibung der Reichen gerne vernachlässigt.
Wir dürfen uns deshalb auch nicht wundern, das der moderne Feudalismus dazu führt, das auch andere Erscheinungen des Mittelalters wieder zurückkehren: in Niedersachsen sollen sich die Kinder wieder an Wölfe gewöhnen (siehe Welt), im einst so reichen Europa hat man wieder Angst vor der Hungersnot (siehe Spiegel), die Kämmerer der Städte verkaufen ihre Töchter an die Pornoindustrie, um die Bilanzen auszugleichen (siehe Welt), während am Königshofe fürstlich zugegriffen wird: der neue ESM-Adel lässt es sich laut Welt so richtig gut gehen, da wird sogar die reiche deutsche Kanzlerin neidisch angesichts der Gehältern, die die sich gönnen werden. Viele Parteien und Verbände werden sich freuen, das jetzt wieder eine neue Selbstbereicherungsquelle erschlossen wurde, an der sich ihre “Profis” laben können.
Das alles läuft nicht zufällig so. Die Lenkung der Geldströme hin zu einer kleinen Finanzelite, zur gezielten Züchtung einer Millionärskaste, die das Land von innen beherrscht, ist eine politische Entscheidung, deren Folgen wir alle merken. Es sind ganz konkrete, nachweisbare Besoldungsentscheidungen in Wirtschaft (Boni und Gehälter) und Politik (Diäten und Besoldung), nichts davon hat irgendetwas mit Leistung zu tun. Ein Jauch kriegt wegen ein paar witzig gemeinter Sprüche Millionen – auch wenn er noch nicht mal mittelmäßige Arbeit abliefert, siehe Spiegel:
Jauch polarisiere “unnötig, schürt mit seinen Suggestivfragen teilweise Politikverdrossenheit und kommt damit der Verpflichtung zur journalistischen Sorgfalt nicht nach”. “‘Günther Jauch’” sei “eher eine Show als ein politischer Talk – eine beunruhigende Entwicklung für ein öffentlich-rechtliches Format!”
Das diese beunruhigende Entwicklung im ganzen Land zu bemerken ist, hat man wohl im ARD-Programmbeirat noch nicht festgestellt – kein Wunder, wenn immer mehr Deutsche Wirklichkeit nur noch als Show im TV erleben – die sind bald auf vier Stunden täglich, was zeigt, das es hauptsächlich Arbeitslose sind, die der Jauch unterhält. Vielleicht sind auch ein paar Millionäre darunter, aber die haben eigentlich andere Hobbys.
Wer richtige Arbeit hat, hat wohl keine Zeit, vier Stunden am Tag diese Jauche zu inhalieren.
Richtige Arbeit hat zum Beispiel Johannes Ponader. Theaterprojekte, Parteiarbeit, Wahlkampf – Millionäre würden für das, was der Mann leistet, zehn Leute einstellen müssen. Der bekommt aber – wie viele andere auch – kein Geld dafür, sondern interessante Besuche, ich zitiere nochmal Herrn Ponader:
Zwei mal war der Prüfdienst der Bundesagentur schon bei mir. Beide Male wurden meine Grundrechte mit Füßen getreten. Eine Prüfung durch den Außendienst darf nur erfolgen, wenn es einen Anfangsverdacht auf Leistungsmissbrauch gibt, und auch dann nur, wenn andere Maßnahmen nicht ausreichen. In meinem Mietvertrag steht eine falsche Angabe bezüglich meiner Warmwasserversorgung. Ich stehe im Verdacht, 8 Euro monatlich zu Unrecht zu beziehen. Eine einfache Nachfrage bei mir und eine Bestätigung des Vermieters könnte den Fehler aufklären. Statt dessen steht der Prüfdienst vor der Tür.
Ich frage nach dem Grund. Mir wird der Boiler genannt. Tatsächlich soll der Prüfdienst auch die Zahnbürsten zählen, feststellen, ob ich tatsächlich alleine in der Wohnung wohne – das geht aus dem schriftlichen Prüfauftrag hervor, den ich mir zeigen lasse. Die Prüfer lügen mich also an. Auch sonst wirkt es, als hätten die Prüfer die entsprechende Durchführungsanordnung der Bundesagentur noch nie zu Gesicht bekommen.
Viele werden sich fragen: “Wer wird jetzt der Nazi?”.
Etwa der Jauch?
Nun – sein Umgang mit Herrn Ponader zeigt schon ein recht seltsames Verständnis von Bürgerrechten und einen ziemlich respektlosen Umgang mit Menschen, die keine Millionäre sind. Man fühlt sich an Zeiten erinnert, wo der Gauleiter im Wirtshaus residiert. Was früher der Gauleiter war (oder der Politkommissar), ist heute der Millionär. Und noch früher?
Wars der Graf und der Baron.
2012 können wir Deutschen merken, das wir immer noch mitten drin sind in dem, was 1789 angefangen wurde. Der anfangs so erfolgreiche Versuch, Idioten, Sadisten und Kriminelle aus Machtpositionen zu entfernen, ist noch nicht beendet, Parteien und Konzerne geben ihr Bestes, den alten Zustand wieder herzustellen – eine beunruhigende Entwicklung nicht nur für öffentlich-rechtliche Sendeformate.
Ich denke, wenn man nach dem Nazi sucht, braucht man gar nicht weit zu schauen – Herr Ponader offenbart da selbst pikante Details aus dem Alltagsleben des Arbeitsamtes, das sich langsam in einen äußerst bedenklichen Machtapparat verwandelt:
Die Mitarbeiter sind oftmals auf Grund der vielen Änderungen überfordert. Zudem werden sie unter enormen Druck gesetzt. Morgens müssen sie sich erst Videobotschaften aus Nürnberg ansehen, bevor sie sich in ihre Rechner einloggen können – ein Abbruch oder Vorspulen ist nicht möglich.
“Führeransprachen”, “Prüfdienste”, gezielte Verfolgung – das alles kennen wir schon.
Was wir auch kennen?
Den Preis der Misswirtschaft feudalistischer Systeme: die aktuellen Warnungen des IWF an Deutschland (siehe Spiegel), der scheinbar unaufhaltsame Zusammenbruch der Euro-Märkte (siehe Welt), der Niedergang der Weltwirtschaft (siehe Spiegel) sind Symptome eines Systems, das den Luxus weniger auf Kosten vieler wollte und dessen unaufhaltsames Ende jetzt immer mehr Menschen ins Bewußtsein rückt (Handelsblatt) – nicht nur den Schweizern, die sich schon jetzt auf des Ende des Euro vorbereiten.
Und jene wenige haben nun offensichtlich ein System etabliert, mit dessen Hilfe man zentral gesteuert den anstehenden Massen von Arbeitslosen den “Prüfdienst” ins Haus schicken kann … jenen Dienst, der ganz real prüft, ob denn der “Lebensberechtigungsschein” überhaupt noch verlängert werden muss.
Das kann man als “nationalsozialistisch” empfinden, andere sehen die Auferstehung der “EUdSSR”, wieder andere gehen zu den Wurzeln zurück und sehen eine schlichte Wiederholung der feudalistischen Zeit … und eine bevorstehende Wiederholung ihres blutigen Endes.
Das die Kanzlerin sich große Sorgen macht, verstehe ich da schon. Vielleicht ahnt sie, das wir uns an Bilder von erschossenen Gerichtsvollziehern gewöhnen müssen, wenn die wirtschaftliche Krise auch die bewaffneten Teile der Bürgerschaft in die Obdachlosigkeit treibt – siehe WSWS:
In der Karlsruher Nordstadt kam es am Mittwoch im fünften Stock eines Mehrfamilienhauses zu einem Blutbad. Der arbeitslose 53jährige Bernard K. erschoss bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Lebensgefährtin fünf Menschen: den Gerichtsvollzieher, einen Mitarbeiter des Schlüsseldienstes, den neuen Wohnungseigentümer, sowie seine Freundin und sich selbst.
Alle Einzelheiten des Tathergangs deuten darauf hin, dass es sich hier um die Verzweiflungstat eines Menschen gehandelt hat, der seine Situation als ausweglos empfand. Von der jahrelangen eigenen Arbeitslosigkeit zermürbt, wurde Bernard K. am Mittwoch auf die härteste Weise mit der sozialen Realität in Deutschland konfrontiert.
Der neue Besitzer kam mit Unterstützung der staatlichen Justiz in Form des Gerichtsvollziehers an diesem Tag in die Wohnung und forderte Zugang zu seinem Eigentum. Beide waren weder an persönlichen Umständen, noch an der offenbar schwierigen Lebenssituation der Betroffenen interessiert.
Vor dieser “ausweglosen Situation” steht inzwischen ganz Europa … wenn nicht sogar die ganze Weltwirtschaft. Zweimal (1914 und 1939) schon durften wir erleben, wo das dann endet.
Könnten wir das nicht endlich mal … anders handhaben? Bevor es noch mehr Tote gibt?
[Beitrag entfernt] Tut mir leid Herr Slomski, so sehr wir auch verstehen wie solche Aussagen zustande kommen, das können wir beim besten Willen nicht veröffentlichen. Die Red.
Posted by Hartmut Slomski | 23. November 2012, 14:46@sunny: also – ich weiß schon, welche Gesellschaft ich vorziehen werde: die soziale, gerechte, glückliche Gemeinschaft, in der Starke die Schwachen schützen und narzistische Psychopathen geheilt werden.
Posted by Eifelphilosoph | 22. November 2012, 18:07Elfenphilosoph, sie treffen den Nagel auf den Kopf.
Ich selbst wäre jetzt obdachlos, hätte ich nicht Familie.
Zum ersten mal habe dann darüber nachgedacht, wieso man sich eigentlich überall auf der Welt, Land KAUFEN muss. Wieso kann man nicht einfach irgendwo hingehen, sich dort Holz schlagen und ein Haus selbst bauen. Erst als mir Obdachlosigkeit drohte, wurde mir klar, dass wir noch immer in einer Feudalgesellschaft leben, in denen den Reichen das Land gehört, und die Armen auf dem Land per Miete leben dürfen. Woher der Reichtum kommt, wird nicht hinterfragt. Es ist eben doch noch wie im Dschungel, nur der Stärkste darf ans Wasserloch und das Wild im Revier jagen. Wir müssen uns fragen, in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Eine in der die Stärksten überleben und dadurch zu 90% aller Führungspositionen durch angstfreie, skrupellose narzisstische Psychopathen besetzt sind, oder eine, in der wir jeden der Hilfe braucht die nötige Hilfe zukommen lassen, ohne ihn dafür in seiner Würde zu berauben, unter Druck zu setzen, oder zu demütigen.
Posted by sunny | 22. November 2012, 14:01nö, könnten wir nicht. widerstand gab es immer, in diesen beschleunigten zeiten ist das internet mit ihren nutzern gleichschnell wie die entwicklungen, angepasst.
da müssen wir wohl durch, vielleicht helfen lsd oder nüchternheit, vor 60 jahren war die atmosphäre eventuell ähnlich aufgeladen wie heute und alle haben sich gegenseitig vorwürfe gemacht.
ist alles systemimmanent, emotionen des einzelnen führen zu gegenreaktion und dadurch zu aufschaukelung. ruhig bleiben, den eigenen blick auf die geschehnisse darlegen, hoffen, daß andere darauf eingehen oder wenigstens darüber nachdenken.
bitte nicht schon wieder 50 gruppen, die auf der straße (oder im inet) ´rumrennen und sich gegenseitig für die probleme verantwortlich machen. gibt keine schuldigen, gibt einen haufen arschlöcher und idioten, keiner von denen hat das aktuelle problem verursacht – soviel macht hat keines der 6 milliarden hirne, gibt solche leute seit es menschen gibt.
keine fehler machen und einzelne verantwortlich machen; jeder handelt in seinem rahmen nachvollziehbar und “vernünftig”. dritter weltkrieg ist vermeidbar (BITTE!!).
nachfragen, war kurz.
Posted by totte | 12. Juli 2012, 19:56« Fiskalpakt und unser unfähiges Parlament
Eine Zensur findet nicht statt. Steht so im Grundgesetz !
vonKopfstaendlerPro@2012-07-11 – 22:41:56
Ein Lied, gesungen von einem Mann, dem ich seit 40 Jahren gerne zuhöre !
http://www.youtube.com/watch?v=vBZ7scgt75M
Soeben las ich, dass Inge 09 aus dem Blog.de durch die Verlinkung von kritischen Themen sich so unbeliebt gemacht hat, dass man ihr den Computer beschlagnahmt hatte.
Schaut mal bei ihr vorbei:
http://inge09.blog.de/2012/07/11/mehr-schreiben-14085744/
Das sollte in einer Demokratie unmöglich sein. Was immer sie auch geschrieben haben mag, so etwas darf in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht möglich sein.
Bitte, wie können wir uns da solidarisch zeigen? Irgendeine Idee?
Posted by NaJa | 11. Juli 2012, 22:59Es ist doch unerheblich, ob HartzIV verfassungswidrig ist oder nicht. Durch HartzIV wird Recht zu Unrecht und Unrecht zu Recht. Und wenn Recht zu Unrecht und Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht!
Sehr geehrter Herr Slomski, Ihr Kommentar enthielt einen eindeutigen Aufruf zur Gewalt. Wir haben uns erlaubt, ihn zu kürzen.(Anm. d. Redaktion)
Posted by Hartmut Slomski | 10. Juli 2012, 13:36“…Könnten wir das nicht endlich mal … anders handhaben? Bevor es noch mehr Tote gibt…”
Das sollte von den Nutznießern des Wahnsinns kommen. Das allerdings würde mich wundern.
Die einzige “Lösung” der Politikmarionetten scheint zu sein, das System, diesen grassierenden Wahnsinn irgendwie am Leben zu halten, solange es eben geht, die Steuerschraube immer mehr anzuziehen, den Klimairrsinn in immer neue Höhen zu treiben, Land und Leute zu belügen und zu betrügen – statt dieses System komplett zu beerdigen und endlich ein neues Geldsystem, dessen Geld ausschließlich auf Basis menschlicher Leistung entsteht, einzuführen.
Weg mit dem physischen Eigentum als Sicherheit für die Geldenstehung, denn das gehört inzwischen fast alles ein paar Familien.
Vielleicht war “Brot und Spiel” (ARD) nur ein Pilot, der erahnen lässt, was hier demnächst abgeht, was ich die Edelleute bereits überlegt haben. Die ausgebuchten Butlerkurse über Jahre spreche auch dafür, dass Dienen wieder angesagt ist im ganz großen Stil.
Eine Systemumstellung könnten Staaten autonom machen. Man muss es nur wollen. Ich denke, Sie hat da mal was vorbereitet… politikprofiler.blogspot.com
Posted by Her Zchen | 9. Juli 2012, 17:01Wieder ein sehr interessanter Artikel der zeigt, wie weit wir in unserem Land schon wieder sind. Die Veränderungen bis zur heutigen Situation liefen in kleinen und kaum merklichen Schritten ab. Erst wenn man 2012 mit 1992 vergleicht (dieses Erfahrungswissen ist leider nur den Älteren vorbehalten) wird die Tragweite der negativen Veränderungen sichtbar, die unsere Gesellschaft erfahren hat.
Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Es kann noch viel dicker kommen, wie folgender Beitrag zeigt, den ich bitte aufmerksam zu lesen. Unter dem Deckmantel von mehr Demokratie und dem gleichnamigen Verein wird nichts geringeres versucht, als GG und Menschenrechte zu vernichten.
Sturmangriff auf Grundgesetz und Menschenwürde im Namen von mehr Demokratie
Hier klicken zum lesen……..
Posted by aristo | 9. Juli 2012, 13:43Ich bete. Denn nur Gott der Herr vermag auch Kraft zu geben. Von der Medienbranche … aus, over.
Und stirbt die Hoffnung bleibt das Gute im Menschen. Kein Satan der Welt kann anständige Menschen ummogeln!
Posted by Letztehoffnung | 8. Juli 2012, 15:01“sehen eine schlichte Wiederholung der feudalistischen Zeit … und eine bevorstehende Wiederholung ihres blutigen Endes”. Schön wärs, wenn ein solches Ende denn absehbar wäre. Es scheint aber eher eine unendliche Geschichte zu werden. Dafür sorgt die per jahrzehntelanger Umerziehung durch Medienjauche errungene und bestens gesicherte Herrschaft über die Stamm- und Kleinhirne der Untertanen. Und die steuern bekanntlich 99% unserer Handlungen. Daher ist es diesmal mit Barrikaden und dem Abschlagen von ein paar Köpfen nicht getan. Es muss wohl erst einen totalen Zivilisations-crash geben, bevor man wieder mit dem Aufbau einer menschenwürdigen Gesellschaft beginnen kann. Nichtsdestotrotz kann und sollte man diesen bereits jetzt vorbereiten – und nicht erst in den Wirren des Untergangs.
Posted by Einsiedler | 8. Juli 2012, 12:25Die gesponserte Jauch-Sendung des GEZ Millionärs Jauch. (GEZ= 7,3 Mrd. Eurs p.a.) ist ein Skandal.
Ein anständiger Bürger wie Johannes Ponader, der nicht wie Jauch auf Kosten der Allgemeinheit(Gebührenzahler) lebt, sondern am Rande des Existenzminimums tapfer seinen demokratischen Beitrag zum Fortbestand einer demokratischen Gesellschaft leistet, wird hier von Jauch an den Pranger gestellt. Jauch weiß nicht einmal was ALGII ist?
Dies ist ein Skandal, der solange in der Diskussion bleiben muss, bis Typen wie Jauch aus dem Fernsehen veschwunden sind. Der gehört nicht ins öffentlich rechtliche Fernsehen, sondern sollte sich mal selber beim Jobcenter anstellen. Dort lernt man am besten ALGII kennen.
Posted by ALGII-Pirat | 8. Juli 2012, 11:09Ach ja, mein lieber Eifelphilosoph
Es ist noch gar nicht so lange her, da diskutierte Jauch zum Thema Aldi und ob dort die Angestellten ordentlich behandelt werden. Nur kurz wurde von Jauch die Frage gestreift, ob es überhaupt möglich ist, alles in eine richtige Balance zu bringen, faire Bezahlung der Lebensmittelproduzenten, gerechte Entlohnung der Beschäftigten, günstige Preise an der Kasse mit Blick auf die Tatsache, dass viele Kunden es sich schlichtweg nicht leisten können, nicht billig einzukaufen. Die Zeit wurde zu knapp für Jauch um näher darauf einzugehen. Auch blieb am Schluss nicht viel Zeit auf die Mails der Zuschauer einzugehen, welche ihre Frust über die Arbeitsbedingungen bei Aldi und Co. loswerden wollten. Denn Jauch hatte da noch eine wichtige „Zuschauerfrage“ an Günter Wallraff zu stellen, der bei dieser Sendung teilgenommen hatte.
Der „Zuschauer“ fragte sinngemäß: „wieso denn Wallraff von Stasi-Methoden reden könne, wo es doch seinerzeit für sein Buch “Ganz unten” selbst mit der Stasi zusammengearbeitet habe“. Es folgt eine heftige Szene. Wallraff empört sich wahrheitsgemäß, er habe nicht von Stasi gesprochen.
Im übrigen sei der Vorwurf unzutreffend – eine alte Geschichte, die ihm vergeblich der Springer Konzern anzulasten versuche. Und dann wird Wallraff richtig sauer auf Jauch und giftet ihn an, warum er denn das überhaupt vorgelesen habe? Ob er sich denn nun mit Springer gemein machen wolle? Jauch guckt unschuldig. Der Sendeschluss im Gasometer verhindert Schlimmeres. Offen bleibt die Frage, ob es diese „Zuschauerfrage“ überhaupt gegeben hat, diesen Eindruck hatte ich nicht. Für mich ist Jauch ein „Mietmaul“ der sogenannten Eliten in Deutschland.
Posted by Frank Ullrich | 7. Juli 2012, 21:29Nun bestreitet Heinrich Alt vom Bundesarbeitsamt, er habe im Telefonat mit dem Vorstand der Piraten, Bernd Schlömer, NICHT über Johannes Ponader gesprochen. Dieser nähme sich zu wichtig.
Ich finde nur nirgends eine Stellungnahme von Bernd Schlömer dazu, was er und Heinrich Alt denn nun tatsächlich miteinander besprochen haben. Das ist doch in diesem Fall von großem Interesse.
Wo bleibt die Vertrauenswürdigkeit ?
Posted by chap | 7. Juli 2012, 20:57zuvorderst: beim gülle-günther ist der name programm, so daß ich mir seine und ähnliche sendungen auch nicht antue.
zum ponader: sicherlich ist das eklig, was da in der jauche-sendung mit dem herrn ponader angestellt wurde und die verfolgung durch die arge auf weisung des herrn alt persönlich hat auch was exquisites.
fakt ist allerdings auch, daß schon ein gewisser bütikofer von den grünen in einer talkshow darauf beharrte, die vergütung für den auftritt öffentlich zu machen, weil einer der mitteilnehmer auch hartzer war oder daß auch bei “den linken” gewählte kandidatinnen weggemobbt wurden, da ihr status als arbeitslose den parteiobergenossen nicht genehm war. und kommunalpolitiker aus diesem kreis kennen alle das problem mit der sonderbetreuung durch die argen – und das nicht erst seit hartz 4.
und es ist doch letztendlich auch verwunderlich, daß auf den gutbesoldeten parlamentssitzen weder “normalarbeitnehmer” geschweige denn “angehörige des prekariats” sitzen, obwohl diese gruppen ja einen immer grösseren teil der gesellschaft ausmachen, und noch verwunderlicher ist allerdings, daß dieses auch niemanden zu stören scheint und sich grosse teile dieser armen-kaste wie weiland die leibeigenen bei fürstens auftritten heute mit hilfe von rtl oder gala am geprotze ihrer ausbeuter zu ergötzen scheinen.
was die verbotenen nazivergleiche betrifft, so denke ich, daß dieses totschlagargument ” so isses nun ja doch nicht” oder “das darf man nicht vergleichen” perfekt dazu geeignet ist oder gar nur dazu erfunden wurde, um die schon seit langem vorhandenen und immer deutlicher zu tage tretenden parallelen nicht zum gegenstand von diskussionen über den unsäglichen zustand dieser gesellschaft machen zu können.
Posted by landbewohner | 7. Juli 2012, 20:17richtig lieber eifelphilosoph, der nazi steckt voll im system der menschen, die sich “elite” nennen dürfen.
dabei haben sie kein weisse weste.
Posted by regina | 7. Juli 2012, 13:22