Dienstag, 10.1.2012. Eifel. Bei uns geht alles seinen gewohnten Gang. Der größte Coup der Geld- und Halsabschneider bei uns vor Ort war die Umwandlung des Naturschutzgebietes in einen Nationalpark. Das hat uns viele kahle Hänge beschert, weil jetzt Holz großflächig geschlagen werden darf – die Fichten – nicht einheimische Bäume – werden im Massen geschlagen und verkauft. China braucht Holz. In dreihundert Jahren aber werden wir hier schöne Buchenwälder haben – wenn nichts schiefgeht. In solch einer apokalyptischen Umgebung fällt es aber umso leichter, sich mit dem Ernst der Lage zu beschäftigen, die Gerald Celente – hier bei Denkbonus – wie folgt beschreibt:
Der Überlebenskampf der Menschen wird sich von wirtschaftlichen Maßnahmen auf die Anwendung von Waffengewalt ausweiten. Kriegerische Auseinandersetzungen sind nicht nur in den USA, sondern auch in Europa zu erwarten. Alte, längst vergessene Rechnungen werden wieder hervorgeholt werden und die Eurostaaten werden sich gegenseitig mit Schuldvorwürfen überhäufen. Die hässliche Fratze des Krieges wird nicht nur über dem europäischen Kontinent ihr Haupt erheben. Die Folge werden gewaltige Flüchtlingsströme sein, auch nach Europa hinein, welche die Situation zusätzlich verschärfen werden. Den endgültigen Kollaps der USA und Europas sieht Celente gegen Ende 2012 herannahen. Unter diesen Umständen hält er auch einen dritten Weltkrieg für möglich.
Wieder einmal Weltuntergang 2012. Wie in der Prophezeiung. Als Mensch, der versehentlich in esoterischem Umfeld groß geworden ist, hat man seine Mühe mit diesen Prophezeiungen …. aktuell geht ja die Welt wegen dem Mayakalender unter. Kaum jemand mag ermessen, was solche Botschaften für Jugendliche bedeuten, die eigentlich glaubten, sie hätten ihr Leben noch vor sich.
Manches … ist aber geeignet, einen nachdenklich stimmen zu lassen.
Während des Studiums hatte ich mich gegen Nostradamusanhänger zu wehren, die mit seinen wirren Psalmen durch die Gegend rannten und versuchten, alle Welt vor der islamischen Invasion zu warnen … das war Anfang der achtziger Jahre. Ich wiederlegte dies durch Daten über die Militärmaschinerie der Nato – allein der italienische Grenzschutz war stärker als die ganze lybische Armee.
2012 sieht das schon viel realistischer aus: drei Millionen Moslems sind schon in Deutschland – und bricht hier der Staat durch massive Reformen und Sparanstrengungen zusammen, können die MG-bestückten Pickup-Trucks der lybischen “Rebellen” in unseren Straßen schnell zum vertrauten Alltagsbild werden.
Um 2000 herum hatte ich dann Auseinandersetzungen mit jenen, die meinten, die Herrschaft des Satans würde beginnen, er würde die moderne Zivilisation benutzen, die Menschheit in unglaubliches Elend zu führen.
Wieder war es einfach, die Apokalyptiker zu widerlegen: Handel, Demokratie und Maschinenbau hatten zu sehr stabilen Wohlstandsgesellschaften geführt, Krieg, Hunger, Pest und Tod waren weit aus der Lebenswirklichkeit Mitteleuropas verbannt worden. Gut – die letzten beiden Weltkriege hatten ziemlich viel Unheil angerichtet und neue Qualitäten der Massenmordens gezeigt – aber das bekam man halt durch den Wohlstand und die Demokratie in den Griff.
2012 sieht auch das schon wieder ganz anders aus. Jetzt zeigt sich, das das Abendland in einer riesigen Falle steckt: militärisch abhängig vom großen Bruder USA, wirtschaftlich und politisch abhängig von einer kleinen Gruppe von Weltkonzernen, die Versorgungslage und Meinungsbildung diktieren. Drehen die den Hahn zu, haben wir innerhalb kürzester Zeit ein unglaubliches Elend in Nürnberg, Dresden und Hannover – und nicht nur in Ostafrika, was so schön weit weg ist.
Kann sich nur keiner vorstellen (und MAG sich keiner vorstellen), so wie man sich 1911 auch nicht das Grauen der Grabenkriege von 1916 vorstellen konnte, wo allein in einer einzigen Schlacht eine Million Menschen verloren gingen – in etwa die Stärke der gesamten preussischen Armee (samt Verbündeter) im vorherigen Krieg.
Mir fällt es aus dieser persönlichen Tradition heraus nun etwas schwer, gegen den Herrn Celente zu argumentieren, zumal er kein Apokalyptiker ist – sondern nur ein Unternehmensberater. Unternehmer sollten schon wissen, welche Absatzchancen Europa die nächsten zehn Jahre zu bieten hat.
Noch schwerer fällt es mir, ihm zu widersprechen, wenn ich in den Medien herumstöbere. Sogar die Tagesschau meldet, das die Sparprogramme in Griechenland die Wirtschaft zerstören, weshalb jetzt noch mehr Sparprogramme “durchs Parlament gepeitscht werden sollen”. In Griechenland selbst wehren sich gerade Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Handel gegen die alternativlos geforderte Senkung der Mindestlöhne - eine unabdingare Forderung der “Gläubiger”, die jedoch kein Problem damit haben, das Griechenland seine Rüstungsprogramme vorantreibt – es gibt sogar Gerüchte, das man gerne noch mehr Waffen an Pleitegriechen liefern möchte:
Hauptprofiteur der griechischen Aufrüstungspolitik ist dabei ausgerechnet Europas Sparmeister Deutschland. Laut dem gerade veröffentlichten Rüstungsexportbericht 2010 sind die Griechen nach den Portugiesen – auch ein Staat kurz vor der Pleite – die größten Abnehmer deutscher Kriegswaffen. Spanische und griechische Zeitungen verbreiteten gar das Gerücht, Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hätten Griechenlands Ex-Premier Giorgos Papandreou noch Ende Oktober am Rande eines Gipfeltreffens daran erinnert, bestehende Rüstungsaufträge zu erfüllen oder gar neue abzuschließen.
Würde ein Vater einer Arbeitslosenfamilie seine Kinder hungern lassen, um sich eine Schrotflinte zu kaufen, wären alle im Land alarmiert. Hier jedoch – will das Jobcenter nebenbei auch noch als Waffenhändler auftreten.
Hat man Celente gelesen, macht das sogar Sinn.
Der IWF glaubt nicht mehr an die Rettung Griechenlands, der Kollaps des Euro rückt täglich näher, Zeit also, dem Steuerzahler noch schnell mal richtig tief in die Tasche zu greifen. Kein Wunder, das die öffentliche Rhetorik über die Krise immer mehr Begriffe aus dem Kriegswesen entnimmt. Manche Menschen wissen halt noch, was einem total abhängigen Land geschieht, wenn es kein Geld mehr hat, seine Rechnungen zu bezahlen.
Manche Menschen wissen auch, das der Untergang nicht alternativlos ist – siehe Prof. Ulrich Blum, Wirtschaftsprofessor aus Halle, in der FTD:
Die griechische Tragödie verdeutlicht, dass Gesundschrumpfen nicht funktioniert. Die Fähigkeit zu einer notwendigen Umsteuerung muss möglich sein, ohne dass die Therapie schlimmer als die Krankheit wird – sonst zerfällt die demokratische Legitimierung. Derzeit geht dies nicht, weil der Nationalstaat oder sogar die EU am Verhandlungstisch schwächer ist als die Finanzindustrie. Das zeigt, wie notwendig eine Verringerung der Systemik ist – dazu muss eine glaubhafte Gegenmacht erzeugt werden.
Er zeigt auch auf, wie der Staat mit Firmen umgehen muss, die ihn in seiner Existenz bedrohen:
Das Verabschieden des Sherman Act im Jahr 1890 durch den amerikanischen Kongress war wegweisend für eine ordnungs- und politökonomische Diskussion: Wenn die Demokratie oberstes politisches Gestaltungsprinzip ist, um Tyrannei zu verhindern, dann kann in der Wirtschaft nicht Machtballung durch Kartellierung zugelassen werden. Infolge dieser Entwicklung wurde der Standard Oil Trust – ein seinerzeit “systemisches Unternehmen” – zerschlagen.
Klingt einfach und überzeugend, oder? Leider haben die Machtballungen die letzten hundert Jahre gelernt, sich anzupassen und okkupierten erstmal wichtige Schaltstellen der Macht in Parteien und Medien. Geld machts möglich – man wollte ja nicht wie Standard Oil enden. Deshalb schlagen heute Politiker ernsthaft vor, immer mächtigere Konzerne zu bauen, deshalb wurden die Boni in der Börsenwelt mehr als verzehnfacht - auch wenn aktuell zu Hungerlöhnen von 385000 Dollar gearbeitet werden muß (von dem Geld, das Goldman Sachs seinen Mitarbeitern zahlt, könnte man in Griechenland 32 Lehrer bezahlen – noch mehr, wenn deren Gehälter jetzt noch weiter gekürzt werden), deshalb fordern die Banken – deren Hedge Fonds gerade Verluste wie selten zuvor einfahren – mehr Geld zur Finanzierung von Italien, damit die Boni bei Goldman-Sachs wieder üppiger fließen können, während man uns Normalbürgern klar macht, das wir uns an sinkenden Wohlstand gewöhnen müssen. Sicherheitshalber bereitet sich die EU schon mal gezielt auf “linke” Massenproteste zu, während das US- Militär Software zur gezielten Meinungsmanipulation in sozialen Netzwerken entwickeln lässt.
Eine “glaubhafte Gegenmacht” gegen “systemische Unternehmen” haben wir schon. Deshalb hatten wir das System “Staat” geschaffen. Der Staat – das sind wir alle. Der Staat, das ist die freie Stadt aufs Land verteilt, das ist jenes Instrument, mit dessen Hilfe sich die Menschheit von Hunger, Pest, Krieg und Tod (also: den apokalyptischen Reitern) befreit hat – und der Tyrannei des Feudalismus, der immer Elend für das Volk folgt … wie die aktuelle Tyrannei des Bankfeudalismus zeigt.
Was aber tun, wenn der Staat versagt, die wichtigsten Schaltstellen der Macht im Staat gekauft worden gekauft worden sind?
Nun – erstmal müßten wir uns darüber klar werden, das WIR DER STAAT SIND.
Und dann müssten wir unsere eigenen Fehler erkennen, warum die Täter ungeschoren davon kommen:
Weil sich niemand diesen Leuten entgegenstellt. Weil die Politik sich freiwillig ausliefert, der Wähler sich von der Politik verabschiedet. Wir treten den Rückzug ins Private an, resignieren und lamentieren darüber, dass ,die da oben’ sowieso machen, was sie wollen. Das ist übrigens eine Haltung, die in der Geschichte schon häufiger zu Katastrophen geführt hat.
“Im Würgegriff der Mafia aus Finanzwelt und Politik” heißt der Artikel aus der Welt vom Juni 2011, in der wir auch erfahren, warum die ganze Krise kein Unfall war:
Die Finanzwelt folgt der Logik der Mafia, nämlich der Orientierung am höchstmöglichen Gewinn bei minimiertem Risiko. Dazu werden alle Mittel eingesetzt, die Wirksamkeit versprechen, etwa in Kontakten mit Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Die Vorstellung, dass die wirklich gefährliche Mafia sich durch Gewaltbereitschaft auszeichnet, ist naiv. Ihre große Gefahr ist ihr Einfluss, ihre Macht, indem sie Verbindungen aufbaut, korrumpiert, wirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten zum eigenen, ungehemmten Vorteil umfunktioniert oder außer Kraft setzt. Das ist die Logik der Mafia.
Der Mann sollte es wissen: er ist Europas erster Korruptionsbekämpfer.
Wir haben es hier mit extrem kriminellen Elementen zu tun, die ihre Mitmenschen durch feine Anzüge täuschen wollen, wie es einst Al Capone tat. Wenn wir sie nicht stoppen können, werden die apokalyptischen Reiter vielleicht wirklich noch in diesem Jahr über Europa hinwegziehen – wie 2002 über Argentinien.
Wie wir eine eigene Gegenmacht bilden können?
Vielleicht sollten wir auch da nach Argentinien schauen: Betriebsbesetzungen, Straßenblockaden, Tauschringe und eine eigene Währung haben das Volk vor dem Schlimmsten bewahrt. Anstelle des “Überlebenskampfes mit Waffengewalt” – den die Kriminellen bevorzugen – haben die Argentinier das Miteinander gewählt.
Das können wir auch. Schon wäre die glaubwürdige Gegenmacht da – denn wenn wir unsere Waren selbst produzieren, selbst tauschen oder mit selbst garantiertem Geld bezahlen … dann können wir uns ganz galant aus der Affäre ziehen. Mal ehrlich: die Tonnen von Papiereuro könnten wir doch Banken und Politikern dann schenken. Sollen die sehen, wie sie die dann hin- und herschieben. Für ein glückliches Leben – brauchen wir die eigentlich nicht.
Vielleicht hilft die Landkarte von Regiogeld e.V., Alternativen zu finden in einer Welt, die scheinbar alternativlos dem Untergang geweiht ist.






































http://youtu.be/DBtxHIxDB8o
BBC berichtete über Zeltsiedlungen und Menschen die Ratten essen in den USA. Ich weiß, dass die Männer Murmeltiere schießen, aber die leben auf dem Lande. In den städtischen Gebieten sind offenbar Ratten der Eiweißlieferant. Ich hatte das schon einmal gehört, konnte es jedoch nicht glauben.
Wohin sind wir als Menschheit gekommen ! Man sollte mal Herrn Goldman, Herrn Blankfein, Herrn Silverstein und die Rothschilds zwingen, sich so zu ernähren. Sie haben das Geld aus dem Nichts geschaffen und ihnen gehört der größte Teil der Welt.
http://www.sueddeutsche.de/geld/goldman-sachs-gegen-boni-kritik-gottes-werk-und-teufels-beitrag-1.135405
Posted by NaJa | 16. Februar 2012, 17:38@ A. Dirr
Dr. Hans-Gert Pöttering (s. Wikipedia)war Präsident des Europa-Parlamentes von 2007 bis 2009. Ich teilte in keiner Hinsicht seine Positionen, aber was mich sehr verwundert, ist die Tatsache, daß dieser respektable Mann bei seinen Landsleuten keine Anerkennung bekam in einem Maße, das ihren Schuldkomplex hätte beeinträchtigen, geschweige gefährden können. Was will ich damit sagen? Ich sage damit (zugespitzt), daß sich deutsche Identität offenbar nur mit Selbsthaß und Selbstverleugung herstellen läßt. Begegnet einem Deutschen irgendwo (wie im Falle Pötterings) schon mal die Gelegenheit, auf einen Landsmann stolz zu sein, holt er schnell ein Tempo-Taschentuch hervor und reibt sich die verschlafenen Augen, um dann zu blinzeln, und schon ist das Objekt verschwunden.
Ich schließe daraus, daß ein Brite namens Harold James, der in Princeton lehrt, mit seiner Analyse der “Deutsche Identität” (Campus Verlag 1995, gebraucht schon für weniger als 3,- Euro erhältlich) letztlich Recht behält, wenn er sagt, sie sei durch das Wirtschaftswunder zustande gekommen und ökonomisch definiert…
Und das verwundert gar nicht, wenn man sich vor Augen hält, in welcher absonderlichen geografischen Lage sich dieses Land schon immer befindet. Heute hat es neun (in Ziffern: 9) Nachbarstaaten, mit denen allen es irgendwie zurecht kommen muß, um seine Produkte zu verkaufen. Man könnte darüber lange räsonnieren, doch kommt dabei nichts anderes heraus als die Erkenntnis, daß wir uns in einer fatalen Lage befinden, die durch nichts verändert werden kann.
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Wer übrigens an einer weiteren gedanklichen Durchdringung der Finanzkrise und dem ihr zugrundeliegenden Problem ernsthaft interessiert ist, dem sei dieser link empfohlen:
http://www.hossli.com/articles/2008/11/21/marx-hilft-nicht/
Und dann bitte unbedingt den Antwort-Kommentar studieren, der aus deutscher (!) Feder stammt.
Man wird herausfinden, daß “Das Kapital” letzten Endes unverstanden bleiben mußte.
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Posted by Jochen | 4. Februar 2012, 14:01“Die apokalyptischen Reiter… werden vielleicht wirklich noch in diesem Jahr über Europa hinwegziehen – wie 2002 über Argentinien…” hast du geschrieben.
Wir haben diese Metapher schon in den unterschiedlichsten Zusammenhängen angetroffen, in Büchern, in Zeitungen, in TV-Sendungen, in Kinofilmen usw.
Das Bild stammt aber aus dem Neuen Testament (wie du sicherlich weißt), und zwar aus der Offenbarung, dem letzten Buch des NT. Es findet sich in Kapitel 6.
Immer wenn der Mensch nicht weiter weiß, weil er angekommen ist am Ende seiner Weisheit, erinnert er sich der göttlichen Dinge, von denen er weiß, daß sie in der Bibel stehen.
Darum ist Gefahr und Not auch ein guter Lehrmeister.
Was nun diese vier Pferdreiter tatsächlich bedeuten, lieber Eifelphilosoph, das wird uns der Autor selbst am besten sagen können.
Wir sind heute in der glücklichen Lage, auf keinerlei vorwitzige theologische Spekulationen darüber hören zu müssen, sondern wir haben in dieser (END-)Zeit die einmalige und erstmalige Möglichkeit, diese Dinge vom Geist des Autors selbst, und zwar durch einen Menschen, der ein Prophet war, dargelegt zu bekommen.
Wer’s fassen kann, der fasse es.
Wer Ohren hat zu hören, der höre.
http://bethelthehouseofgod.net/booklets/germanexerpts/EODH11/Buch11e.html
Posted by Jochen | 4. Februar 2012, 13:35Lieber Eifelphilosoph,
du hast da einige persönliche Verflechtungen in esoterische und ähnliche Weltbilder benannt, deren du dich erwehren mußtest, die dich aber nachher doch irgendwie eingeholt haben, so daß du vorsichtiger geworden bist bei einer vorschnellen Beurteilung. Prophezeiungen – hast du das nicht bedacht? – sind definitionsgemäß Aussagen über eine Zukunft, von der keiner weiß, wann sie faktisch eintreffen und erfüllt werden wird. Das bedeutet, es kann auch erst nach deinem (und unser aller) Begräbnis erfolgen. Deshalb kann man nicht in seinem 40. Lebensjahr behaupten, dies oder das könne niemals geschehen, ohne die eigene Einfalt zu demonstrieren. Fürs 50. oder 60. Lebensjahr gilt das ebenso. Darum ist es unerheblich, was sich einer VORSTELLEN kann, und zu diesem Schluß bist du ebenfalls gelangt. Denn “Vorstellung” ist gebunden an die eigene Biografie von im Durchschnitt 70 Jahren und die Erfahrungen, die man während dieser Jahre gemacht hat.
Ich sage dies, weil ich dir (und natürlich den Lesern ebenso) hier einen link einstellen möchte, der zu einer christlichen Darlegung der gegenwärtigen Situation führt, die höchstwahrscheinlich jede bisherige Vorstellung sprengt.
Die in Schriftform und redaktioneller Bearbeitung vorliegende Predigtserie hat vier Teile.
http://bethelthehouseofgod.net/booklets/germanexerpts/finanialcrisis/Weltfinan.htm
http://bethelthehouseofgod.net/booklets/germanexerpts/finanialcrisis/WeltfinanzkriseTeil2.html
http://bethelthehouseofgod.net/booklets/germanexerpts/finanialcrisis/Weltfinanzkrise_in_der_Prophetie_Teil_III.htm
http://bethelthehouseofgod.net/booklets/germanexerpts/finanialcrisis/Kopie_von_Weltfinanzkrise_in_der_Prophetie_Teil_IV_-_Der_Zorn_des_Drachen.htm
Posted by Jochen | 4. Februar 2012, 13:18Danke, lieber Eifelphilosoph, dass Sie den ungekürzten Beitrag von A.Dirr eingestellt haben.
A. Dirr möchte ich auf das Buch von Joachim Fernau “Hallelujah – die Geschichte Amerikas” hinweisen. Vielleicht kennt er das nicht. Es ist alt, aber immer noch aktuell.
Leider scheint die Welt nicht ohne Kriege auszukommen. Irgendwo las ich vor einigen Tagen, dass wir uns auf eine “maßvolle” Inflation einrichten müssen, damit die Schuldenberge rascher abgebaut werden können.
Ein anderer, zynisch klingender Beitrag sprach von der Notwendigkeit der Kriege, damit der Grundbedarf nach Möbeln, Häusern und Nahrungsmitteln wieder hergestellt wird. Das war ernst gemeint, man fasst es nicht.
Nur weiß ich nicht, wie die Eliten einen dritten Weltkrieg überleben wollen, der gewiß nuklear sein wird. Übrigens hatten die Sowjetunion und Iran in den 1920er Jahren einen Freundschaftspakt unterschrieben, der m. E. noch immer Gültigkeit hat. Er richtete sich gegen dritte Parteien, die evtl. die Sicherheit der SU oder Irans bedrohen sollten.
Vielleicht muss man auf dem Hintergrund mal Putins und Medvedjevs Warnungen vor einem Angriff auf Iran bedenken.
Nochmals Danke für das Eifelphilosoph-Forum und den Beitrag von A. Dirr.
Posted by NaJa | 1. Februar 2012, 15:01@A. Dirr: vielen Dank für diesen eindrucksvollen Kommentar. Ich komme selten genug dazu, auf Kommentare zu antworten – aber dieser Kommentar ist ja eigentlich auch ein ganzer Artikel. Sehr lehrreich, will ich meinen.
Posted by Eifelphilosoph | 24. Januar 2012, 18:07Also die Mafia kümmert sich, im Gegensatz zur Finanzwelt, wenigstens finanziell um die Familien zu Tode gekommener Mitglieder. Deswegen hat sie das überlegene Sozialsystem… *hüstel*
Posted by Klingelhella | 18. Januar 2012, 18:52Vielleicht überrascht es den Blogger, aber als gebürtiger US-Amerikaner hat es mich sehr gefreut, diese Seite zu entdecken. Ich habe mich 2008 meinen deutschen Wurzeln ganz zugewandt und bin nach Deutschland gezogen. Ich bin auch zu 16% tscherokesisch, was mich immer wieder veranlasst, mich mit der indianischen Vergangenheit Nordamerikas auseinanderzusetzen, ein besonders trauriges und schwerverdauliches Thema, wenn man nicht zulässt, dass Disney alles mit einer schillernden, bunten Zuckerschicht der Verlogenheit das Wesen der Realität unterbindet.
Als ich zuerst nach Deutschland kam, erschrak ich vor zweierlei:
1) von einer „deutschen“ Kultur war wenig zu spüren. Als Amerikaner, der in einem Land, das nur sich selbst kennt, aufgewachsen ist (und das obendrein in einem Kaff) erwartet man, etwas wirklich ganz „Anderes“ zu erleben, wenn man ein paar tausend Kilometer zurücklegt und einen völlig anderen Sprachraum betritt. Aber was sehe ich am Flughafen? Überall Nike-Werbung, amerikanische PC-Spiele, EA-Games, Frozen-Yougurt, Highschool-Musical, Hannah Montana, McDonalds und natürlich Coca-Cola. Verstehen Sie mich nicht falsch: die Kultur hier ist anders…aber nicht anders genug. Sie ist schwer amerikanisiert, schwer durchsetzt mit einem Zeitgeist, der mir allzu bekannt und, ehrlich gesagt, zuwider ist.
2) Die deutsche Sprache wird anglisiert, was ja mit dem obengenannten Zeitgeist (welcher wiederum von wirtschaftlich-kulturellen Abhängigkeiten herrührt) verbunden ist. Das hat mich vor allem sehr erschreckt und zutiefst enttäuscht, weil es ein Zeichen dafür ist, dass die Menschen von ihrem innersten Kerne heraus beginnen, wie „die da drüben“ zu ticken oder ticken zu wollen. Ohne sich recht zu überlegen, was das eigentlich für sie, ihre Kinder, ihre Zukunft, ihre Kultur oder ihre Würde bedeutet, plappern sie jeden Hollywood-Star nach, exportieren gute Ideen nach Amerika und nennen sie erst dann „gute Ideen“, wenn sie als Kopieware wieder reimportiert werden können. Die US-Konzernsprache wird allgegenwärtig, man prostituiert sich, seine Kultur und seine Würde für etwas Papier und Münzen. Die Weltvernichter werden Vorbilder.
In Deutschland ist es besonders schwierig, über diese Themen zu sprechen, weil die Deutschen wegen ihrer Vergangenheit besonders zerknirschungssüchtig sind. „Wir habens mit Hitler immerhin am schlimmsten gemacht“ und ähnliche Sprüche sind immer zu erwarten. Man traut sich nicht, das Unrecht im eigenen Lande zu verbieten und sich SEHR deutlich kulturell und wirtschaftlich davon abzugrenzen. Vielmehr bleibt Amerika und vor allem die amerikanische Lebensweise, die dazugehörige Ramschkultur, die Billigunterhaltung, der geistige Tand, das Fastfood, der Konsum, das Fernsehen, die Turboschule, das „Soma“ die letzte Hoffnung. Dass Anhänger des amerikanischen Zeitgeistes wie Paul Warburg Hitler seine Macht (Geld = Macht, Energie) verliehen, um mit einem Krieg Deutschland gleich darauf in ein abhängiges Protektorat zu verwandeln, möchte nicht gehört werden. Dass Hitler bis 3 Uhr Morgens Coca-Cola Plakate in seinem NSDAP-Büro studierte, um Propaganda-Plakate zu entwerfen (siehe die Hitler-Biographie von Joachim Fest), will man nicht hören. Man spricht gerne über die Grausamkeiten, die deutschen Soldaten in Polen begingen, aber nicht darüber, dass das Nazi-Regime von den USA überhaupt sein Mittel dazu erhielt, man spricht nicht gerne über die Ford-Werke Berlins, die der Wehrmacht 78.000 Fahrzeuge zur Verfügung stellte (10.000 zusätzlich auf Expressbestellung zur Befreiung des Sudetenlandes) und von amerikanischen Bombern absichtlich verschont wurden, oder dass ein Porträt von Ford in Hitlers Büro hing, oder dass der Autohersteller den Adlerschild des Deutschen Reiches und das Großkreuz des Deutschen Adlerordens mitsamt persönlichem Gratulationsschreiben vom Führer selbst erhielt (Wikipedia).
In Wahrheit hat ein Geist, der seine Wurzeln im frühkapitalistischen England hat, Besitz von den USA ergriffen, 5.000 nordamerikanische Indianersprachen mitsamt 500 Indianernationen ausgelöscht, und die Welt mittels der dortigen Resourcenreichtümer zu unterwerfen gesucht. Das moderne Sinnbild der Freiheit ist in Wirklichkeit genau deren Tod. Wie hier schon mehrfach erwähnt, vollzieht sich die Unterwerfung Europas aber nicht mit der eisernen Faust der Gewalt (wie damals bei den Indianern oder heute in den Nahostländern per Einmarsch) sondern durch einen Krieg des Geldes, also einen Krieg der Energien. Wem am Ende die mesten Werte (Energie) zustehen, der gewinnt. Sollte der andere nicht Folge leisten, dann bleibt immerhin eine Menge Kriegshardware und eine dazugehörige Bevölkerungsmentalität (Kick-ass-Mentalität), mit der man ihn gewaltsam dazu bewegen kann. Langsam aber sieht man, dass es nicht mal dazu kommen müsste, dass die meisten Europäer sich freiwillig in die Unmündigkeit begeben, während eine Menge Anzüge und Krawatten in den Parlamentshäusern vortäuschen, es gäbe noch die „Länder“, deren Interessen sie „vertreten“.
Ja, das Abendland scheint unterzugehen. Das eigentliche „Amerika“ ist trotz all der Lügenbilder aus Hollywood schon längst untergegangen. Oft bezweifle ich, dass „Amerika“ als „Land“ jemals war. Betrachtet man seine Geschichte, so ist von einer Kultur, einer wirklich gehaltvollen Färbung weit weniger zu finden als in der Geschichte europäischer Länder. Heute hat die USA jedoch die Krisensituation gezwungen, ihre Maske abzulegen und ihre Gestalt als reine Wirtschaftsmaschinerie, als Finanzmainboard ohne Seele, zu offenbaren. Es ist der reinste Widerspruch, von einem Land oder Staat zu sprechen, wenn Neoliberalismus und Privatisierung die Hauptmotoren der Existenz bilden und ich betone „Motoren“, denn Motoren ist es egal, wohin sie ein Gefährt treiben, sie treiben einfach, ob gegen eine Betonmauer oder in die richtige Richtung. So stumpfsinnig und umstandsignorant ist auch das zinsbedingte exponentielle Wachstum dieser Denke. Es heißt hoch hinaus und immer weiter, ganz gleich, ob wir dabei alle verbrennen, Hauptsache niemand betätigt die Bremse!
Ich bin einfach froh, dass es doch Menschen in Deutschland gibt, die diese Entwickelungen erkennen, die wissen, dass gerade Krieg auf anderer Ebene geführt wird, die wissen, wie wahnsinnig die „Norm“ eigentlich ist. Es hat mich vor allem beeindruckt, dass auf dieser Seite Powaqqatsi erwähnt wurde, dass die „Amerikanisierung“ Deutschlands direkt angesprochen und so deutlich erläutert wurde. Hierfür kann ich den Eifelphilosophen nur loben und den Betreibern dieser Seite nur sagen: weiter so. Sie haben jedenfalls einen regelmäßigen Leser hinzugewonnen.
(An den Moderator: ich verstehe, wenn Sie diesen Kommentar aufgrund seiner Länge nicht reinstellen. Die Seite hat mich einfach sehr beeindruckt und es gibt so viel zum Thema zu sagen, so viel Wesentliches, was kaum oder gar nicht angesprochen wird.)
Posted by A. Dirr | 12. Januar 2012, 15:51Wenn man sich die Schweiz betrachtet- dort gibt es schon seit Jahrzehnten den WIR http://www.wir.ch/index.cfm?BFE9B56635A311D6B9940001020761E5 als etablierte, funktionierende Komplementärwährung. In Deutschland wird wohl so weiter gewurstelt. Die Menschen haben einfach nicht die Zeit sich über Alternativen zu informieren und dann auch noch gegen alle Widerstände eine gewisse Unabhängigkeit aufzubauen. Schon der Begriff "Freiheit" hat was diffuses, fällt mir grad so auf, dagegen wird beim Wort "Unabhängigkeit" eher klar, dass man was dafür tun muss. Wir werden sehen, letzten Endes kann man nur versuchen selbst vorzusorgen und sich wo es geht zusammen zu tun. Viel Arbeit. Grüße.
Posted by silv. | 10. Januar 2012, 19:00ich denke nicht, dass die apokalyptischen reiter von gott kommen, denn der hat sich schon längst von der menschheit abgewand.
der teufel des mamons und profits wird diese reiter schicken, so man an die bibel und ihre geschichten glauben mag.
wie immer bemerkenswert recherchiert, lieber eifelphilosoph.
Posted by regina | 10. Januar 2012, 11:50