Heute hatte ich mal etwas Muße, ein wenig Zeit, mir zu jenen Dingen Gedanken zu machen, die schon lange auf meinem Schreibtisch liegen. Eine lag besonders hoch oben, weil schon lange und oft Mitbürger hier anklingelten und sich darüber mokierten, das ich ja auch nur Worte machen würde und das das alles nutzlos ist.
Etwas schlaksig und flapsig verweise ich bei solchen Gelegenheiten immer gerne auf die heilsame Wirkung blockierter Autobahnen, in der Hoffnung, mit diesem Thema in Zukunft in Ruhe gelassen zu werden … bin aber dann doch über mich selbst verärgert, das ich nicht den Mumm habe, mich der Herausforderung wirklich zu stellen – was zum Teil daran liegt, das ich ein sehr ausgefülltes Leben lebe, zum anderen aber auch daran, das ich nicht so genau weiß, was die “soziale Bewegung” in Deutschland eigentlich will. Eine andere Republik will – so vermute ich mal – eigentlich keiner. Läuft ja alles super – außer für die Ausrangierten. Schon seit einiger Zeit habe ich die bitterböse Vermutung, das die auch nichts anderes wollen als die Lumpenelite: einfach mehr Geld … sagen wir mal: einhundert Euro pro Person im Monat mehr.
Nun – mit so einem Ziel ausgestattet, fällt die Wahl der Mittel leicht.
Eine Regelsatzerhöhung von 100 Euro (in Worten: EINHUNDERT EURO) im Monat halte ich für leicht durchsetzbar, viel leichter als ein bedingungsloses Grundeinkommen.
Leicht durchsetzbar? Ich merke schon … hier kommen Zweifel auf. Die gesamte deutsche Politik schafft mit viel Mühe gegen das Bundesverfassungsgericht gerade mal fünf Euro und der Eifelphilosoph will locker hundert schaffen?
Nun … ich war fünfzehn Jahre auf verschiedenen Karrierestufen im Bereich Lobbyismus tätig – natürlich ist es leicht, den Regelsatz um 100 Euro erhöhen zu lassen – nur muß man die Angelegenheit anders angehen als bisher. Ganz anders – wenn man es wirklich ernst meint.
Kein Unternehmen käme auf die Idee, politische Einflussnahme bzw. den “Verkauf von Ideen” (und genau DARUM geht es hier) über Demonstrationen laufen zu lassen, das dauert zu lange, die Ergebnisse sind zu unkalkulierbar und die Kontrolle über den Prozess ungewiss. Darum nimmt man andere … kostspielige aber ziemlich erfolgreiche Wege.
Natürlich kostet es Arbeit und Zeit, aber ich habe keine Zweifel, das eine Erhöhung von einhundert Euro pro Monat zum 1.1.2013 durchsetzbar ist, wenn wir … sofort anfangen. Beginnen wir später, dauert es länger.
Was ich brauche, sind … fünfzehn Euro pro Hartz IV-Abhängigen. Das ist der von-der-Leyen-Gnadensatz für ein Quartal. Als Interessenvertretung nehme ich NUR Geld von Hartz IV-abhängigen, das macht unabhängig.
Hat jeder seinen Beitrag bezahlt, existiert eine Kriegskasse von 105 Millionen Euro. Davon kann man gleich nächste Woche Büroräume mieten, Telefone und Computer anschaffen sowie Personal einstellen (nur bisherige Langzeitarbeitslose!). Dann braucht man ein Büro in Berlin, professionelle Lobbyisten (die kann man kaufen), die Zugang zu Abgeordneten beschaffen, die dann – letztendlich – die entsprechenden Gesetze vorbereiten und einreichen.
Gleichzeitig muss man eine Front all jener schmieden, die daran verdienen. Wir brauchen dazu einen Aussendienst (… Botschafter…) mit Firmenwagen, erstklassigen Anzügen und hervorragenden Manieren. Der Bundesverband Einzelhandel sollte unser Freund sein (na, wo bleibt denn das Geld der Erhöhung letztendlich?) und unsere Lobbyisten mit zusätzlichem Kapital versorgen, die Krankenkassen sollten unsere Studien mitfinanzieren (bei wem landen denn die Kosten für “Krank durch Armut”?) die Gaststätten unsere Vorträge sponsern – für ein Deutschland mit menschlichem Antlitz sollten wir auch die Kirchen mit ins Boot holen können – dazu muß man regelmäßig und oft mit den Verantwortlichen reden, ebenso mit den Vorsitzenden der großen Parteien.
Dann muß eine Welle von Presseveranstaltungen laufen … und zwar nicht in der Volkshochschule. Je nach Einfluß muß man schon mal bis auf die Malediven ausweichen, um in aller Ruhe die Vorzüge der Operation 100 für Deutschland, den Frieden und die Welt diskutieren und notfalls gewisse Umschläge diskret herüberschieben zu können. So betreibt man breitflächig Meinungsbildung. Das wäre Aufgabe der “Botschafter” und ihrer gezielten Pressearbeit am Mann … und am Abgeordneten.
Wo das Geld herkommen soll für diese Erhöhung? Nun, das wäre primär nicht unser Problem, weil wir aber kundenorientiert und servicefreundlich denken, können wir auch Wirtschaftswissenschaftler mit den Vorschlägen zur Gegenfinanzierung beauftragen. Kostet ein bischen, aber bei strenger Haushaltsführung sollte das gehen.
Worüber reden wir eigentlich? Einhundert Euro für 7 Millionen pro Monat macht 700 Millionen – also noch nicht mal EINE läppische Milliarde. Da soll sich mal angesichts von 160 Milliarden Subventionen im Jahr für die Industrie keiner aufregen, wir brauchen nur FÜNF PROZENT DAVON!!!
Gerne wären wir auch bereit, ausgebildete Agenten in die Verwaltungen von Bund, Ländern und Gemeinden zu schicken, die bei Einsparungen im öffentlichen Dienst helfen, ebenso könnten wir Betrieben helfen, Unterschlagungen aufzudecken – bei entsprechender Vorbereitungszeit. Wir … wollen ja GERNE arbeiten.
Das wäre mein Karnevalspausengrobkonzept.
Erfolgschancen? 90%. Garantiert – ich würde sogar auf Einhundert gehen, aber … wir wollen ja immer den schlimmsten Fall annehmen.
Langweilige Parteiarbeit, sinnlose Demonstrationen … all das kann man sich sparen, ebenso ein schlechtes Gewissen. Einmalig 15 alberne Euro auf das Konto der OPERATION EINHUNDERT bei der Raiffeisenbank und man hat sein Investement zur Verbesserung der Lebensverhältnisse geleistet, man hat endlich mal was Effektives GETAN, anstatt immer NUR ZU REDEN.
Wer will, mag sofort zum Organisationsteam der Operation Einhundert stoßen und gezielt Spendenaufrufe verbreiten. Jeder Spender bekommt einen Titel verliehen und darf sich umgehend “Ritter der freien Marktwirtschaft” nennen, jeder Organisator kann nach Wunsch auch mit Titeln und Visitenkarten (Agent des Aufschwungs, Sozialbaron, Volksfürsorger … da wäre Kreativität für einen neuen, echten “Seelenadel” gefragt …. neben der brutalen Professionalität einer gezielten Werbekampagne) versorgt werden – für einen professionellen Auftritt ist das schon nützlich. Einfach mal ein bischen in der Werbebranche schauen, wo die “Kreativdirektoren” mit ihren “Marketingassistenten” hausen – da wird einem dann schon was einfallen.
Was ich dann möchte, wenn das Ziel erreicht ist?
Drei Monate lang die 100 Euro Erhöhung von jedem als Erfolgsprämie und Grundstock für die Operation Tausend. 2,1 Milliarden sollten als Kriegskasse für das bedingungslose Grundeinkommen reichen. Damit kann man … ganz viele Freunde gewinnen.
Und so macht man im 21. Jahrhundert in Deutschland Politik. Das machen alle so, die ihre Interessen und ihre Ideen in Deutschland durchsetzen wollen.
Ob ich das wirklich ernst meine?
Ja. Sowas klappt. Sehe da keine Probleme – jedenfalls nicht in der Organisationsabwicklung. Personalauswahl würde entscheidend sein …. aber scheitern wird die Operation daran, das all die, die jammern und klagen, das NICHTS PASSIERT und NUR GEREDET WIRD …. selber nie ETWAS TUN würden. Noch nichtmal 15 geschenkte Euro weitergeben.
Ansonsten … würde man sehen, was Werbespots zur besten Sendezeit (von besten Profis gestaltet) alles so anrichten können, ebenso Statements von “Experten” zur richtigen Zeit am richtigen Ort platziert, Studien mit Ertragsbilanzen für die Volks- und Betriebswirtschaft (immerhin landet das Geld ja wieder irgendwo, letztendlich fehlt es nur als “Spielgeld” für die Börse) … und ganz schnell ist das ein positives Thema, mit dem sich führende Parteien gerne schmücken würden.
So wurde “Hartz IV” in den Markt gedrückt, so kann man es wieder herausdrücken.
Die Welt hat sich halt weiterentwickelt … und Demonstrationen haben in dem System den gleichen Stellenwert wie eine wandernde studentische “Kauft OMO” – Waschmittelreklame in der Werbewirtschaft.
Man könnte auch … Dieter Bohlen oder Heidi Klum als “Gesichter” für die Operation 100 mieten – “damit der Superstar nicht vom Fleisch fällt”.
Also … mir könnte es Spaß machen, auf diese Art und Weise mit dem System zu spielen – aber ich habe schon genug Arbeit und erfülle nicht die Einstellungskriterien. Mir persönlich reichen ausserdem schon meine täglichen Angstmachereien an diesem Ort, meine aktive Phase ist vorbei, ich habe mir etwas Ruhe verdient, finde ich.
Aber … meinen Spaß habe ich mit der Idee schon jetzt.
Allein auch mit der Vorstellung, das man in Zukunft jedem Nörgler einfach den “Operation 100″ - Flyer in die Hand drücken kann mit den Worten:
“Maul halten, mitmachen!”.
So … feiere ich halt Karneval. Mit einem leichtem Lächeln im Gesicht bei der Vorstellung, wie amüsant das wäre, wenn eine Firma hilft, das Urteil des Verfassungsgerichtes gegen die Interessen der Politik durchzusetzen.
Aber so … kann man halt wirklich was erreichen.
Mit lumpigen 15 Euro, die man als Gnadenbrot jetzt zusätzlich bekommt.
Wer will, kann sich die mögliche Rendite seines Investments auch mal in Prozent ausrechnen – es sind ÜBER SECHSHUNDERT PROZENT PRO MONAT – tausende Prozent, wenn man die jeweils individuelle Gesamtlaufzeit sieht.
Da wird der Ackermann bleich.
Und wenn es wirklich schief geht und zu wenig geschieht, der Widerstand zu groß ist, das Geld ausgeht (wobei 105 Millionen locker jahrelang ausreichen) … dann hätten wenigstens ein dutzend Leute einige Jahre lang einen festen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gehabt.







































Bin auf jeden Fall dabei!
Gruß Atonal1
Posted by Atonal1 | 9. März 2011, 06:28@christian poloczek: Entschuldige, da hab ich was falsch verstanden.
Posted by Regenbogenbieger | 8. März 2011, 23:11@regenbogenbieger
wo? die Frage verstehe ich nicht so genau. Götz W. Werner ist im Vortstand der GLS Bank.
Ich zufällig in der Eifel ; )
Posted by christian poloczek | 8. März 2011, 23:08@christian poloczek:danke, wo?
Posted by Regenbogenbieger | 8. März 2011, 22:56@regenbogenbieger / 8. März 2011, 20:45
Mit Götz Werner und der GLS Bank.
Posted by christian poloczek | 8. März 2011, 22:52@christian poloczek: Du glaubst ernsthaft, daß die Banken und Sparkassen sich dieses Geschäft abnehmen lassen? Und wie willst du ein Filialnetz aus dem Boden stampfen? etc etc
Posted by Regenbogenbieger | 8. März 2011, 20:45jaja, hatte schon sowas erwartet. Hier daher einige Anlogien zum Nachdenken. E10-Sprit in aller Munde, sorry, natürlich nicht im wörtlichen Sinn, aber wenn´s um´s Auto geht, da sind die D´schlander sich für nix zu teuer, lieber fressen sie Gammel-fleisch, weil´s so billig ist. Wäre der Plagiator ein Mitarbeiter von AWD/Maschberger gewesen, die Leute hätten ihm ihre letzten Pfennige serviert, weil er so schön ist und weil er so schön liegt. Nein, nichts besonderes, kennen wir ja, sie verkaufen sogar ohre Grundrechte, weil er so schön ist… Gier frißt Hirn und da bin ich schon beim nächsten. Skarpie, auch genannte Creutzfeld-Jakob, frißt auch Hirn, stirbt aber jetzt aus, weil dem Nahrungskonkurenten Gier unterlegen. Dann diese bösen Unternehmer, ich meine die richtigen, die was unternehmen, nicht die Nieten in den Nadelstreifen. Die nehmen Geld ind Hand, oft welches, das sie nur zum teil haben und investieren es in der Hoffnung, dass was draus wird. Nein, kein Neid, aber die bösen Unternehmer! und dann sind da die Armen, die unverschuldet armen, die selbstwollenden armen und die die da raus wollen täten, aus dieser armut….da kann ich nur sagen, nehmt euch ein Bsp. am wahren Unternehmer, invstiert 5 euro in der hoffnung, das was daebi rauskommt, aber bitte nicht zu KT oder AWD bringen, das bischen Hirn, was noch da ist, sollte vorher noch eingeschaltet werden um eine gute Strategie zu entwickeln….doch achtung: Gier frißt Hirn!
Posted by hunsrückbäuerlein | 8. März 2011, 20:23Meine Idee: eine Bank gründen, auf die alle Alg2 Gelder fliessen, da keine Kontoführungsgebühren.
Von den entsprechend 3 Tagen von Buchung bis zur Auszahlung an die Hilfsempfänger, günstig in Tagesgeld angelegt sollten schnellstens massive überschüsse entstehen.
Posted by christian poloczek | 8. März 2011, 19:38Ich würde auch sofort mitmachen. Allerdings denke ich auch, dass es wie Madame-Cherie schon meint, daran scheitern wird, dass nicht alle Hartz IVler mitmachen werden.
Eigentlich schade, denn wenn die Leute mal aufwachen würden könnte man eine Menge erreichen. Fairerweise muss ich mich auch an die eigene Nase fassen.
Posted by CrazyMoose | 8. März 2011, 17:11Sobald ich weiß. wohin die
15,00 Euro überwiesen werden können, beteilige ich mich natürlich.auch meine weitere
Unterstützung ist sicher.
Posted by Frank Ullrich | 8. März 2011, 11:53@jovi: Wir auch
Posted by Regenbogenbieger | 8. März 2011, 00:05ich bin auf die roadmap und burndownchart schon gespannt
Posted by jovi | 8. März 2011, 00:04@Jerry Lang: Bei solchen Unterstellungen könnte ich das HB-Mänchen geben. Ich lehne nicht kategorisch alles ab. Nur einen Verein. Laberköpfe habe ich schon bei der Gründung des Nachrichtenspiegels gesehen. 100 Leute labern Monatelang und nichts passiert. Genau so lange bis mir der Kragen geplatzt ist und Eifel und ich das Ding einfach mal gestartet haben.Und einige wenige haben mitgemacht (Danke nochmals dafür). Und genau deshalb werden Eifel und ich diese Sache als GGmbH durchziehen. Sofern genügend Spenden dafür kommen. Ich zahle bereits den Nachrichtenspiegel und die Operation100 Webseite und stelle kostenfrei(!) Zeit, Mühe, eigeforderte Gefallen, Freundschaftsdienste und mein Können und Wissen zur Verfügung. Da gebe ich nicht noch ein paar Hundert Euro für die gGmbH Gründung aus. Das ganze wird auch nicht Notariell sondern Anwaltlich begleitet. Den notwendigen Treuhänder haben wir ebenfalls bereits aufgetrieben. Von wegen an Leuten wie mir wird es scheitern. Eher im Gegenteil. Genaueres zum Ablauf wird man auf http://www.operation100.de lesen – wenn die Seite fertig ist. Auch ich kann keine Seite in 24 Stunden nach Domainanmeldung auf die Beine stellen. So, und jetzt rege ich mich wieder ab.
Übrigens geht es hier erst einmal um die 100 Euro Erhöhung. Das BGE kommt später dran.
Posted by Regenbogenbieger | 7. März 2011, 22:31…ich hatte vor Jahren schon die Idee von jedem, der mit den politischen Umständen in diesem (fast nicht mehr) unserem Lande NICHT einverstanden ist – 1 €uro zu erbitten, als eine Art Zähler – aber ich habe es leider nicht Hinbekommen den Verein zur Kultivierung des politischen Widerstandes zu gründen.
JEZZE ABER:
Eure Idee ist so simpel, wie genial –
Let´s go, lassen wir es beginnen!
Ich warte nur auf die Einrichtung der Webseite mit Kontonummer und ihr bekommt meine 15€us. Und wenn ich mich sonst noch so einbringen kann: einfach Bescheid sagen…
Viel Erfolg wünscht
Jürgen Gottschalk
gottschalk.dresden@googlemail.com
Posted by jürgen gottschalk, dresden | 7. März 2011, 21:52Auch meine Familie würde sich an einer solchen Operation beteiligen.
Probieren statt ewig nur auf Änderungen warten welche eh nicht kommen.
Schon Marx hat gemeint man könnte das Kapitalistenpack auch aufkaufen!Das hier wäre ein Anfang dazu und nach meinem Geschmack.
Ich werde das hier auf jeden Fall weiterverfolgen und hoffe auf baldigen Beginn!
Posted by Uwe | 7. März 2011, 17:47Da man schnell bei H4 ankommt, würde ich gerne mitmachen……
Posted by Nebelelch | 7. März 2011, 17:38Hallo lieber Eifelphilosoph
Tolle Idee !!! Besonders, wenn ein Kopf wie Sie dahinter steht !!
Sollte eigentlich machbar sein, wenn die Kriegskasse groß genug ist.
Obwohl nicht betroffen, würde ich mich gerne an der Aktion beteiligen.
Warte auf Kontonummer und Details.
Gruss Siegfried
Posted by Siegfried | 7. März 2011, 16:50@nightowl: Eines nach dem anderen. Wenn die Operation 100 wirklich funktionieren wird, wäre dies der nächste Schritt.
Posted by Regenbogenbieger | 7. März 2011, 14:48Helau!
Mal im Ernst: weshalb nicht diesen genau gleichen Weg beschreiten, um ein BGE “durchzudrücken”?
Das BGE hat moralisch einen ganz anderen Sockel: die Gleichheit aller Menschen und ihren gemeinsamen Anspruch auf Teilhabe an Ressourcen dieser Erde. Nix mit Almosen, gönnerhaft gewährten oder “erzieherisch” vorenthaltenen “Gaben”. Keine protestantische Arbeitsethik, keine neoliberale oder totalitaristische “Verwertungslogik”, sondern Teilhabe (auf die Höhe kommt es an, klar!).
LG und frohes Feiern noch
Posted by nightowl | 7. März 2011, 14:00@falbrand: ich bin mir – was die Finanzierung angeht – noch nicht ganz sicher. Schrieb ich auch heute nochmal. Da gibt es – da gebe ich Dir recht – für und wieder.
Die Personalfrage ist wirklich entscheidend, was mich dazu bringt, auf keinen Fall einen Verein zu wollen. Trittbrettfahrer braucht man nicht. Und was die Entschlossenheit angeht … liegst Du ebenfalls richtig.
Posted by Eifelphilosoph | 7. März 2011, 13:42@Jerry … nee, da ist nichts geklaut. Ich habe nur mal versuchsweise die Methoden einer Branche auf andere Ziele übertragen und muss sagen: ich finde erstmal nichts, was großartig hemmen könnte.
Posted by Eifelphilosoph | 7. März 2011, 13:36Hallo lieber Eifelphilosoph und Ideenräuber *schmunzel* , Ich musste eben herzlich lachen über diesen Artikel, da wir vor ca. 2 Wochen eine ähnliche Idee durchgerechnet und vom Ansatz in ein Papier fassten. Allerdings waren wir etwas entfernt von der Erhebung des zu "spendenden" Betrages; wir haben als Sockelbetrag die 8 Euro Spende von Frau Mutter Arbeitsministerin zu Grunde gelegt und kalkulatorisch 7 v.H derer hinzuaddiert, die in gering beschäftigten Arbeitsverträgen "ausharren". Aber genau an solchen Menschen, wie Regenbogenbieger wird es dann auch letztlich scheitern, die kategorisch wohl immer alles ablehnen. Es ist sehr wohl richtig was Volker schreibt. Die Form der Gesellschaft ist entscheidend, sowohl die Gründung, Zulassung und Führung. Eine gGmbh erschien uns am geeignetsten. Wenn auch nur 1 Euo beim Eifelphilosophen ankommen würde, wären die gleich wieder weg und Frau Mutter Arbeitsministerin würde sich über eine freiwillige Refinanzierung ihrer 8 Euro herzlich freuen. Das Betreuungspaket, was hierfür notwenig wäre, könnte ich auch vorübergehend "Ehrenamtlich" zur Verfügung stellen. Unablässlich ist eine notarielle Begleitung, da es um Haftung eingebrachter Fremdeinlagen und des Rechenschaftsberichtswesen der Interessen geht. Einstweilen sind unsere Nachbarn schon etwas weiter, dort hat zumindest eine kleine öffentliche Diskussion über ein bedingungsloses Grundeinkommen begonnen. Herr Müller sicherte mir schon einen virtuellen Zugang mit Kommentierfunktion zu, sofern es technisch machbar ist. Ansonsten wird die Diskussion live übertragen/aufgezeichnet. Der Kongress findet am 19.03.2011 statt. Alle Thematas werden über die Webseiten http://www.bedingungslos.ch/ oder www.facebook.com/bedingungsloses.grundeinkommen http://grundeinkommen-tv.blogspot.com/ veröffentlicht. 
:// An dieser Stelle empfehle ich noch einen Film. Mit Nichtwissen ob eine Verbreitung dieses Links eine Verletzung des Urheberrechts darstellt – ich es also der Redaktion überlasse, diesen Link zu entfernen // http://www.youtube.com/watch?hl=en&v=XqJjWe1QeUY&gl=US Ich persönlich neige zu der Erkenntnis und teile die Ansicht unseres Herrn Eifelphilosophen, dass ein solches Vorhaben zum Erfolg und Gelingen führen könnte, sofern sicher gestellt ist, dass Mitglieder, Vertreter und sonstige Erfüllungsgehilfen frei von Interessen sind. So schließe ich mein Kommentar mit den Worten von Albert Einstein der einmal sagte: „Wenn eine Idee nicht von Anfang an absurd erscheint, taugt sie nichts.“ Diese Idee ist so absurd, dass Sie tatsächlich Früchte tragen könnte. Denkt darüber nach. Wer kann, wer mag, die Vorraussetzungen dafür hat, ein Forum gründen, Webseite schalten, in sozialen Netzwerken aktiv werden, Werbung, Werbung, Werbung machen.
Posted by Jerry Lang | 7. März 2011, 12:42@einsiedler: Läuft schon… Weiteres auf http://www.operation100.de – allerdings erst Morgen bzw. wenn die Domain durch die DNS Server gelaufen ist. Bitte Vorschläge bzw. Mitarbeitsangebote dorthin. Jetzt ist erstmal Kinderkarneval angesagt (*brrr*).
Posted by Regenbogenbieger | 7. März 2011, 11:38Super Idee, die möglichst bald präzisiert werden sollte mit einem Durchführungskonzept, damit der Klärungsprozess der Bedenkenträger bzgl. Rechtsform, Zeitplan, Finanzplanung, Beteiligte etc.schnell durchlaufen wird und die aktive Phase beginnen kann.
Posted by einsiedler | 7. März 2011, 11:28@Volker: Rechtlich gesehen wäre eine GGmbH oder eine Stiftung die Qual der Wahl. Beides ist etwa gleich teuer (oder billig, wie mans nimmt). In beiden Fällen wäre das Geld zweckbestimmt. Und wenn Einnahmen und Ausgaben transparent auf der dazugehörigen Webseite gezeigt werden, kann man Mißbrauch weitestgehend ausschließen. Ach ja, um ein für alle mal die "Limited" zu begraben: Diese erfordert zwei(!) Bilanzen (D & UK), kostet also Steuerberatertechnisch gesehen locker das Doppelte.
Posted by Regenbogenbieger | 7. März 2011, 11:25@ Regenbogenbieger
Ich verstehe was Du meinst. Über die Satzung könnte den Luftblasen die Luft entzogen werden. Aber das sollte nicht unbedingt öffentlich diskutiert werden.
Hier wäre der Vorteil der steuerlichen Varianten von Spenden. Den nicht nur H4 Empfänger sind gegen H4.
Eine weitere Variante wäre eine gemeinnützige GmbH. Zum Schutze des “Vermögens”. Eine Konstruktion über die englische Variante wäre sicher möglich.
Im Grunde geht es mir um die legale Basis. Eine rein privat organisierte Aktion öffnet Kritikern wie Juristen Tür und Tor für eine Schlammschlacht.
Außerdem – warum sollte auf steuerliche Vorteile z.B. bei ehrenamtlichen Mitarbeitern verzichtet werden.
Beachten sollte man auch das gewisse Organisationen schon von den H4´lern leben. Und durch so eine Aktion ihre Felle davon schwimmen sehen könnten.
Posted by Volker | 7. März 2011, 11:09105 Millionen in der Kasse. Malediven. Hmmmm… Nachtigal, ich hör’ dich trapsen
Im Ernst:
Real nicht in der Form umsetzbar. Vielleicht aber in einer anderen Form.
Zum Plan: Menschen gehen ein Risiko nur ein, wenn ihnen alles egal ist oder wenn sie eine Chance auf Erfolg sehen oder wenn sie keine Wahl haben und wenn sie sich grundsätzliche dafür interessieren. Sie müssen über die Sache erst einmal informiert sein.
Aus diesem Grund wird die “erste” Kriegskasse maximal mit ein paar Tausend Euro gefüllt sein. Das reicht, um etwas Aufmerksamkeit zu erregen, mehr nicht.
Im Idealfall, wird man von der “Gegenseite” nach wie vor belächelt oder man bleibt immer noch unter dem Radar und unter der Wahrnehmungsschwelle. Mit dem Geld ließe sich möglicherweise mehr Geld auftreiben.
Mit einer etwas größeren Kasse (sagen wir im hohen fünfstelligen oder im niedrigen sechsstelligen Bereich) und mit einem Kader von etwa 30-40 Leuten kann man VIEL bewirken. Womit wir beim Personalproblem sind: Einen derartigen Kader zusammen zu bekommen, der auch unter Last nicht kollabiert (Leistung) oder kneift (Courage/Entschlossenheit) oder sich für das andere Team entscheidet (Charakter), ist sehr schwer. In der Regel hat man maximal 4-6 solcher Leute.
Für das Vorhaben reicht das nicht.
Falls es dennoch reicht, befindet man sich auf einmal in einer Position, in der man Aufmerksamkeit erregt. Spätestens jetzt wird die Gegenseite reagieren. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem man weder personell (manpower und know-how), noch finanziell (Ressourcen) noch in Bezug auf Einfluß (Lobbyarbeit und verpflichtete Machtträger) mit der Gegenseite mithalten kann.
Das Ergebnis ist vorhersehbar.
_/_/_/_/_/_/
Eine Alternative könnte aber funktionieren:
Die Originalkriegskasse muss auch mit externen Geldern gefüllt werden und das Originalteam muss Unterstützung von “aussen” bekommen (aussen = Menschen, die nicht zur Gruppe der HartzIV-Empfängern gehören). Dies mag zwar die Integrität des Gesamtprojekts schwächen – im Idealfall hilft man sich 100% selbst, das ist für die Kampfmoral ein enormer Schub – kann aber helfen, es überhaupt auf den Weg zu bringen.
Unter diesen Umständen wäre es schaffbar, ausreichend HartzIV-Betroffene zu mobilisieren, um die “große” Kriegskasse zu füllen, sodass man – von der Anzahl der Mitwirkenden ausgehend – sagen kann, dass man sich überwiegend selbst geholfen hat.
Das Projekt hätte gute Chancen ins Rollen zu kommen, bevor auf staatlicher Seite ein Gesetz erlassen wird, das dem Projekt die Basis entzieht. Ein derartiges Gesetz würde jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen etliche Artikel der Grundgesetzes derart verstoßen, dass es starke Auswirkungen auf des Staatsgebilde Bundesrepublik haben würde.
Die Folgen sind nicht absehbar. Allerdings ist eine “Revolution light” eine der wahrscheinlichsten Entwicklungen. Die sich dabei bietenden Chancen für eine Verbesserung unserer Gesellschaft (für etwa 1-2 Generationen) sind nicht von der Hand zu weisen.
Letztendlich läuft das Ganze auf Entschlossenheit hinaus. Ist diese hoch genug, gibt es keine unüberwindbaren Grenzen mehr.
viele Grüße
Falbrand
Posted by Falbrand | 7. März 2011, 10:03Die Idee an sich ist wirklich super!
Aber allein daran wird es scheitern:
“Was ich brauche, sind … fünfzehn Euro pro Hartz IV-Abhängigen”
Das wird nicht funktionieren. Aber immerhin … 9 sind wir schon die mit machen würden. Und das sagt eigentlich alles! Traurig, ist aber so!!!
Posted by Madame-Cherie | 7. März 2011, 08:54guute idee. und, sowohl als realsatire wie auch als praktisches experiment eine feine sache. hindernis dürften allerdings die sehr heterogene hartzer szene und die bundesweite zerstreutheit sein.und bei der summe – da dürften massenhaft mehr oder weniger kompetente bis (un)eigennützige interessenvertreter sofort auf der matte stehen.
Posted by landbewohner | 7. März 2011, 04:13@Volker: Und das ganze in sinnlosen Diskussionen sterben lassen? Wenns ein Verein wird mache ich nicht mit.
Posted by Regenbogenbieger | 6. März 2011, 22:16Schöne Idee
Könnten schon einen e.V. aufziehen, Personen zur Gründung wären genug hier.
Posted by Volker | 6. März 2011, 22:11sofort dabei
Posted by Grilleau | 6. März 2011, 21:39Darauf muß man erst mal kommen,einfach GEIL !
Posted by Frank Ullrich | 6. März 2011, 21:35ich mache mit.spende gerne
Posted by dagmar meier | 6. März 2011, 20:57klasse sache! bin dabei!
ich nehm aber keinen audi als firmenwagen
Posted by dreckscheuder | 6. März 2011, 20:03@hunsrückbäuerlein: eifelphilosoph [ätt] nachrichtenspiegel-online [punkt] de
Posted by Regenbogenbieger | 6. März 2011, 19:51ok, eine super idee, bitte eröffnen sie ein konto oder lassen sie ein konto eröffnen und setzen sie jemanden ein, der die strategie so vorantreibt…
teilen sie mir bitte die kontonummer mit und ich werde ihnen den betrag schnellstmöglich überweisen.
beste grüße
ps. ein entwurf für einen flyer, schicke ich demnächst mal, tja an wen eigendlich?
Posted by hunsrückbäuerlein | 6. März 2011, 19:18