Warum wir merken, das wir verschaukelt werden, aber es nicht wissen: über Gold, Menschenfleisch, den unvermeidlichen Weltwirtschaftscrash und 9/11
Freitag, 18.5.2012. Eifel. Der Rhein ist fünf Millionen Jahre älter als gedacht. Hätten Sie es gewußt? Oder auch nur erahnt? Ich schon. Der Vorteil der philosophischen Wissenschaft ist, das sie gnadenlos und schonungslos wird, sobald es um Wahrheit geht. Wenn´s nach der Philosophie geht, sind wir alle Idioten. Wir wissen genau, das unserem Gehirn nur ein äußerst begrenztes Instrumentarium zur Erfassung der Wirklichkeit zur Verfügung steht – ein Instrumentarium, das zudem oft noch Sinneseindrücke vermittelt, die gar nicht existieren – Ufos, Geister, Marienerscheinungen und was die Menschheit sonst noch am Rande des Erlaubten wahrzunehmen glaubt. Angesichts dieser Ausgangslage muss man immer mit einem Irrtum rechnen – selbst bei etwas so harmlosem wie dem Alter des Rheins. Die polnische Polizei hat sich jetzt auch geirrt: der ermordete polnische Polizeichef wurde Opfer von Autodieben – jetzt kennt man endlich die Wahrheit. Er hatte das Pech, einen Daewoo zu fahren, eines der heißbegehrtesten Automobile auf dem europäischen Kontinent.
Politik
Man kann nicht oft genug daran erinnern, was Politiker in ihren Sonntagsreden den Volk mitgeteilt haben und mitteilen. Europa wird nicht scheitern. Der Euro ist sicher. Ja, schwätzen können Politiker ja bekanntlich ALLE. Geht es aber um Fakten und Wissen, dann sieht es gelegentlich ganz anders aus, zum Beispiel, wenn es um die Rettung von [...]
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NEWS
Beunruhigend: Ein ehemaliger? CIA-Beamter in den iranischen Revolutionsgarden, Reza Kahlili, erzählt von einem Buch, “Die letzten sechs Monate”, das zu Hunderttausenden unter den iranischen Revolutionsgardisten verteilt wurde. Das Buch mahnt die Gardisten, sich für die Endzeit vorzubereiten, vor dem erneuten Erscheinen des islamischen Messias, des Mahdi, der die islamische Flagge in der ganzen Welt nach [...]
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Wirtschaft
3.4.2012. Eifel. Es gibt ja ein todsicheres Mittel gegen gute Laune. Falls einem einmal wirklich Sonne, Wärme und frische Frühlingsbrise einen euphorischen “Das-Leben-ist-schön”-Taumel ausgelöst haben, reicht zumeist ein einfacher oberflächlicher Blick in die Nachrichten, um die Laune deutlich zu dämpfen wenn nicht sogar ins Gegenteil umzukehren. Zum Beispiel das TV-Duell der Spitzenkandidaten in Frankreich: da weist der “Spiegel” darauf hin, das noch nie eine TV-Debatte eine Präsidentenwahl “gedreht” hätte, weshalb man denkt, der Wähler ist so souverän, das er das Spektakel gar nicht beachtet – jedenfalls denkt man das so lange, bis man das Handelsblatt gelesen hat: dort “verpatzt Sarkozy das entscheidende TV-Duell”. Der Leser nimmt beide Botschaften auf – und bleibt im Regen stehen. Sind nun TV-Duelle in Frankreich wahlentscheidend oder nicht? Oder nehmen wir die Arbeitslosigkeit in Deutschland – Riesenschlagzeilen weisen darauf hin, das sie in Europa beständig neue Rekorde erklimmt während sie in Deutschland unter drei Millionen gesunken ist. Unter drei Millionen war sie schon vor ein paar Monaten – keine Schlagzeile erwähnte, das sie wieder gestiegen ist. Ausserdem ist das sprachlich nicht korrekt, korrekt wäre: “Der deutschen Bundesregierung gelang es im Jahre 2011, die Arbeitslosenzahlen auf unter fünf Millionen herunter zu definieren. Der Trend setzt sich fort”. Unsere Arbeitslosigkeit ist der Erfolg von Statistikern und ähnlichen Sterndeutern, nicht der Erfolg der Wirtschaft. Dort sieht es nämlich fürchterlich aus – wenn man zwischen den Zeilen liest.
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Medien
Montag, 14.5.2012. Eifel. Wir haben gewählt. Ja, ich auch. Wie ich den Medien entnehme, habe ich richtig gewählt – es gab kaum Wählerschelte. Man spricht auch kaum über die enorm niedrige Wahlbeteiligung. Kein Wunder: alle wollen feiern. Sie feiern, das sie diesmal von noch weniger Menschen als zuvor gewählt worden sind. Nun gut, die Piratenpartei [...]
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Wissenschaft
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Leben
1.Mai.2012. Tag der Arbeit. Eifel. Für bäuerliche Gegenden ein Tag wie jeder andere – nur, das mehr Touristenautos hinter den Treckern hängen und wie die Blöden hupen. Bauern müssen jeden Tag arbeiten – das Vieh macht keine Pause. Maschinen machen heutzutage auch keine Pause mehr: im Namen der Rendite müssen sie rund um die Uhr [...]
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Feuilleton
Eine Pressemitteilung, die wir von Marcus erhalten habe. Eigentlich ist das ja nicht zu glauben. Aber hier gibts eine Möglichlichkeit, Protest zu zeigen: – Liebe Attacis in NRW, wie euch vielleicht inzwischen bekannt ist, hat die Stadt Frankfurt alle Protestaktionen im Rahmen der Aktionstage des Bündnis BLOCKUPY Frankfurt verboten. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/frankfurt-will-anti-banken-proteste-verbieten-a-831428.html Unterstützt bitte durch Mitzeichnung des [...]









